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Aktuelle Veranstaltungen
Aktuelles 2007
Eingetragen am So. 16.12.2007Weihnachtskonzert der Musikschule
Akzent im Advent in der überfüllten Schlosskirche.
Dezente Töne stimmten die Solisten und Gruppen der Musikschule Wörth [...] an. Mit dieser Veranstaltung [...] bedankte sich die Gemeinschaft mit den Lehrkräften bei den Eltern [...].
Das Volksmusik-, Blockflöten- und Gitarrenensemble, die vielen Instrumentalisten sowie die Mädchen und Buben der Früherziehung bereiteten dem Publikum mit ihren harmonischen Vorträgen eine Freude. Spirituals aus Amerika und traditionelle Werke der bayerischen Volkskunst, weltbekannte Weihnachtslieder und klassische Kompositionen von Mozart und Bach bildeten den Rahmen für das ansprechende Programm, das Leiterin Birgit Eberl mit Irma Gassenhuber, Evi Ruidisch, Helmut altmann, Thomas Stoiber, Florian Herzog und Markus Weigert vorbereitet hatte. [...]
Homepage Musikschule
Text: Donau-Post, Sepp Raith
Bilder: Björn Miener
Eingetragen am Sa. 08.12.2007cismen
Jazz neu entdeckt.
Richard Wiedamann, Norbert Vollath und Mike Reisinger traten als "Cismen" im Rondellzimmer auf.
"Musikalisch ist es sicherlich das ungewöhnlichste Konzert, das wir je in Wörth hatten,“ erklärte Johann Festner von K.i.W. (Kultur in Wörth). Der Standard-Jazzer Richard Wiedamann traf auf die Modern-Jazzer Mike Reisinger und Norbert Vollath. Aus ganz unterschiedlichen Stilrichtungen trafen sich die drei Musiker am Samstag im barocken Rondellzimmer zu einer Entdeckungsfahrt aus Faszination und Farbigkeit des Jazz. Die anwesenden Zuhörer waren begeistert von der Darbietung, die Musiker angetan vom Dialog mit dem Publikum. Einige Plätze blieben leer. Jazz hat ein eben ein spezielles und auserlesenes Publikum.
Wiedamann, der auch „Mr. Jazz“ genannt wird, ist seit 25 Jahren Mitorganisator des Bayerischen Jazz-Weekendes in Regensburg. Er selbst bezeichnete die Band als „ungewöhnlich, weil sie eigentlich nicht zusammenpasst“. Umso mehr sieht der 75jährige seine Zusammenarbeit mit Vollath und Reisinger als Herausforderung und musikalische Bereicherung.
Die beiden Mulit-Instrumentalisten sind als „Duo De Clarinettes-Basses“ bekannt für experimentelle und dynamische Pfade. Den gemeinsamen Einstieg fand das Trio in der „Cismen-Hymne“[...]. Vollath und Reisinger traten danach an die Grenzen des Jazz – oder darüber hinaus – mit ungewöhnlichen Klangmedien wie Gong und Hupe. Noch ungewöhnlicher war deren akustischer Einsatz, wenn der geschlagene Gong ins Wasserbecken tauchte oder einem geschleuderten Schlauch melodische Töne entlockt wurden. Mit „For Carl“ von Ray Vinegar sorgte das Pianosolo von Wiedamann für swingende Überschaubarkeit. Zwischendurch zusammenfindend wagte sich das Trio an die literarische „Geschichte der Lorch-Linde“, die sie mit gemeinsamen Klängen unterschrieben. Mit Rhythmik und Dynamik eines Vulkanausbruchs präsentierten Vollath und Reisinger „Sophisticated Lady“. Wiedamann antwortete mit der Jazz-Ballade „Wozu?“ am Piano.
In Gänsehaut-Stücken traf sich das Trio wieder mit viel Intensität und sehr sensibler Improvisation. Ihre Spontaneität und Dialogfreude riss Stilgrenzen ein und brillierte durch Können und Spielfreude. Reisinger entwickelte sich zudem zum Trommler und in der zweiten Zugabe zum Blues-Sänger in bayrischer Mundart. [...]
[Text und Bild 2: MZ, Sibylle Schreiner]
Eingetragen am So. 02.12.2007Wörther Kirchenchor
Wörthissimo - Licht und Musik erleuchteten.
Nach dem Motto "Wörthissimo" bot der Kirchenchor der Stadt Wörth mit vier Instrumentalisten ein Feuerwerk aus Licht und Klang.
Mehrere Wochen Vorbereitung hatte Lutz Wagner investiert. Das Ergebnis seiner Lichtkunst ließ die Schlosskirche Sankt Martin völlig neu erstrahlen. Intensives Farblicht erleuchtete den Altar, die Seitenaltäre und die Kanzel. In Symbiose mit der überwiegend geistlichen Musik entstand ein meditativer Effekt. „Frieden zu finden“ wünschte Pfarrer Manfred Hanglberger für die adventlichen Stunden. Die Schlosskirche war dazu restlos gefüllt mit großen und kleinen Zuhörern.
Der dunkel gewandete Frauenchor schwebte mit Kerzen zum Altar zum Gregorianischen Choral vor dem fünfstimmigen „Ubi caritas“. Der homogene Klang verschmolz auch an schwierigen Stellen. In zwei frühbarocken Werken von Joseph Gabriel Rheinberger dominierte schlanke Stimmführung, während drei romantische Stücke mit fülligem Klang und großen Stimmen viel Dynamik bewiesen. Im Stil des neuen geistlichen Liedes wurde „He, Du!“ vorgetragen. Mehrere Kompositionen des österreichischen Gottfried Kaghofer hatte der Chor schon im Programm. Dies ist eine aktuelle aus 2007. In zwei spritzigen Spirituals bewiesen die Alt-Stimmen sicheres Solo mit dezenten Einwürfen. Zwei neuere englische Stücke rundeten das anspruchsvolle Programm ab: „I will praise thee, o Lord“ (fünfstimmig) und „O be joyful in the lord“ (bis siebenstimmig).
Das Chorprogramm war identisch mit dem in Bach am 25. November präsentierten. In Wörth wurde es jedoch mit zur Epoche passenden Bläserstücken ergänzt. Andrea Dietlmeier und Florian Eicher (Trompete), Sepp Eicher (Posaune) und Michael Keim (Waldhorn) waren die Instrumentalisten. Zwei Werke alter Musik, einen romantisches „Andante relogioso“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und neuere jazzige Stücke trugen sie leidenschaftlich und überzeugend vor. Wolfgang Baur rezitierte drei Gedichte zum Thema „Licht und Weg“. [...]
Bericht: MZ, Sibylle Schreiner
Bilder: Björn Miener
Eingetragen am So. 25.11.2007Märchen und Musik aus Europa - AUSVERKAUFT!
Schneekind und Silberbaum
Märchen und Musik aus Europa präsentierten Edeltraud Forster und die Wörther Stubenmusi im Rondellzimmer.
Noch nicht gänzlich verloschen waren die Kerzen des Weihnachtsmarktes am Sonntag, schon erstrahlte ein anderes Licht: Märchen und wärmenden Weisen flossen in die Ohren der Zuhörer und zauberten leuchtende Augen.
Das Rondellzimmer war ausverkauft bei der Veranstaltung von „Kultur in Wörth“. Bürgermeister Anton Rothfischer freute sich, Künstler aus der Region Wörth und Wiesent vorstellen zu dürfen. Acht auserwählte, teils mahnende, teils heitere europäische Märchen und keltische Sagen trug Forster gut verständlich vor. Mit der passenden Akustik des Gewölbes zauberte die Wörther Stubenmusi eine warme Stimmung ins Rondellzimmer. Bei durchwegs ausländischen Liedern bewiesen die Musiker ein breites Spektrum. So dominierte im englischen „Greensleeves“ eine gefühlvolle Querflöte, während in „Pentillän Sillalla“ der finnische Rhythmus ansprechend und harmonisch dargeboten wurde.
Die Wörther Stubenmusi sind: Monika Festner (Querflöte und Akkordeon), Gabi Groß (Hackbrett), Bärbel Karl (Zither), Monika Ketterl (Zither) und Gerhard Seidl (Gitarre). [...]
[Text und Bilder: Sibylle Schreiner, Mittelbayerische Zeitung]
Eingetragen am Sa. 17.11.2007Vernissage Marta Mekker
Farbiges Lob auf das ursprüngliche Leben
Künstlerin Marta Mekker berichtet in ihren Porträts über Personen und Landschaften.
