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Aktuelle Veranstaltungen
Aktuelles 2008
Eingetragen am Fr. 26.12.2008WIR SIND AUSGEZEICHNET!
Die Stadt Wörth wurde am Freitag Abend für das kulturelle Angebot der 2005 ins Leben gerufene Initiative "Kultur in Wörth" ausgezeichnet. Damit ist die Stadt einer der Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen".
Mit einer großen Galaveranstaltung wurden zahlreiche Besucher auf Schloss Wörth gelockt und sie alle erlebten einen Abend voller Spektakel und Humor. Schon zu Beginn dieser von ehrenamtlichen Helfern organisierten [...] „ganz besonderen Veranstaltung", wie Bürgermeister Anton Rothfischer betonte, staunten die Gäste nicht schlecht, als sie von etlichen Stadträten mit brennenden Fackeln am Schlossaufgang begrüßt wurden. Das ganze Schloss war festlich beleuchtet und wurde zu Beginn von den Musikfreunden Wörth, der Gruppe „Zwiad“, Andrea Dietlmeier, sowie einem Ensemble der Musikschule musikalisch glänzend umrahmt.
Viele Besucher strömten vor allem auch wegen der faszinierenden Feuershow der Gruppe Le Gambelunghe auf das Schloss. Die junge Gruppe, welche aus Studenten der Universität Regensburg besteht, zeigte ein beeindruckendes Schauspiel mit ihren Fackeln und machten so den Schlosshof zur Bühne.
Der beheizte Schlosskeller war anschließend ein gemütlicher Ort zum Aufwärmen, was zusätzlich mit kostenlosen Glühwein unterstützt wurde. Bürgermeister Rothfischer durfte zudem zahlreiche Gäste aus der Politik, sowie einige Wörther Ehrengäste begrüßen. Großen Dank für das aufwendige Engagement sprach Rothfischer allen ehrenamtlichen Helfern aus und hob speziell Johann Festner mit dessen Ehefrau Monika heraus. „Seit 2005 läuft das Projekt „Kultur in Wörth“ mit sehr viel Erfolg und auch in Zukunft werden die Bürger auf ein ausgiebiges kulturelles Angebot zurückgreifen können. Und wir sind sehr stolz auf den Preis, der der Gemeinschaft gehört“, so Rothfischer.
Auch Johann Festner, der mit einer kurzen Präsentation die vergangen drei Jahre mit ihren Konzerten, Ausstellungen und Theateraufführungen Revue passieren ließ, betonte, dass diese Auszeichnung etwas ganz besonderes sei. „Wir sind ausgezeichnet“, so Festner mit einem breitem Lachen im Gesicht. „Auch 2009 wird unsere Initiative „Kultur in Wörth“ fortgesetzt“, erklärte Festner nochmals.
Den Pokal und die von Bundespräsidenten Horst Köhler unterzeichnete Urkunde nahm Bürgermeister Anton Rothfischer im voll gefüllten Schlosskeller mit sichtlich viel Stolz und Freude von Uli Quaas, Projektmanager der Marketing für Deutschland GmbH, entgegen. Rund 1500 Orte hatten sich mit ihren Ideen an dem Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ beteiligt, den die Standortinitiative „Deutschland-Land der Ideen“ [...] seit nunmehr drei Jahren unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler ausschreibt.
Auch der anwesende Bezirkstagspräsident Franz Löffler stellte heraus, dass Wörth diese Auszeichnung sehr verdient habe. „Kultur in Wörth rückt heute in den Mittelpunkt Deutschlands. Ihr Wörther habt Kultur zu etwas Lebendigem gemacht, was die Menschen wahrlich brauchen“, so Löffler. Auch der stellvertretende Landrat Erich Dollinger lobte das Projekt „Kultur in Wörth“ und erläuterte, dass Wörth ein Ort mit Strahlkraft sei und das dies sehr beeindrucke.
Musikalisch wurden die Gäste während der Preisübergabe und den oftmals humorvollen Reden immer wieder von Eva Herrmann am Klavier und Ursula Kirchhof an der Querflöte begeistert.