"Ein Bild zu malen", schreibt Marta Mekker, in ihrer Kurzbiografie, "aus Ton zu modellieren, ganz gleich welche Arbeit, sie wirkt wie Balsam für die Seele." Diese entspannte Ruhe und friedliche Harmonie sind wesentliche Elemente in ihren ansprechenden Stimmungsbildern und ausdrucksstarken Skulpturen, die am Samstag im Schloss die Aufmerksamkeit des Publikums fanden. "Eine Bereicherung für Kultur in Wörth", wie Bürgermeister Anton Rothfischer bei der Vernissage feststellte. Wegen des Weihnachtsmarktes am kommenden Wochenende bei pro seniore" ist diese Ausstellung nur von kurzer Dauer. Die Exponate, samt und sonders in der erschwinglichen Preislage zwischen 50 und 500 Euro, haben den Gästen zugesagt. Stadt, Land und Menschen sind die Themen, die der Tegernheimer Künstlerin mit den familiären Wurzeln in Siebenbürgen zu denken geben, die sie berühren und beschäftigen. Diese Impressionen geben Empfindungen zu diesen ezugspunkten Ausdruck, sie respektieren und achten eine Welt, der Hast und Hektik noch fremd sind, die sich dem Zeitdruck und der Ungeduld ntzieht. Ihre emotionsreichen Werke ehren die bescheidenen, einfachen Gemütsmenschen, die sich noch nicht im Konsumrausch verloren haben, die eine übertriebenen Ansprüche stellen, die dankbar und zufrieden sind mit dem, was sie haben. Und sie bewundern eine Natur, in der die echnologische Entwicklung nicht auf Schritt und Tritt sichtbar ist. Gerade die beeindruckenden und bemerkenswerten Skulpturen der Malerin nd Bildhauerin, die seit Monaten den Senioren im Schloss ein Forum der kreativen Beschäftigung bietet, üben eine besondere Faszination aus. Die Darsteller verdienen dieses Interesse in der Tat. Da sind "Die Betrachter", die vereint grübeln und sich Gedanken über Gegenwart und ukunft machen, "Die Flüsterer", die hinter vorgehaltener Hand die wichtigsten Informationen austauschen und "Der Neugierige", der an der artenmauer Zeuge eines ungewöhnlichen Ereignisses wird. In kräftigen, farbenfrohen Öl- und Pastelltönen versichert Marta Mekker er Landschaft in Ungarn ihre Zuneigung. Die Gemeinde Hortobagyi, die sie in "Dämmerung" oder "Regen in der Puszta" so eindrucksvoll orstellt, liegt ihr ganz offensichtlich am Herzen. Diese Wahrnehmungen kombiniert sie mit der Präsentation von Personen, die sich anstandslos n diesen Rahmen einfügen. Ihre Gestalten werden für Gelassenheit und etwas mehr Gefühl, für Rücksicht, Toleranz, dafür, einmal abzuschalten nd sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. "Das Sonnenbad" vertritt diese Ansicht, das sich zwei hübsche Frauen im Liegestuhl gönnen, ebenso as Bild "Entspannung", das nach den Mühen des Tages die Lektüre eines guten Buches empfiehlt. In der Ruhe - so die Botschaft - liegt die Kraft. ie gebürtige Rumänin möchte aber auch mahnen, warnen, appellieren. In "Ausgrenzung" ergreift Marta Mekker Partei für das Schicksal von raurigen, verängstigten Kindern, denen Sorgen und Kummer die Lebensfreude nehmen. Diese Lebensfreude ist ihr aber ein großes nliegen. "Wenn diese Werke ein Lächeln ins Gesicht zaubern", so erklärte sie, "dann ist das Ziel schon erreicht."
[Text und Bilder: Donau-Post, Sepp Raith]
Eingetragen am Mo. 05.11.2007Hohe Auszeichnung für K.i.W. - Kultur in Wörth
K.i.W. ist Sieger im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen". Schirmherr ist der Bundespräsident Horst Köhler.
"Ein kleiner Ort wird zum Kulturzentrum in Oberpfalz und Niederbayern." sagten die Juroren.
Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Veranstaltung am 26. Dezember 2008 statt.
Weitere Informationen unter Download
www.land-der-ideen.de
Eingetragen am So. 04.11.2007Lotte Kinskofer
Der Name des Mörders wurde nicht verraten.
Lotte Kinskofer gab am Sonntagabend Kostprobe aus ihrem neuen Buch "Heimvorteil".
In Zusammenarbeit mit dem Wörther Buchladen veranstaltete K.iW. (Kultur in Wörth) die 50. Vorstellung auf Schloss Wörth. Als Gast gab die bekannte Autorin Lotte Kinskofer eine Leseprobe aus ihrem neuen Buch, übrigens ihr erster Krimi, wie sie betonte, mit dem Titel “Heimvorteil“.[...]
Zur Jubiläumsveranstaltung im schönen Rondellzimmer hatte sich auch Bürgermeister Anton Rothfischer eingefunden. Die Besucher erwartete zur Begrüßung eine kleine Überraschung und in der Pause konnten drei glückliche Gewinner signierte Exemplare des Buches “Heimvorteil" und die “Stadtgutscheine" im Gesamtwert von 30 Euro für K.i.W.-Aktivitäten in Empfang nehmen.
Anton Rothfischer und Anke Urban begrüßten die Autorin Lotte Kinskofer, die sich anschließend dem zahlreich erschienenen Publikum vorstellte. Ihre biographischen Angaben: geboren in Niederbayern, Abitur in Regensburg, Studium der Germanistik, Anglistik und Kommunikationswissenschaft in München, Magister Atrium. Promotion in München 1989. Bis 1999 übte sie vielseitige Tätigkeiten als freie Mitarbeiterin, Redakteurin in vielen Tageszeitungen, Kulturredakteurin und als freie Mitarbeiterin beim Bayerischen Rundfunk. Sie schreibt auch Drehbücher für bekannte Fernsehserien, ist mit dabei bei Hörfunk-Sendereihen und vielem mehr.
Die Autorin lebt zwar in München, Regensburg mit seinem ländlichen Umfeld empfindet
sie aber als ihre zweite Heimat. Seit 1999 schreibt sie auch Romane und mit
ihrem neuen Buch “Heimvorteil“ wagte sie es erstmals, einen Krimi zu schreiben.
Die Geschichte erzählt von Thomas Reitinger, der einmal hoch hinaus wollte. Sein Heimatort Helmering in der Oberpfalz war ihm zu eng geworden. Es hatte ihn nach Regensburg gezogen. Sein Studium hatte er aber schnell aufgegeben, und nun arbeitet er als Sportjournalist. Er schreibt vor allem über die Fußball-Bezirksliga. Er findet, er hat es nicht sehr weit gebracht aber es macht ihm auch nicht viel aus. Das ändert sich, als er seine verwitwete Mutter in Helmering besucht. Unversehens gerät er in einen Mordfall: Alois Schindler, Trainer des heimischen Fußballvereins, ist mit einem Messer im Rücken aufgefunden worden. Reitingers Chef möchte, dass der Thomas über den Fall berichtet. Er soll am Ball bleiben, er hat hier Heimvorteil [...]
[Text:Horst Seppenhauser, Donau-Post; Bild 1 Johann Festner; Bild 2, 3 und 4 Horst Seppenhauser]
Eingetragen am So. 04.11.2007Zur 50. KiW-Veranstaltung
Die Anfänge gehen auf das Jahr 2004 zurück - Sehr breites Repertoire.
K.i.W. im Schloss hat sich bewährt.
Wahrscheinlich hatte niemand von Anfang an so recht daran geglaubt, dass sich die Veranstaltungen von K.i.W. (Kultur in Wörth) so richtig durchsetzen werden. Doch zwischenzeitlich sind sie zu einem Renner geworden, wie auch die 50. Jubiläumsveranstaltung bewies […]
Johann Festner, einer der “treibenden Kräfte“ von “K.i.W“³, erinnert sich gegenüber unserer Zeitung, wie alles begann. 2004 waren die Veranstaltungen zu “50 Jahre Stadt Wörth“ sehr gut besucht. Der Kulturausschuss hat daraufhin beschlossen, weiterhin kulturelle Veranstaltungen anzubieten. Man kannte nur wenige Künstler. Wolfgang Bernreuther und Rudi Bayer sagten spontan zu und waren bereit, zum Anfang für wenig Gage zu spielen. „Uns kommt es darauf an, regelmäßig spielen zu können“, war ihre Ansage. Wolfgang Bernreuther war mittlerweile mit verschiedensten Musikgruppen bereits fünf Mal in Wörth. “Er ist zu einer Art ’Hausmusiker’ von K.i.W. geworden,“ berichtet Festner, der sich auch daran erinnert, wie es nach den ersten Veranstaltungen weitergegangen war. Nachdem die ersten Konzerte gut liefen, meldeten sich bald Musiker der verschiedensten Richtungen, die je nach Art ihrer Musik im Schlosskeller oder Rondellzimmer spielen wollten. Wenn die Gage und Leistung stimmten, wurden sie in der Regel auch gebucht.
Landläufig herrsche die Vorstellung vom Musiker als leichtlebigen Menschen, der wenig zuverlässig ist. “Die Verantwortlichen von ’K.i.W.’ können diesen Eindruck nicht bestätigen. Noch jeder Künstler hat sich bisher an seinen Vertrag gehalten“, so der Wörther Stadtrat weiter in seiner Stellungnahme.
Rückblickend besondere Höhepunkte herauszugreifen, sei sehr schwierig. Einer sei aber sicherlich das Ensemble Trio Trikolore mit seinen französischen Chansons gewesen. Dass man Quadro Nuevo buchen konnte, könne durchaus als Sensation gelten. Es seien exzellente Musiker, die noch mit jedem Album die Spitze der Jazz-Charts erkletterten. Ende 2006 kam dann Harald Grill in Begleitung von den beiden Jazz-Musikern Norbert Vollath und Mike Reisinger zu einem ungewöhnlichen literarischen Abend nach Wörth. Höhepunkt 2007 war natürlich “Eine kleine Stadt musiziert“, wo Wörther Musikgruppen von 10 bis 22 Uhr musizierten. Den Schlosskeller so richtig gefüllt haben auch Traudl und Hans Eigenstetter mit ihrer wundervollen Inszenierung des Kindertheaterstückes “Die Hexe, die nicht böse sein konnte“ und natürlich die “Unverschämte Wirtshausmusik“ mit den Raith-Schwestern. Als durchaus sehr angenehm empfanden die Zuhörer den Abend mit Bar Tunes, bei denen die “eine Hälfte der Raith-Schwestern“, Tanja Raith, zusammen mit mehreren Instrumentalisten auftrat. Die Gäste waren begeistert und wippten zur Melodie von Blues und Jazz mit.
“Wie es weitergehen wird“ wollten wir von Hans Festner wissen. Schwierig seien die Rockkonzerte, die sich vor allem an Jugendliche richten. Der Eintrittspreis sollte niedrig sein, die Technik sei aber sehr teuer. Hier werde sich der Kulturausschuss Gedanken machen müssen, ob die Konzertreihe obwohl sie leicht defizitär ist fortgesetzt werden soll. Veranstaltungen für Kinder seien sehr stark gefragt. Da werde es in Zukunft wohl ein breiteres Angebot geben, ist der Wörther Stadtrat überzeugt.
[Klaus Christl, Donau-Post, 06.11.07]
Foto von der Jubiläumsveranstaltung Buchhändlerin Anke Urban, Lotte Kinskofer und Bürgermeister Rothfischer [Horst Seppenhauser, Donau-Post]
Eingetragen am Fr. 26.10.2007Black Purple
Ein Tribut auf Deep Purple: Black Purple
"Legal Guardians" und "Black Purple" begeisterten im Wörther Schlosskeller. Gut zwei Generationen fühlten sich damit in die (frühere) wilde Jugend versetzt.
In den Genuss von zwei hochkarätigen Bands kamen die Zuhörer am Freitag im Wörther Schlosskeller. Als Vorband spielte „Legal Guardians“ mit Pia Eigenstetter (vocals), Simon Festner (guitar, vocals), Lisius Tobias (guitar), Hannes Schindler (BASS) und Raphael Birnstiel (DRUMS). Die Newcomerband aus Wörth begeisterte ihr Publikum wie schon die Woche zuvor.
Die Band Black Purple spielte die Musik der britischen Legende Deep Purple. Ein Querschnitt aus fast vier Jahrzehnten Rockmusik war angesagt. Legendäre Rockklassiker wie „Black Night“ und „Child in Time“ heizten rasch den rund 100 Gäste ein, das obligatorische „Smoke On The Water“ dagegen wurde bis fast zum Schluss aufgehoben. Dabei gewannen Black Purple ihren Vorbildern stets neue Facetten ab und würdigten die Ursprünglichkeit und Kraft dieser zeitlosen Musik. Die Songs detailgetreu wiedergegeben, wollten Black Purple ihre Vorbilder dennoch nicht hundertprozentig kopieren. War es die energiegeladene Bühnenshow und der authentische Rock? Der Schlosskeller war „Black Purple“ jedenfalls auf den Leib geschneidert! Selbst lobte die Band nach dem Auftritt die Akustik des Wörther Gewölbes.
Der charismatische Frontmann Tommy Schuller glänzte als mikrofon-schwingender Sänger mit kampfsportgestähltem Körper und überragenden Stimme. Kein Wunder, dass ein Ruck durch Wörth ging und die Tanzfläche vor der Bühne sich mit ekstatischen Rockfans füllte!
Der Ausnahmegitarrist Tom Geigenberger verkörperte eine gelungene Mixtur aus Authentizität und seiner eigenen gelungenen Virtuosität. Bassist Wolfgang Hauer trieb das Gespann mit viel Erfahrung und konzentriertem Einfühlungsvermögen energisch an. Den unverwechselbaren Sound, welcher Deep Purple von anderen Rockbands unterscheidet, steuerte Organist Obang (Wolfgang) Kessel mit seiner Original Hammond A 100 und dem passenden Leslie bei. An den Drums begeistert Michael Heß mit energiegeladenem Spiel. So überzeugte sein ausgiebiges Drumsolo, das zum obligatorischen Höhepunkt jeder Black Purple Show gehört.
Bis von Passau und Hamburg waren die Fans angereist. Black Purple bewahren dabei stets ihren Spielwitz[...].
[Text und Bild: Sibylle Schreiner, MZ]
Eingetragen am Fr. 19.10.2007boy android, Nonparail und Legal Guardians
"Ein bezauberndes Publikum" beim Rockkonzert im Schlosskeller
Münchner Band "boy android" zum zweiten Mal in Wörth - "Legal Guardians" spielen neue Songs.
Mit gesenktem Kopf stimmt Tobias noch einmal seine Gitarre, auch Simon ist über seine honigbraune Akustikgitarre gebeugt. Dann tritt Pia ans Mikrophon und das Konzert beginnt. Es ist das siebte von „Legal Guardians“ und wahrscheinlich das letzte unter diesem Namen. Bis zum nächsten Auftritt will sich die fünfköpfige Band einen neuen Namen suchen. „Der alte passt einfach nicht mehr zu uns und unserem Musik-Stil“, erklärt Gitarrist Simon Festner. Seit zwei Jahren probt er zusammen mit Pia Eigenstetter (Gesang), Tobias Lisius (Gitarre), Johannes Schindler (Bass) und Raphi Birnstiel (Schlagzeug). [...]
Das Programm, das „Legal Guardians“ bei ihrem Konzert am Freitagabend im Keller des Wörther Schlosses präsentierten, bestand zum Großteil aus eigenen Songs, die Simon Festner selbst geschrieben hat. Und auch sonst haben sich „Legal Guardians“ in den vergangenen Monaten deutlich weiter entwickelt. Pias Stimme klingt immer sicherer und auch der Rest der Band fühlt sich auf der Bühne sichtlich wohler als noch am Anfang. Der Stil von „Legal Guardians“ ist instrumentaler und akustischer geworden. Sängerin Pia greift dafür bei einigen Songs selbst in die Tasten. Die 17-Jährige spielt Keyboard und hat sich ein paar Griffe auf dem Akkordeon beigebracht, was den Stücken zwar ihre rockigen Härte nimmt, ihnen dafür aber mehr Tiefe und Musikalität verleiht.
Als zweite Band an diesem Abend spielt „NonParail“ aus Passau. Bereits zum zweiten Mal geben die vier Musiker ein Konzert in Wörth. [...] Die Musik von Gunther (Gesang, Gitarre), Sascha Karajlic (Gitarre, Gesang), Johannes Staska (Bass) und Christian Stojkovic (Schlagzeug) erinnert an „Nirvana“ oder „Deftones“.
Gunthers kraftvolle Stimme, die satten Gitarrenakkorde und die fingerfertige Arbeit an Bass und Schlagzeug machen die Musik von „NonParail“ sehr druckvoll und stark, lassen aber zwischendurch immer wieder Platz für eingängige Melodien. Besonders viel Applaus bekam eine Beatbox-Einlage von Schlagzeuger Christian am Ende des Auftritts. Seit er acht ist, übt der 24-Jährige mit Mund, Stimmbändern und Zunge Rhythmen und Beats. „Allerdings gibt’s das nur zusammen mit „NonParail“ zu hören“, erklärte er lachend.
Der Name der Band wurde aus dem Französischen abgeleitet und bedeutet „einmalig“. [...]
Auch die dritte Band, die an diesem Abend auf dem Programm stand, war nicht zum ersten Mal zu Besuch in Wörth. „boy android“ kommen aus München und spielten bereits im Sommer 2006 ein Konzert im Schlosskeller. Auch wenn dieses Mal weniger Besucher da waren als beim ersten Mal, so waren doch Publikum und Band gleichermaßen voneinander begeistert. Die meisten der rund 70 Konzertbesucher tanzten vor der Bühne, einige konnten sogar ein paar Songs von „boy android“ mitsingen.
Nach dem Konzert lobte Sänger Hagen Fiedler: „Das war ein bezauberndes Publikum, die Leute sind hier nicht so übersättigt wie in München.“ Zusammen mit Manu Rother (Gitarre, Gesang), Hannes Geiselbrecht (Bass) und Benni Woche (Schlagzeug) kommt Hagen immer wieder gerne nach Wörth, [...]. Dieses Jahr spielten „boy android“ auch einige neue Songs, unter anderem ein Stück mit dem Titel „Thailand“. Das ist entstanden, als Hagen und Manu zusammen in Thailand waren. „Wir saßen so am Strand rum und dann ist uns dieses Riff eingefallen“, erzählt Manu. [...]
[Karin Janker, Donau-Post]
Foto 1,3,4: Karin Janker. Foto 2: Johann Festner
Eingetragen am Sa. 13.10.2007Bar Tunes
Die Gruppe Bar Tunes begeisterte Publikum - Tanja Raith und vier Musiker brachten am Samstagabend Blues-, Jazz- und Countrymelodien.
Der Funke von Tanja Raith und ihren vier Musikern ist schnell auf das Publikum übergesprungen. Begeistert wippten am Samstagabend im Schlosskeller die rund 50 Besucher mit ihren Beinen, swingten mit und klatschten zu den angenehmen und bekannten Melodien und Liedern von Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Antonio, Carlos Jobim, Tom Waits, Stevie Wonder, Joni Mitchel und vielen anderen. Blues-, Jazz- und Countrymelodien machten die über zwei Stunden dauernde Veranstaltung, zu der “"Kultur in Wörth" eingeladen hatte, zu einem angenehmen Samstagabend.
Eines merkte man gleich von Anfang an: Die vier Instrumentalisten und Tanja Raith (die eine Hälfte der auch von den Wirtshausliedern bekannten Raith-Schwestern) sind Musiker mit Leib und Seele. So zum Beispiel Robert Prill an der Gitarre, den Tanja Raith gleich zu Anfang des Konzertes vorstellte. Vor über zwölf Jahren habe sie ihn, der besonders die Countrymusik liebt, kennengelernt und sie seien seitdem immer wieder gemeinsam aufgetreten.
Als erstes brachte Tanja Raith, die mit vier Jahren das erste Mal vor dem Mikrofon des bayerischen Rundfunks stand und sich damals mit dem Lied “I bin a kloans Binkerl" in die Herzen der Zuhörer gesungen hatte, das Lied “Estate". [...].
Ulli Forster am Piano hatte Tanja “mit süßen 22 Jahren" kennengelernt, als dieser Sängerinnen für die “Rocky Horror Picture Show" am Stadttheater in Regensburg gesucht hatte. “Er hat einfach bei mir angerufen und gesagt ’Du passt ganz guat dazu", meinte die Sängerin bei der Vorstellung der Gruppe. Der Vollblut-Musiker war unter anderem auch schon musikalischer Leiter an dem Theater in Hof.
Swingend in die Herzen der Besucher sangen und spielten sich Tanja Raith und die “zusammengewürfelte Band" mit dem nachfolgenden, flotten Lied “Its only a papermoon", einem Song von Nat King Cole. Im weiteren Verlauf des Abends stellte die Sängerin mit der beeindruckenden und weitumfassenden Stimme Markus Weigert “Herr am Schlagzeug" vor, den sie erstmals bei einer Zugfahrt nach München getroffen hatte. [...].