Zu einer kostenlosen Stärkung bei Würsteln und Getränken lud Rothfischer die [...] Besucher ebenso ein, wie zu dem abschließenden Konzert der Veranstaltung. Rudi Bayer und Wolfgang Bernreuther von United Blues Experience waren die erste Gruppe, die im Rahmen von „Kultur in Wörth“ im Schloss auftrat und so gaben sie, ergänzt um Beata Kossowska, mit ihrem Auftritt dem Abend noch ein zusätzliches Extra.
Text: Christoph Hollender, Mittelbayerische Zeitung; Bilder Björn Miener]
Eingetragen am So. 14.12.2008Weihnachtskonzert der Musikschule
Einen festlichen Jahresausklang feierte die Wörther Musikschule mit ihrem Weihnachtskonzert in der Schlosskirche. Das Lehrerkollegium um Schulleiterin Birgit Eberl hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und wurde für ihr großes Engagement reichlich belohnt: Die Kirche St. Martin war mehr als nur voll besetzt.
Den äußerst zahlreich erschienenen Zuhörern wurde Musik auf den verschiedensten Instrumenten präsentiert, als besonderer Höhepunkt kam der neu gegründete Kinderchor der Einrichtung zu seinem ersten Auftritt. Mit dem Lied „Großer Stern, was nun?“, einem Singspiel von Peter Schindler, wurde das Konzert am Abend des 3. Adventssonntag eingeleitet. Elisabeth Keil zeichnete sich mit ihrer glockenhellen Stimme dabei als Solistin besonders aus.
Über den akustischen Genuss hinaus bot der junge Chor auch etwas fürs Auge: Die kleinen Sängerinnen und Sänger standen in Engelskostümen auf der Bühne. Unterstützt wurde die Singstimmen von der Blockflötengruppe und dem Blechbläserensemble – kurzum ein äußerst schönes Beispiel, wie gruppenübergreifendes Zusammenspiel in der Musikschule funktioniert.
Zum festen Bestand der Wörther Einrichtung gehört inzwischen die Volksmusikgruppe der Erwachsenen. Auf Gitarre, Hackbrett und Zither spielten sie besinnliche Heimatmusik.
Über die Ensembles hinaus wurde auch in kleineren Formationen musiziert. Duos, bestehend aus Katharina Schmid und Sophia Härtl (Akkordeon), Christina Dietlmeier und Matthias Janker (Saxophon) sowie den Geschwistern Sabrina und Andreas Bauer (Querflöte und Klarinette) brachten verschiedene Weihnachtslieder zur Aufführung. Für das Trio aus Julia Amann (E-Piano), Sabrina Furthmeier (Akkordeon) und Thomas Schaller (Keyboard) hatte ihr Lehrer Thomas Stoiber das Stück „Somewhere out there“ sogar passend arrangiert. Klassische Stücke spielten mit der Winterpassage aus Antonio Vivaldis „4 Jahreszeiten“ zum einen Antonia Apfelbeck und Luzi Eicher am Klavier. Auch die Querflötistin Johanna Weigl, die von Birgit Eberl am Klavier begleitet wurde, reihte sich mit der Sonate B-Dur von Wolfang Amadeus Mozart ein.
Die junge Musikerin wird demnächst am Wettebewerb „Jugend musiziert“ teilnehmen und hat dafür schon ein eigenes Programm vorbereitet.
Die Vorsitzende des Musikschulenvereins Helene Kränkl bedankte sich abschließend bei den Zuhörern, den Musikern und der Lehrerschaft. Deren zusätzlicher Einsatz ermögliche Veranstaltungen wie das alljährliche Weihnachtskonzert, dass die komplette Schulfamilie erfreut. Anschließend sorgte Ellen Thieme dafür, dass auch die Musikschule selbst „ein Christkindl“ bekam: Die Leiterin des Wörther Quelle Shops spendete den Erlös ihrer zum 5 – jährigen Filialenjubiläums abgehaltenen Tombola für die benachbarte Einrichtung. Die Summe von 111 Euro soll für den Kauf von Instrumenten verwendet werden. [...]
[Text und Bilder Sonja Heitzer, Mittelbayerische Zeitung]
Eingetragen am Fr. 12.12.2008Es ist ein Elch entsprungen AUSVERKAUFT!