Südseeflair brachte die Gruppe, bei der als vierter Instrumentalist Reinhold Grassl am Bass mitspielte, mit einem Lied des US-amerikanischen Sängers, Schauspielers und Entertainers Harry Bellafonte in den Wörther Schlosskeller. Grassl hat in der Vergangenheit am Bass bereits bei diversen Regensburger Formationen für Furore gesorgt.
Ein weiteres Lied “Es gibt Millionen von Sternen" widmete sie ihrem Vater, der sie in Kinderzeiten beim Singen mit seiner Brummstimme begleitet hatte. Sie und ihre Schwester hätten das Talent aber eigentlich mehr von der Mutter erhalten. Und auch “Jersey Girl³ von Tom Waits, der ihrer Meinung nach die schönsten Liebeslieder schreibt, begeisterte das Publikum.
Mit Blues und Jazz, bei dem die Instrumentalisten immer wieder aus dem Vollen ihres Könnens schöpften, kam das Ende der Veranstaltung näher. Um Zugaben, um die die begeisterten Besucher mit lang anhaltendem Beifall baten, kamen Tanja Raith und ihre Musiker allerdings nicht umhin. Und sie gaben diese, wie sie versicherten, gerne, denn auch sie waren von dem mitgehendem Publikum sehr angetan.
[Text und Fotos: Donau-Post, Klaus Christl]
Eingetragen am Fr. 21.09.2007liquid blue
Konzertprogramm der besonderen Art.
Fünf erfahrene Profi-Musiker präsentierten am Freitag ein Konzertprogramm der besonderen Art. „liquid blue“ widmete sich ausschließlich der Musik von „Sting and the Police“. Dabei legen sie bei ihren Arrangements Wert auf eigene Interpretation und mieden jegliche Authentizität. Sie beherrschen Pop, Punk, Jazz, Gospel, Chanson,kehren aber immer wieder gern zu den Balladen zurück. So kamen auch Liebhaber akkustisch gespielter Musik voll auf ihre Kosten.
iquid blue, das sind Klaudia Salkovic (voc, accordeon), Stefan Lang (tp, flh, perc), Bernd Meyer (pno, rhodes, akkordeon), Judith Schmid (cello) und Rüdiger Eisenhauer (git).
Die Sängerin Klaudia Salkovic eroberte in Wörth sofort mit kraftvoller wie leidenschaftlicher Stimme ihr Publikum. Alle Songs vermittelten durch ihren eindringlichen Gesang ein besonderes, gelegentlich fast laszives Flair mit natürlicher diskreter Erotik.
Das hervorragende Zusammenspiel zwischen Musikern und Sängerin bewies, dass die Künstler mit Begeisterung hinter ihrer sehr persönlichen Musik stehen. Auch in ihrer außergewöhnlichen und sehr harmonischen Instrumentenwahl bewies die Gruppe im Schlosskeller kompetent, wie Musik sichtbar gelebt werden kann.
Mit dem Text „tief in die Sahara, im Palast eine Prinzessin“ sah sich eine verzückte Zuhörerin nach ihren Worten durch die Musik atmosphärisch in eine sandige Wüste versetzt.
Egal ob „Fields of Gold“ oder „King of Pain“: Den unvergleichliche Abend mit Gänsehaut-Atmosphäre fanden die Zuhörer „total super“. Aus dem nordrhein-westfälischen Mönchengladbach kommend erklärte ein Fan, die Anreise habe sich gelohnt, Salkovic sei „sehr stimmgewaltig“.
Die Veranstaltungen von Kultur-in-Wörth im Schlosskeller sind stets aus Sicherheitsgründen von Feuerwehrleuten gut bestückt. Vier der Uniformierten sah die Leadsängerin Salkovic von der Bühne aus im Hintergrund grooven. Doch auch Stefan Lang behielt das Temperamentbündel gut im Blickfeld, schließlich läuten für die beiden am Freitag die Hochzeitsglocken, verrieten sie dem Wörther Anzeiger.
[Text und Bild 1-3 Sibylle Schreiner, MZ]
Eingetragen am So. 16.09.2007Die Hexe, die nicht böse sein konnte - AUSVERKAUFT!
Am 16./22. u. 23. September 2007
Gelungene K.i.W.-Premiere für Jugendteam der Kolping-Bühne Heitere Lektionen in der Hexen-Hochschule. Verdienter Beifall für die tolle Truppe und für die Regisseure.
Respekt Theater-Team, alle Achtung und Anerkennung. Rundum gelungen ist die Premiere der Jugendgruppe, die sich am Sonntag einen bemerkenswerten Beitrag zum Kulturprogramm der Stadt leistete und sich den Beifall des Publikums redlich verdient hat. Sicher, souverän und selbstbewusst spielte sich das Kolping-Kollektiv bei der Vorstellung der Märchenkomödie "Die Hexe, die nicht böse sein konnte" in die Herzen der kleinen und großen Zuschauer. Den unterhaltsamen Nachmittag im Schlosskeller verdanken sie vor allem Traudl und Hans Eigenstetter, die mit der Gemeinschaft lange geübt und die Regiearbeit übernommen haben.
Düstere, gespenstische Stimmung im Untergrund des Schlosses. Dezentes Kerzenlicht und eine finstere, unheimliche Waldlichtung auf der Bühne bildeten den äußeren Rahmen. In diesem beklemmenden Ambiente erteilt die strenge Chefin ihren putzmunteren Schülerinnen Unterricht in der Hexen-Hochschule. Magische Formeln sind zu üben, Gemeinheiten aller Art, Arglist und allerlei Schandtaten. Je garstiger, furchtbarer und schrecklicher, so die Lektion eins des Seminars, desto besser. Die gelehrigen “Azubis" folgten gehorsam der zankenden Lehrmeisterin, die den Nachwuchs fest im Griff hat. Zumindest fast alle. Denn die kleine Rosmarin möchte sich zwar gern anpassen, die Umsetzung der geforderten Verhaltensformen fällt ihr jedoch sehr schwer. Und das kurz vor der Leistungsprüfung, die “Seine Niedertracht" höchstpersönlich vornimmt. [...]
Wiederholter Szenenapplaus war der Lohn für die forschen und geschickten Darsteller, die ganz offensichtlich von der Erfahrung der beiden Regisseure Traudl und Hans Eigenstetter profitiert haben. Yeliz Wiesbeck, Julia Rösch, Lena Griesbeck, Magdalena Piendl, Lena und Christian Wierer, Juliane, Michael und Florian Stadler sowie Georg Walsberger haben die Erzählung der Autorin Maria Clara Machado, das kurz nach der Veröffentlichung 1955 als bestes Kinderstück ausgezeichnet wurde, lebendig und wirksam in Szene gesetzt. Diese eindrucksvolle Einheit ergänzten Elisabeth Schneider, die mit Traudl Eigenstetter für das entsprechende Erscheinungsbild der herrlichen Hexen sorgte, Irmi Bornschlegl (Souffleuse) und Alois Gmeinwieser, der mit Hans Eigenstetter für Bühne und Technik verantwortlich war. [...]
[Text und Bilder Donau-Post, Sepp Raith]
Eingetragen am Sa. 08.09.2007Unverschämte Wirtshausmusik - AUSVERKAUFT!
Pfundige Wirtshausmusik ungebremst im Schlosskeller Brillante Jodelkunst und intuitiven Bühnenwitz vereinte die "Unverschämte Wirtshausmusik" am Samstag im Schlosskeller.
Fünf Urgesteine der bayerischen Kleinkunstbühnen gaben unverschämte bayerische Wirtshauslieder, selbsterfundene Couplets und G´stanzl zum Besten: Otto Göttler und Sepp Raith, seine sauberen Rodinger Namensvetterinnen, die Raith-Schwestern Tanja und Susi samt angeheirateten Blaimer. Frech-frivol und stets authentisch war ihre Musik. Von witzig-mitreissender Spontaneität strotzte ihre intensive Bühnendarbietung. Die Truppe, die als Wandermusikanten immer auf Achse ist, steht lieber gleich zum Lotterleben als "Haberfeldtreiber" - ohne falsche Werte und Kompromisse.
Dieser Konsequenz beugte sich am Samstag auch der Wörther Feuerwehrmann Walter Blöchl, denn ohne einen walzertanzenden Feuerwehrmann drohte die Wirtshausmusik ewig weiterzuspielen. Nebenbei erfuhr das Publikum, was gelb ist und durch den Wald hüpft: der Postfrosch. Was aber ein Postfroschräuberpolizist ist, verraten die Raith´s und der musikalisch wie schauspielerisch geniale Blaimer besser selber.
Liebenswerte Improvisation rundete das Programm ab. „Lustig, leicht politisch und mit kleinen Seitenhieben soll sich das Publikum vorrangig amüsieren“ verriet Otto Göttler den eigenen Anspruch. Sepp Raith bezeichnete Tanja und Susanne Raith als die „Speis-Girls aus Roding“, weil sie viel Zeit in der Speisekammer verbrächten. Die Damen selbst betonen „aufs Maul g´falln wird woanders!“
Viele Zugaben forderte das schier unersättliche Publikum. Mit 300 Besuchern war die Vorstellung ausverkauft. „Mehr dürfen nicht rein“ erklärte Bürgermeister Anton Rothfischer. Nachmittags schon war der Schlosskeller beheizt worden, damit keiner frieren musste, berichtete Festner. Bürgermeister Rothfischer und Johann Festner sind stets bemüht, ein buntes Programm anzubieten. Die überaus hohe Publikumsakzeptanz zeigt die gelungene Umsetzung: „Ich finde diese Idee dieses KiW super: Eine ganze Reihe guter Musiker und Kabarettisten. Da kann sich mancher Veranstalter in Regensburg eine Scheibe abschneiden,“ schwärmte Hans-Jürgen Schmitz aus Bad Abbach. Zur heutigen Vorstellung meint er: „Es war ein gelungener und sehr erheiternder Abend, wobei ich die Raith-Schwestern alleine schon mal in Niedereulenbach gesehen habe. Da waren die wesentlich ordinärer und im Vergleich heute eher wie Klosterschwestern. Aber die Kombination mit den Herren Göttler und Raith war eine runde Sache. Schee wars.“ [...]
[Text und Bild Sibylle Schreiner, Wörther Anzeiger]
Eingetragen am Sa. 04.08.2007Dear Henry Bliss, Alternate Taste & Nonparail
Harte Rhythmen, tolles Songwriting und Rock der Extraklasse.
Schade, dass diesmal nur so wenig Besucher gekommen waren. Sie haben etwas versäumt!
Als erste waren Nonpareil aus Passau auf der Bühne. Eine Band, die weiß wie Hardrock klingen muss. Fantastisch auch die Einlage des Schlagzeugers als Beatboxer.
Es folgten Alternate Taste aus Schwandorf. Eine Band mit Frontfrau und gutem Songwriting.
Höhepunkt aber Dear Henry Bliss . Es war der letzte Auftritt vor der Babypause ihrer Sängerin Hannah - und er war höchst gelungen. Exzellente Musiker, eine wunderbare Stimme und wunderschöne Songs. Bei der Band passt alles.
popconection.de über Dear Henry Bliss: Bereits beim ersten Hören bemerkt man sofort die textliche und kompositorische Hochwertigkeit der Songs, die eine Eigenständigkeit in ihren Arrangements erkennen lassen. Wunderschön ausgefeilte Melodien, die von einer ausdruckstarken Stimme getragen werden und einen Wiedererkennungscharakter erhalten. [...] Neben lockeren Indie-Pop-Krachern wie Inspiration Man, Leaving me bleeding oder To Princess Marie schlagen Dear Henry Bliss auch ruhigere Töne an. The Silence of the Blanks beispielsweise ist eine schwer klingende Ballade mit Blueselementen, die an Songs von Janis Joplin erinnert. [...]
[Fotos: Donau-Post, Horst Seppenhauser]
Die Maus im Weltraum
Premiere des Stückes "Die Maus im Weltraum", das Imogen Pfarr-Otto geschrieben und mit ihrer Klasse, der 2c, einstudiert hat.
Die spielfreudigen Kinder zeigten, wie die Maus eine Rakete entdeckt, mit der sie den Weltraum bereisen möchte, um den Großen Bären zu fragen, warum es "unter den vielen Sternzeichen keine Maus gibt".
Zuerst verhelfen ihr zwei Polizisten mit einem Countdown zum Start, "weil wenn des komische Ding jetzt ned glei verschwunden is, hagelts Strafzettel".
Nacheinander besucht die Maus verschiedenen Planeten: Den Hexenplaneten, den Roboterplaneten und den Ballettplaneten. Schließlich landet sie im Schwarzen Loch, das mit einer Szene des sog. "Schwarzen Theaters" dagestellt wird. Schwarzgekleidet, in völliger Dunkelheit, lassen die Kinder selbstgebastelte fantasievolle leuchtende Puppen tanzen und wirbeln selbst als wilde leuchtende Männchen herum. Schließlich trifft die Maus tatsächlich den Schwarzen Bären, der wunschgemäß das Sternbild der Maus an den schwarzen Himmel setzt.
Auf der Rückreise zur Erde macht sie eine letzte Zwischenlandung auf dem Schweizer-Käse-Planeten. Hier tauscht sie ein Drachenbaby, das sie mit auf die Erde nehmen will, gegen allerhand brauchbare Dinge aus ihrem Koffer.
Nach Worten von Konrektorin Petra Falter ist es "unglaublich, was Frau Pfarr-Otto mit einer 2.Klasse auf die Füße zu stellen vermag" - und dies war bereits das dritte Theaterstück, das die Kinder aufgeführt haben, mit selbst gestaltetem Bühnenbild und selbst gebastelten Requisiten.
[Anke Urban]
Eingetragen am So. 22.07.2007Brass Unlimited
Entführung in die grenzenlose Welt der Blechbläser-Musik
"Brass Unlimited" nehmen ihr Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit und rund um die Welt.
Zischender Dampf, schnaubende Maschinen, das gellende
Pfeifen der Lokomotiven zerreißt die Hektik. Züge bremsen quietschend, andere
nehmen langsam wieder Fahrt auf. In das rasante Durcheinander eines
Hauptbahnhofs fühlen sich die Besucher des Konzertes am Sonntagabend im Hof des
Wörther Schlosses versetzt, als die Musiker der Formation „Brass Unlimited“ die
New Yorker Grand Central Station mitten im Schlosshof auferstehen lassen.
Das Stück „A Londoner in New York“ stammt von Jim Parker. Der Komponist, der selbst aus London stammte, beschrieb darin mit musikalischen Mitteln seine Eindrücke vom Big Apple. Die elf Musiker des Blechbläser-Ensembles schafften es unter dem abendlichen Himmel bei ihrem Konzert in Wörth die Atmosphäre einer Großstadt aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts aufleben zu lassen. Die weiteren Kompositionen Parkers, die „Brass Unlimited“ bei ihrem Auftritt präsentierten, schilderten musikalisch die Radio City Music Hall im Glanz einer Gala-Show sowie das bunte, lebensfrohe Treiben im Stadtteil Harlem.
Getreu ihrem Namen präsentierten „Brass Unlimited“ die grenzenlose Welt der Blechbläsermusiker und so gab es neben modernen Kompositionen wie der von Jim Parker auch ein Stück des Barock-Komponisten Dietrich Buxtehude zu hören. Zeit- und Ortswechsel gelang den Musikern dabei so fließend, dass es kaum auffiel, wenn man sich nach „Nessun Dorma“ aus Puccinis Oper „Turandot“ plötzlich in der Hitze Südamerikas und danach in den alten James-Bond-Filmen mit ihrem eleganten Charme wieder fand. Von Filmmusik über klassische Kompositionen bis zur Trompetenpolka reichte das Spektrum von „Brass Unlimited“, das sie mit Humor und großer Virtuosität darboten.
Auch eine Komposition eines Mitglieds des Ensembles stand auf dem Programm des Abends. Von Norbert Ziegler stammt die „Suite for Brass“, aus der vier Sätze präsentiert wurden.[...]. Ein Wiederhören mit bekannten Songs gab es dann bei einem Medley von Gershwin, dessen „Summertime“ mit seinen zarten Klängen perfekt in die abendliche Atmosphäre des Schlosshofes passte.
Die elf Musiker von „Brass Unlimited“ stammen fast alle aus der Region zwischen Regensburg und Straubing und dürfen sich zu Recht die „ostbayerische Blechbläser-Elite“ nennen. [...]
Der organisatorische Kopf der Gruppe ist Wolfgang Dersch, der neben mit Patrick Siebenborn und Peter Birnthaler an der Posaune zu hören ist. Die Bassposaune spielt Thomas Müller, der oft den musikalischen Gegenspieler von Ludwig Beck an der Tuba darstellte. Pauke beziehungsweise Schlagzeug spielt der einzige Schwabe des Ensembles Werner Borst und am Waldhorn ist Lothar Dietl zu hören.
Über die vier Trompeter hatte Stefanie Birnthaler, die Moderatorin beim Regionalsender TVA ist und die Zuhörer durch das Programm führte, einige humorvolle Worte parat. Sie würden ihre Neurosen pflegen, seien laut, zynisch und unseriös erklärte sie dem Publikum. Dass sie trotzdem gut spielen könnten, musste sie dann aber am Ende doch zugeben. Die Trompeter Siegfried Hirtreiter, Norbert Ziegler, Paul Windschüttl und Christian Höcherl seien eben ein „Archetypus“ und ihr Instrument „ein Symbol der Männlichkeit“. Als Lokalmatador stellte die Moderatorin den aus Hofdorf stammenden Trompeter Christian Höcherl vor. Höcherl ist mittlerweile Solotrompeter bei den Dresdner Philharmonikern und außerdem Dozent an der Musikhochschule Dresden.
Rund 120 Besucher lauschten den Klängen der Blechbläser im Schlosshof. Die Veranstalter der Reihe „Kultur in Wörth“ waren zufrieden, hätten sich aber gefreut, wenn es noch mehr Zuhörer gewesen wären. Die Besucher des Konzerts waren am Ende begeistert von so viel musikalischem Können. Auch Sepp Eicher, der selbst in der Wörther Gruppe „Z’Wiad“ Posaune spielt, lobte die Musiker: „Also das war schon echt klasse. Da merkt man schon, dass das Profis waren.“[...]
Mit „Mr Jums“, einem Stück von Chris Hazell, in der der Komponist seinen gemütlichen Kater beschreibt, klang der Abend schließlich aus.
[Text und Bilder: Donau-Post, Karin Janker]
Eingetragen am Sa. 07.07.2007Less Chiefs, More Indians!
Bernreuthers Indians rissen mit
Less Chiefs, More Indians!" rockten am Samstag im Wörther Schlosskeller Das Publikum tanzte in Partystimmung zur Zeitreise in die 60er Jahre.
Passend zum Kellergewölbe des Wörther Schlosses groovte am Samstag Wolfgang Bernreuther mit seiner Band „Less Chiefs, More Indians!“ Zur Indianer-Band gehören Roland Kopp (Gitarre, Gesang), Wolfgang Bernreuther (Gesang, Gitarre, Dobro), Rudi Bayer (Kontrabass) und Andy Stahl (Schlagzeug).
Die rund 90 Zuhörer ließen sich rasch begeistern. Im ersten Teil stand der Blues noch deutlich im Vordergrund mit „Cansas City“ und „Help me“. Danach rockte Bernreuther durchs verzückt tanzende Publikum mit „Baby Please Don´t Go“. Auch Roland Kopp verließ zeitweise die Bühne, um zwischen den begeisterten Gästen seine E-Gitarre brillant jubeln zu lassen. Der Nürnberger Kulturpreisträger musiziert seit jeher alles aus dem Gedächtnis. Noten habe er nie gelernt, verriet er. [...]
Den Kontakt zum Publikum hatten die Musiker gesucht und spätestens mit „Wild Thing“ endgültig gefunden. Die Gäste wurden gern mitgerissen auf die Zeitreise zurück in den Blues-Rock der 60er Jahre.