Mit lautem Zischen durch das Dach gekracht
Kindern und Erwachsenen bereitete am Freitag eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Kultur in Wörth“ große Freude. Im Rondellzimmer fand eine Lesung mit musikalischer Untermalung statt. Michael Heuberger vom Stadttheater trug die Weihnachtsgeschichte „Es ist ein Elch entsprungen“ von Andreas Steinhöfel vor. Norbert Vollath und Mike Reisinger sorgten für die musikalische Umrahmung und für die zu den jeweiligen Textpassagen passenden Geräuschkulissen. Zu der Veranstaltung im vollen Rondellzimmer hatten sich nicht nur zahlreiche Kinder eingefunden sondern auch eine Reihe von Erwachsenen, für welche die Geschichte auch geschrieben worden war.
Zum Inhalt: Bertil Wagner glaubt längst nicht mehr an den Weihnachtsmann. Aber als am dritten Adventssonntag ein Elch mit Namen Moose durch das Dach und die Wohnzimmerdecke kracht und die Geschichte seines Chefs Santa Claus erzählt, kommt der Junge doch ins Grübeln. Den Absturz von Mr. Moose veranschaulichte Mike Reisinger mit einem lauten Zischgeräusch. Die beiden Musiker hatten eine Reihe von Klanginstrumenten mitgebracht, welche die meisten Besucher wohl noch nicht gesehen hatten. Meist spielten sie jedoch auf ihren Bassklarinetten, welche sich mit ihren vielfältigen Klangmöglichkeiten hervorragend zur Untermalung von Texten eignen. [...]
Bei dem Sturz hat sich der Elch, der sich auf einer Testfahrt mit dem Schlitten seines Chefs, Santa Claus, befand, verletzt. An eine Weiterfahrt ist deshalb nicht zu denken. Der Elch wird in die Garage inquartiert, wo genügend Platz ist, da der Vater von Bertil nach der Scheidung das Auto mitgenommen hat. Der Junge vermisst seinen Papa sehr. [...]
Die weitere Entwicklung der Geschichte und ihr furioses Ende bereiteten den Veranstaltungsbesuchern großen Spaß. Viele [...] fieberten mit Bertil, Mr. Moose und dem eihnachtsmann mit. Zum Schluss gab es starken Beifall. Michael Heuberger ergänzte am Ende, dass seiner Ansicht nach derheilige Nikolaus und der Weihnachtsmann ganz gut nebeneinander existieren können.
[Text und Bild 1: Donau-Post, Soller. Bild 2 und 3: Hollender]
Eingetragen am So. 07.12.2008St. Michaelschor
Ein besonderes Zeichen der Solidarität setzte der St. Michaelschor am 2. Adventssonntag in der Hofdorfer Kirche.
In Kooperation mit dem Pondorfer Kinderchor St. Benedikt, dem Wörther Sängerverein, den Trompetern Matthias Binder und Johannes Rösch, der Organistin Simone Feil sowie dem Lektor Erwin Mayer präsentierte der St. Michaelschor in der Expositurkirche Hofdorf ein attraktives Weihnachtsprogramm. Der Erlös der Veranstaltung floss in die Spendensumme von 900 Euro ein, dieder Leiter des Michaelschors Anton Menges an die Nomahilfe e.V. übergab.
„Ein Interesse an der Musik und am guten Zweck“ bescheinigte Anton Menges bereits zu Beginn des alljährlichen Benefizkonzerts den zahlreichen Besuchern. In der Tat bediente die Veranstaltung gleich zwei weihnachtliche Ansinnen. So stimmten die beteiligten Musiker ihr Publikum mit ruhigen und mitreißenden Stücken bestens auf das anstehende Hochfest des Herrn ein. Mit der Entrichtung des Eintrittsgelds beteiligte sich zudem jeder Konzertbesucher an der Spendenaktion für die Hilfsaktion Noma e.V.
Das musikalische Spektrum reichte von den jungen Mitgliedern der Kinderchöre St. Michael Hofdorf und St. Benedikt Pondorf hin bis zu den ausgebildeten Stimmen des Wörther Sängervereins. Neben modernen Liedern wie „Jingle Bells“ und „Winter Wonderland“ wurden vor allem auch deutschsprachige Stücke wie „Fröhliche Weihnacht“, „Ins Wasser fällt ein Stein“ und „Wenn das Jahr sich rundet“ gesungen.