Die Formation hat ein Repertoire von etwa 120 Musikstücken, aus dem sie spontan schöpfte. Eine „Songlist“ gab es nicht.
Diese gelebte Freude an der Musik uferte in einer Session der Musiker. Ein Feuerwerk an Soli resultierte, für Publikumsapplaus zwischen einzelnen Songs blieb kaum Zeit. Weder der kurze Stromausfall auf der Bühne noch die gerissene Saite von Bernreuthers Gitarre konnte dem Enthusiasmus der Musiker Einhalt gebieten. Das perfekte Zusammenspiel der vier Interpreten schöpfte aus professioneller Improvisation und musikalischer Intuition.[...]
Text und Bilder: Wörther Anzeiger, Sibylle Schreiner
Eingetragen am Fr. 15.06.2007Rockomotive Breath begeisterte mit Rock und Soul
Musik wie bei der Einfahrt einer mächtigen Dampflok in den Bahnhof.
Am Freitagabend gab die bekannte Regensburger Formation Rockomotive Breath in den historischen Gewölben im Wörther Schlosskeller ein Gastspiel. Ihren Slogan, Musik zu machen, die wie das mächtige Pulsen bei der Einfahrt einer gigantischen Dampflok in den Bahnhof klingt, sollten die "Fahrgäste" auch empfinden. Sie kam beim begeisterten jungen Publikum voll an. Individuelle Interpretationen von bekannten Rock- und Soulkklassikern sind die Leidenschaft dieser sechsköpfigen Regensburger Formation.. Die Vielseitigkeit der Musiker Toni Multrus, Matthias Seidl, Robert Bartoli, Nade Multrus, Stefan Goss und Ed Kuhn ließ bei den Fans keine Langeweile aufkommen. Die "Live-Abtanz-Party zum Mitmachen für alle Altersgruppen", von Bandleader Toni Multrus versprochen, konnte trotz aller Begeisterung dagegen nicht so recht umgesetzt werden. Die brillante Mischung der Musik von Songs bekannter internationaler Stars war für die Fans dieser Musikrichtung ein unvergesslicher Abend und für den Veranstalter "Kultur in Wörth" eine Bereicherung.
[Donau-Post; Horst Seppenhauser]
Eingetragen am Sa. 02.06.2007Ausstellung Verena Birgit Vanthana Eger: meditative Malerei
Ausstellung vom 02. Juni 2007 bis zum 01. Juli 2007, jeweils Samstag und Sonntag von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
Sanfte Stimmungsbilder in der Schlossgalerie
Ansprechende Ausstellung mit meditativen Motiven auf Seide von VerenaVanthana Eger
Weniger ist manchmal wirklich mehr. Die zehn Werke von Verena Birgit Vanthana Eger aus Hallbergmoos machen schon Eindruck. Sie wirken durch ihre kräftigen, intensiven und leuchtenden Farben, sie sprechen an durch ihre starke Intensität. Diese kleine Auswahl aus ihrer Sammlung reicht für eine sehenswerte Ausstellung im Rahmen der Programmreihe "Kultur in Wörth" (K.i.W.), die Bürgermeister Anton Rothfischer am Freitag in der Schlossgalerie eröffnete. [...]
“Stormy waters" (Stürmische See) und "Big Spiral" (Große Spirale) oder auch “break through" nennt die bald 40-jährige Künstlerin ihre Ergebnisse, die in der Tat als Durchbruch empfunden werden können. Die Exponate sind eine Empfehlung, die Außenwelt einen Augenblick auszublenden und zur Besinnung zu kommen, ein Angebot zur inneren Einkehr, sich zurückzuziehen und nachzudenken. Auf die spirituelle und meditative Dimension, die das verbindende Element der Kompositionen sind, kommt es Verena Eger schon an.
In quadratischen Gebilden, weiten Kreisen und den wellenförmigen Darstellungen verdeutlicht sie sich selbst, ihr Wesen, ihre Grundsätze, ihre Überzeugungen. Und sie lässt Raum für individuelle Interpretationen, für Fantasie und ganz persönliche Ansichten, für eigene Eindrücke und Empfindungen.
Stimmungsbilder und die Vernissage erfuhren durch die Kurzgeschichte von der Freiheit, die Verena Eger vortrug, und auch durch die musikalischen Beiträge eine angenehme und sinnvolle Ergänzung. Das Duo “Folclassika", das erst im Mai beim großen Musikfest der Stadt zu gefallen wusste, begleitete diese Begegnung. Angela Bauer aus Wiesenfelden (Gitarre) und Marion Weickl (Querflöte) verstehen sich auf dezente Töne und harmonische Melodien. [...]
[Donau-Post, Sepp Raith]
Die Künstlerin über sich:
[...] dort fing ich auch erstmals an, meine tiefen empfindungen auf
abstrakte und freie schöpferische weise umzusetzen: sehr farbig,
spielerisch, von innen heraus, und auf seide.
kein anderes material interessiert mich mehr, als dieser einzigartige
stoff. kaum ein anderer stoff besitzt diese kostbare ausstrahlung von
leichtigkeit und edler eleganz; mit keinem anderen werkstoff kann ich
diese wechselbeziehung eingehen, denn mit seide zu arbeiten, ist ein
erlebnis, auf welches man sich einlassen können muss. seide arbeitet,
wie es ihr gefällt. manche kreationen entstehen, weil ich es ihnen
gestatte. andernfalls verwende ich begrenzungsmaterial, gutta, und
arbeite gezielt.
mandalas, energiebilder, emotional-abstraktes und ab und an grafisches
sind die ergebnisse meines schaffens. insgesamt male ich aus reiner
intuition, gelegentlich verwende ich allgemein gültige symbole wie das
om, das ankh-kreuz und dergleichen. auch planeten und sternzeichen
werden manchmal eingearbeitet. immer jedoch male ich aus lust am spiel
von form und farbe, autodidaktisch und ohne besondere hilfsmittel.[...]
Fotos 1 u. 2: Sonja Heitzer, MZ; Foto 3: privat
Eingetragen am Fr. 18.05.2007RAAB-Streichquartett aus Györ - AUSVERKAUFT!
Atmosphärischer Konzertabend mit viel Gefühl für die Musik
RAAB-Streichquartett aus Ungarn zu Gast in Wörth - Claudia Meinhart als Solistin auf der Querflöte und Josef Laszlo an der Klarinette.
Ehrwürdige Klänge brachte das RAAB- Streichquartett am Freitagabend in die Gemäuer des Wörther Schlosses. Umgeben von den Gemälden und Stuckaturen des Rondellzimmers präsentierten die ungarischen Musiker Werke von Meistern des 18. und 19. Jahrhunderts im passenden Ambiente. Als Gast-Solisten traten Josef Laszlo an der Klarinette und Claudia Meinhart an der Querflöte auf.
In der ungarischen Stadt Györ, der Heimat des RAAB-Streichquartetts, sind die vier Musiker Stimmführer und Solisten im Philharmonischen Orchester. Außerdem ist das Quartett regelmäßig im Wiener Mozart-Haus sowie im ungarischen Fernsehen zu sehen. Im vergangenen Jahr waren
die vier Musiker schon einmal zu Gast im Wörther Schloss. Nach rund sechs Stunden Fahrt kamen Zsuzsa Nagy (Violine), Judit Pongracz (Violine), Gusztav Nemeth (Viola) und Magdalena Njori (Violoncello) am Freitag nun zum zweiten Mal nach Wörth. Im ausverkauften Rondellzimmer lauschten dieses Mal rund 60 Besucher den Klängen, die die Profi-Musiker ihren Saiten entlockten.
Als Moderatorin führte Claudia Meinhart durch den Abend. Doch die Wörtherin, die seit ihrer Kindheit mit Begeisterung Musik macht, griff auch selbst zum Instrument. Beim Flötenquintett von Luigi Boccherini, das aus dem Jahr 1773 stammt, spielte Meinhart die Querflöte, die mit ihrem graziösen Klang wunderbar mit den Streichern harmonierte. Boccherini, der als Erfinder des Streichquintetts gelten könne, habe gerne die fünfte Stimme durch eine Flöte ersetzt, wie Meinhart erklärte.
Die nächste Komposition, die an diesem Abend auf dem Programm stand, stammte von Joseph Haydn und war 1793 in Wien entstanden. Das „Reiterquartett“ trägt seinen Namen zu recht und so hüpften die Bögen der ungarischen Musiker über den Instrumenten. Ein Bogenhaar, das beim übermütigen Allegro gerissen war, wehte lustig im folgenden Melodieverlauf mit. Nach den heiteren Tönen folgte das Largo und die Streicher schwelgten mit langen Bogenstrichen in weihevollen Klängen, während die abendliche Sonne Musiker und Instrumente in goldenes Licht taucht. Die Atmosphäre im Rondellzimmer scheint wie geschaffen für ein Konzert wie dieses.
[...]
Der zweite Gast-Solist des Abends gesellte sich beim folgenden Programm-Abschnitt zu den ungarischen Musikern auf die Bühne. Josef Laszlo präsentierte zusammen mit ihnen ein Klarinettenquintett von Carl Maria von Weber. In diesem Stück nimmt die Klarinette eine deutliche Solo-Position ein, die Streicher treten größtenteils in den Hintergrund. Hin und wieder allerdings begehrt die erste Geige auf und ein kleiner Wettstreit zwischen ihr und der Klarinette beginnt. Laszlo, der an der Universität Regensburg und mehreren Musikschulen Klarinette unterrichtet, meisterte dieses anspruchsvolle Stück mit erfahrener Souveränität. Als Zugabe präsentierten er und das Streicherquartett schließlich einen weiteren musikalischen Höhepunkt: Der fünfte ungarische Tanz von Johannes Brahms bildete den temperamentvollen Abschluss des Konzertabends.
[Donau-Post, Karin Janker]
Eingetragen am So. 13.05.2007Eine kleine Stadt musiziert
Bei strahlendem Sonnenschein ging am Muttertagssonntag zum ersten Mal die Kulturveranstaltung „Ein kleine Stadt musiziert“ in Wörth über die Bühne. Gruppen verschiedenster Musikrichtungen gaben ihre Stücke zum Besten und verwandelten das Wörther Schloss in ein einziges Konzertareal.
Mit einem Gottesdienst in der Schlosskirche St. Martin wurde „Eine kleine Stadt musiziert“ eingeläutet. Stadtpfarrer Manfred Hanglberger betonte die wichtige Rolle der Musik in der Kirche: „Die verschiedenen Stimmen fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen“, so der Geistliche. Der Kirchenchor übernahm die musikalische Gestaltung der Messfeier und markierte so den Startschuss für die Festlichkeiten.
Bürgermeister Anton Rothfischer präsentierte sich sichtlich stolz: „Unsere Musikgruppen werden 12 bis 13 Stunden lang für Unterhaltung sorgen“, versprach das Stadtoberhaupt. Tatsächlich gaben sich Sänger, Blasmusikanten, Geschichtenerzähler und Rockmusiker die Klinke in die Hand und sorgten von 10 bis nach 22 Uhr für Stimmung. Original bayerische Blasmusik boten die Musikfreunde, die Jungbläser und das Quartett „Z’Wiad“. Der Kirchenchor, der Hofdorfer St. Michaelschor, der Sängerverein und der Kinder- und Jugendsingkreis bildeten einen Kern der Veranstaltung. Auch die lokale Musikschule wartete mit einigen Gruppierungen auf: Die Gitarrenensembles, das Quartett „Folclassika“ und eine Latin Jazz Formation gestalteten das Wörther Musikfest mit. Landrat Herbert Mirbeth dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. „Ich wünsche ihnen viele Besucher, denn das ist das höchste Geschenk fürs Ehrenamt“, so der Landrat. Herbert Mirbeth ließ es sich nicht nehmen, als Dirigent der Musikfreunde das Fest zu eröffnen. Auch kam der Landkreisvorsteher nicht mit leeren Händen: Über einen finanziellen Beitrag, der sich auf rund 1000 Euro belaufen wird, kann sich die Stadt freuen.[...]
Ein besonderes Schmankerl stellte der CD – Verkauf von Schnagl dar. Der Wörther hat mehrere örtliche Musikformationen auf einer Platte vereint, die zum Preis von fünf Euro im Schlosshof angeboten wurde.
Abgerundet wurde das bunte musikalische Programm im Schlosshof, in der Galerie, im Rondellzimmer, im Schlosskeller und nicht zuletzt im traumhaft schönen Aumeier-Garten von Kunstausstellungen. Renate Fuchs stellte Gemälde aus ihren Malgruppen aus, Helmut Ohlschmid präsentierte selbst angefertigte Skulpturen.
Jung und Alt konnten im Wörther Schloss ansprechendes Programm entdecken, der zahlreiche Besuch belohnte das gelungene Konzept der Veranstalter. Landrat Herbert Mirbeth sprach wohl für viele als er betonte: „Da sieht man wieder, was man am Land alles auf die Beine stellen kann. Auf so eine Veranstaltung können die Städter nur neidisch sein“.
[Text Wörther Anzeiger, Sonja Heitzer; Bilder Donau-Post, Sepp Raith]
Eingetragen am Fr. 27.04.2007Bernreuther/Bender im Rondellzimmer - AUSVERKAUFT!
Hommage an Blues, Country und Rock ´n Roll
Stimmungsvolle Schloss-Serenade mit dem Duo Wolfgang Bernreuther und Mark Bender.
Zurücklehnen und zuhören, entspannen und genießen. Das Repertoire der beiden Oberpfälzer Musiker Wolfgang Bernreuther und Mark Bender schafft eine höchst angenehme Atmosphäre und harmonische Stimmung. [...]
"Cool down" empfiehlt Wolfgang Bernreuther dem Auditorium beim Konzert am Freitag im Rondellzimmer des Schlosses gleich bei der Ouvertüre, "take time and listen to your heart." Einfach die Seele baumeln lassen, ganz ruhig und sachte. Nimm dir Zeit und hör´ auf dein Herz.
Vorstellen müssen sich die Gäste schon nicht mehr. Nach wiederholten Beiträgen zum Programm "K.i.W." (Kultur in Wörth) haben sich die beiden Neumarkter längst eine Sonderstellung verdient. "Herzlich willkommen zu Hause in Wörth", begrüßt sie Bürgermeister Anton Rothfischer. Wolfgang Bernreuther fühlt sich in der Tat schon "fast wia dahoam." Dieser besondere Bezug kommt auch zum Ausdruck. Auf dem Cover der neuen CD “Brothers and Friends", die am 17. Mai in München offiziell vorgestellt wird, befinden sich Momentaufnahmen von Auftritten im Schlosskeller.
[...] Auf Anhieb entwickelt sich eine Nähe zwischen dem Publikum und den Hauptpersonen, die seit Jahren auf einer Wellenlänge mit den großen Komponisten Amerikas liegen. Sie schätzen den berührenden Blues nach dem Strickmuster eines Muddy Waters oder Screaming Jay Hawkins; sie loben die ergreifenden “Country"-Klassiker, die unaufdringlichen, sympathischen, sanften und doch so intensiv wirkenden Melodien, die das Gemüt ansprechen, die ins Ohr und zu Herzen gehen. Mit Gitarre, Dobro und Kazoo erweist das Duo Don Williams (Til der rivers all run dry) die Ehre, auch Merle Haggard (Today I startet loving you again), Randy Travis, einem Vertreter der neuen Generation, und nicht zuletzt dem unvergesslichen Helden Johnny Cash (Folsom prison blues). [...]
Nicht minder eindrucksvoll sind aber die Eigenkompositionen, die Texte und Töne, die aus ihrer eigenen Feder stammen. Wolfgang Bernreuther stimmt bei der Schloss-Serenade wieder seine Hommage auf den "Ol´ Man River" Mississippi an und bestätigt “Wild Wild West in my heart". Der Wilde Westen ist für den 45-jährigen Oberpfälzer eben nach wie vor eine Herzensangelegenheit.
Eine lyrische, sehr emotionale Note haben die dezenten Lieder von Mark Bender, der sich sehr stark an der “Country"-Linie orientiert. Die Ballade vom “Regenmann" ist dafür ein Beispiel und “Ein Haus am Meer", das er sich so sehr wünscht. Diese Sehnsucht nach den rauschenden Wellen, nach der Glut der Sonne, rotem Wein und ein ganz spezielles Lebensgefühl teilt wohl jeder.
[Sepp Raith, Donau-Post]
Bilder: Bild 1/3 Sibylle Schreiner, Mittelbayerische Zeitung; Bild 2 Sepp Raith, Donau-Post
Eingetragen am Fr. 09.03.2007Voice & Strings im Rondellzimmer - AUSVERKAUFT!
Gitarristischer Klangzauber traf souligen Gesang
Nur eine Stimme und eine Gitarre - und doch soviel mehr, nämlich musikalische Perfektion mit menschlichem Esprit spielerisch kombiniert bot "Voice & Strings"!
Den 70 Zuhörern im Wörther Rondellzimmer wurde schon bei den ersten Takten „Blue Moon“ der Reiz des Außergewöhnlichen vermittelt. Das Ausnahme-Duo Steffi Denk und Hans „Yankee“ Meier bot einfühlsamen Jazz und Soul.
Denk spielte dabei gern mit ihrer nuancenreichen Stimme, sie improvisierte damit verschiedene Dialekte ebenso gekonnt wie ihre stimmliche Trompete. Leicht und mühelos floss ihre Singstimme ohne Bruch von weichen Tönen zum grouvigsten Soul – vom Hauchen zum Kreischen. „Eine große Kunst ist das, wenn man das so einfach wirken lässt,“ meinte eine begeisterte Wörther Zuhörerin. Sie kannte die Künstlerin vom Gesangsunterricht, den Denk erteilt.
Hans „Yankee“ Meier bewies als Regensburger Jazz-Größe die stilistische Breite seines musikalischen Schaffens als Gitarrist, Komponist und Arrangeur. Seine innigen Gitarrensoli verursachten nicht enden wollenden Applaus.
Das Publikum fand sich rasch eingebunden in den gebotenen augenzwinkernden Spielwitz. Mitschnippen und –klatschen verstand sich von selbst. Die Künstler würzten die musikalische Darbietung mit wohldosierter Selbstironie und Humor. Dafür durften sie das edle Rondellzimmer auch erst nach zahlreichen Zugaben verlassen.
Schon im Vorverkauf war mit 65 verkauften Karten das Konzert Rondellzimmer praktisch ausverkauft. Dennoch brachten die Organisatoren von „Kultur in Wörth“ auch die Gäste der Abendkasse noch unter mit zusätzlich geschaffenen Sitzplätzen. Bürgermeister Anton Rothfischer freute sich über die „rappelvolle“ Veranstaltung und das gelungene Konzert. [...]
Text u. Fotos Wörther Anzeiger, Sibylle Schreiner
Eingetragen am So. 25.02.2007Encuentro - AUSVERKAUFT!
Zwei beruhigende und abwechslungsreiche Stunden ...
Zwei beruhigende und abwechslungsreiche Stunden erlebten die über 60 Besucher des Konzertes am Sonntagabend im Rondellzimmer des Schlosses in Wörth. Dazu hatte wiederum “Kultur in Wörth" eingeladen. Dieses Mal trat die Gruppe "“Encuentro" auf. Angelika Achter (Sopran), Irmgard Gassenhuber (Querflöte) und Jürgen Faderl (Gitarre) brachten Musik aus Spanien und Südamerika. Die Zuhörer konnten dabei die Vielfalt dieser äußerst lebendigen Musik wie die Melancholie eines Tangos und die Vitalität einer Chandombe - erleben und belohnten die Darbietungen immer wieder mit viel Applaus.
Selbstverständlich, dass die drei Künstler natürlich auch eine Zugabe brachten. Ein Wiesenter Bürger und Wörther Geschäftsmann brachte es im Gspräch mit der Donau-Post auf einen Nenner. “Warum soll ich denn ins Theater nach Regensburg fahren, wenn hier in Wörth so ausgezeichnete Vorstellungen gegeben werden." [...]
[Text/Foto: Donau-Post, Klaus Christl]
Eingetragen am Di. 06.02.2007Don Kosaken Chor in der Pfarrkirche
Würdige Botschafter der russischen Kultur -Stehender Beifall für feinen Vortrag - Musikalischer Brückenschlag zum Volk im Osten.
Ihr Gesang beeindruckt immer wieder. Die tiefe Spiritualität, die spürbare Emotionalität und der eigenwillige Charakter machen jeden Vortrag der Don Kosaken zu einem besonderen Erlebnis. Diese Volkslieder sind gewissermaßen der Schlüssel zu einer anderen, zu einer weitgehend fremden Welt. [...]
Maxim Kowalew und sein Ensemble haben sich beim Konzert am Dienstag in der Pfarrkirche als vortreffliche Künstler erwiesen und vor allem als würdige Botschafter der östlichen Kultur. Alle Melodien, bei denen die sanften, weichen und dezenten Töne mit kräftigen Rhythmen und der geballten Energie des stimmgewaltigen Temperaments eine faszinierende Einheit bilden, scheinen das gesamte Spektrum der Empfindungen, des Seelen- und Gemütszustandes zu erfassen und abzudecken. Die Kompositionen, die ins Ohr gehen, bieten der Wehmut, dem Kummer und Schmerz breiten Raum, sie berichten von Momenten des ungetrübten Glücks, von ungezwungener, geradezu überschwänglicher Freude, sie erzählen von frohen, heiteren Festen, von ihren Sehnsüchten und Träumen. Gemeinsam ist dem gesamten Repertoire das Gotteslob, das aufrichtige, unerschütterliche Bekenntnis zu den religiösen Grundsätzen und Lehren der russisch-orthodoxen Kirche, zu den Wurzeln ihrer Existenz und zur Schöpfung. Sie wollen “singend beten und betend singen."
Diesen engen Bezug bekräftigte der Chor in Beiträgen wie “Vater unser" von Tschaikowsky, auch beim wunderbaren “Ave Maria" von Bach, der Zarenhymne oder der Hochachtung vor “Mutter Wolga". Die Weisen sind zudem Appell und Mahnung: “Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen...!"
Tradition, Brauchtum und Werte sind das Schwerpunktthema der Don Kosaken. Die Melancholie, die in Werken wie “Marusja" und der “Ballade von Stenka Rasin" ein unverkennbares Merkmal ist, bezieht sich nicht zuletzt auf das traurige Schicksal ihres freiheitsliebenden, stolzen und selbstbewussten Volkes, das im 16. Jahrhundert an Don und Dnjepr Königreiche gebildet und ihre Rechte gegenüber dem russischen Staatswesen entschlossen verteidigt hatte. [...]
Das Gastspiel der sieben Herren in der schwarzen Tracht zeichnete sich beileibe nicht nur durch seinen hohen Unterhaltungswert aus, diese Meister haben in den 90 Minuten vor allem eine musikalische Brücke zu den Menschen im Osten geschlagen. Stehender Beifall war das verdiente Lob für eine bemerkenswerte Vorstellung [...]
[Text Donau-Post, Sepp Raith; Bilder Donau-Post, Sepp Raith und MZ Sibylle Schreiner]
Eingetragen am So. 21.01.2007Der Matrose und die Prinzessin - AUSVERKAUFT!
Elfen, Trolle und Grieg-Musik
Tania Schnagl und Angelika Plötz präsentieren im restlos ausverkauften Rondellzimmer ein Puppenkonzert mit der Klaviermusik von Edvard Grieg.
Mit einer Aktion für die jüngeren Stadtbewohner wartete das Wörther Kulturprogramm am Wochenende auf. Die Schwestern Tanja Schnagl und Angelika Plötz begeisterten mit ihrem Puppentheater, umrahmt von Klaviermusik des Komponisten Edvard Grieg, allerdings auch Eltern und Großeltern für sich. Sie erzählten die Geschichte des Matrosen Willi, den die Suche nach einer entführten Prinzessin zurück auf die richtige Bahn bringt.
Bürgermeister Anton Rothfischer zeigte sich erfreut über die sehr große Besucherzahl, „besonders weil dieses Mal viele Kinder darunter sind“, betonte das Stadtoberhaupt. Die zahlreich erschienenen jungen Besucher wurden spielerisch an die norwegische Fabelwelt mit ihren Prinzessinnen, Trollen und Kobolden herangeführt.
Angelika Plötz am Piano und Tanja Schnagl als „Regisseurin“ des Puppentheaters berichteten vom Aufeinandertreffen der neunjährigen Klavierschülerin Pauline mit Edvard Grieg. So erfuhren die Zuschauer von einigen wichtigen Lebensstationen des Norwegers, die altersgerecht aufbereitet an die Kinder herangetragen wurden. Auch von der geographischen Lage Norwegens sowie von den Wichteln und Sagengestalten des nordischen Landes erfuhren sie. Eingebettet in diesen Rahmen wurde die Geschichte des Schiffsjungen Willi erzählt, den der Alkohol vom richtigen Weg abgebracht hatte. Als ihm aber im Traum eine wunderschöne aber traurig dreinschauende Frau erschien, nahm sein Leben eine glückliche Wende und er machte sich auf, die Dame zu suchen. Im Zuge der Nachforschungen schließlich begegnen im Trolle und Elfen. „Wenn du nur wüsstest was bei den Menschen alles schief geht, nur weil sie keine Geduld haben!“, gab ihm einer mit auf den Weg. Nach bestandenen Prüfungen und erfolgreichen Überwinden mehrerer Hindernisse findet Willi seine Prinzessin Carolin und heiratet sie.
Die Geschichte begleiteten 14 Klavierstücke von Edvard Grieg. Die Bewegung der Puppen fügten sich fein abgestimmt in die liebevoll ausgewählten, träumerischen Melodien ein und verbanden sich zu einer gelungenen Kombination aus Hören und Sehen. Die aus Kasperltheatern Motive der „guten“ und „bösen“ Charaktere erschienen durch die Anlehnung an die norwegische Märchenwelt interessant neu verpackt und erreichten dennoch problemlos die Gefühls- und Verständnisebene der Kinder.
Besonders die herausragenden Fähigkeiten der Protagonistinnen als Pianistin und als Erzählerin verbunden mit dem Talent eine adäquate und gelungene Mischung zusammenzustellen machten Qualität und Unterhaltungswert des Puppentheaters aus.[...]
[Text und Bild: Wörther Anzeiger, Sonja Heitzer]
Eingetragen am Sa. 06.01.2007Die Gute Alte Zeit
Romantische Melodien und heitere Gedichte
Unterhaltsame Kombination von Musik und Literatur - Kaleidoskop von Elmar Holzner
Qualitäten als Entertainer können ihm nicht abgesprochen werden. Elmar Holzner hat die Eloquenz, die Bildung, das Geschick und die Fähigkeit, ein Publikum zu fesseln, gut zu unterhalten und keine Sekunde zu langweilen. Mühelos schlägt der Dirigent des Sängervereins bei der Premiere des Kulturprogramms 2007 am Samstag im Rondellzimmer des Schlosses den Bogen von der leichten, heiteren Literatur mit treffenden Spiegelbildern des Lebens zu den Harmonien der musikalischen Kunststücke, die einst den Zeitraum der "goldenen zwanziger Jahre" ausgezeichnet haben. [...]
Einen "Künstler aus Wörth" kündigt Bürgermeister Anton Rothfischer an, einen leidenschaftlichen Musiker, der mit dem Sängerverein schon manchen Akzent im Veranstaltungsangebot der Stadt gesetzt hat. Die Konzerte und sein Solo-Vortrag haben ein gemeinsames Interesse und Anliegen. Eine kleine Freude solle sich den Zuhörern bereiten. "Nicht mehr", wie Elmar Holzner bemerkt, "aber auch nicht weniger."
Darauf versteht er sich allemal. Dem belesenen Berufsberater bei der Arbeitsagentur Landshut, gerade 59 geworden, sind die Meisterwerke bedeutender Autoren, der Witz und Charme geistreicher Kabarettisten und die Kultur romantischer Kompositionen, die längst zu Evergreens geworden sind, sehr nahe und vertraut. [...]
Sein Kaleidoskop mit "ergötzlichen Beiträgen aus der guten alten Zeit" bestätigt den engen Bezug zu Dichtern und einer Dichtung, die nicht permanent ernster Natur ist, sondern Lebensweisheiten und Wahrheiten in heiteren Reimen mitteilt. Er schätzt und achtet die sanften Lieder und angenehmen Klänge, die Jahrzehnte wohlbehalten überstanden haben, die im Ohr sind und immer wieder gern gehört werden. Elmar Holzner erweist mit seinen einfühlsamen Interpretationen am Piano Hans Weiner-Dillmann die Referenz (“S´ist nicht s´erste mal"), auch Robert Stolz, dem die Welt unvergessliche Operetten verdankt, und Fritz Kreisler, jenem österreichischen Geigen-Virtuosen, der unter anderem eine Erkenntnis wunderbar vertont hat: "Die Liebe kommt, die Liebe geht... !"
Im Rahmen des publizistischen Repertoires lässt er Franz Bekamel zu Wort kommen, der in dem Stück “Die Verlobung" über den besonderen Moment der persönlichen Bindung berichtet, er zitiert die Lehren des Humoristen Heinz Erhardt und bekräftigt die Empfehlungen des Berliners Otto Reutter an die Frauen: "Nehmen´S an Alten". [...]
Der Walzer, den Stefan Translateur einst den "Ballgeistern" gewidmet hat, beschließt schließlich einen vergnüglichen und gemütlichen Abend mit Atmosphäre und Stil. Der Beifall versichert Elmar Holzner, dass er sein Ziel erreicht hat, dass es ihm gelungen ist, den Besuchern eine kleine Freude zu bereiten.
[Text und Bild: Donau-Post, Sepp Raith]