Während Anton Menges seinen Chor auf dem Keyboard begleitete und einzelne Solopassagen beisteuerte, unterstützte Birgit Mauser, Leiterin des Chors St. Benedikt, ihre Kinder auf der Gitarre. Auch einige Pondorfer Kinder erfreuten durch Instrumentaleinalgen. So war zwischen den Kinderchören für Abwechslung gesorgt. Zusätzlich bereichert wurde das Programm durch die Auftritte von Matthias Binder und Johannes Rösch auf der Trompete sowie den Stücken der Organistin Simone Feil. Letztere hatte die Veranstaltung mit den fulminanten Anfangsklängen der Sonate Nr. 2 „Allegro“ von Felix Mendelssohn Bartholdy eröffnet. Außerdem begeisterte Feil mit ihrer
selbst gespielten und gesungenen Eigenkomposition „Gott segne dich“. Das Trompeterduett Matthias Binder und Johannes Rösch verbreitete von der Empore aus weihnachtliche Stimmung mit „Gloria in excelsis“ und „Tochter Zion“. Einen ansprechenden Kontrast zu den Musikstücken bildeten die von Erwin Mayer
vorgetragenen Texte. [...].
Anscließend bat Anton Menges Hermann Schnitt vom Vorstand der Hilfsaktion Noma e.V. an den Altar. Dem Vereinsvertreter überreichte der Chorleiter einen Scheck über 900 Euro. Neben den Eintrittsgeldern waren auch Spenden der Familie Herbert Schötz und der Kolpingfamilie über je 100 Euro sowie des Eine Welt Ladens über 200 Euro in die Spendensumme mit eingegangen. [...]Hermann Schnitt bedankte sich herzlich für dieUnterstützung und umriss kurz die Arbeit der Aktion. [...]
[Text und Bilder: Sonja Heitzer, Mittelbayerische Zeitung]
Eingetragen am So. 30.11.2008Regensburger Sergiuschor
Als Vermittler zwischen den ost- und westeuropäischen Konfessionen des Christentums sieht sich der Regensburger Sergius-Chor unter der Leitung von Georg Hahn. Dass sich die Adventszeit besonders gut für derart kommunikative Zwecke eignet, zeigte das Kollektiv bei seinem Auftritt in der Wörther Schlosskirche. Im vollbesetzten Gotteshaus präsentierte der Chor liturgische Weihnachtsgesänge der orthodoxen Kirche.
Alpha und Omega des Konzerts stellte der Chorgesang „Gott ist mit uns“ da. Zwischen den beiden Eckpunkten der Veranstaltung entfaltete sich der Zuhörerschaft ein breites Spektrum musikalisch verarbeiteter orthodoxer Spiritualität. Die abwechselnd in Solo- und Kollektivform erklingenden Stimmen zogen das zahlreiche erschienene Publikum schnell in ihren meditativen Bann.
Eine reine Konzentration auf die ausgeglichenen Melodien wirkte ebenso beruhigend wie das Verfolgen der gesungenen Textpassagen. Diese kündeten von zentralen Grundgedanken des Christentums: Gott ist Mensch geworden. Beide Verständnisebenen ließen den aufkeimenden Vorweihnachtsstress vergessen und rückten die eigentliche Bedeutung des christlichen Hochfests der Auferstehung ins Zentrum.
Begleitend wurden Inhalte und Geschichte der orthodoxen Kirche erzählt. Als Teil des gemeinsamen Gebetsschatzes aller christlicher Konfessionen wurde das „Ave Maria“ besonders betont, zumal in der Adventszeit mit der Gottesmutter die zentrale Frauenfigur des Christentums im Mittelpunkt steht. Im zweiten Teil des Konzerts bot der Sergius – Chor nicht-liturgische Weihnachtslieder. Auch an dieser Stelle wurden einige orthodoxe Bräuche, wie das Türsingen, angesprochen. Zudem wurden interessante und einprägsame Unterschiede zwischen den Konfessionen erwähnt. So wurde Jesus nach russisch-orthodoxer Vorstellung in einer Höhle geboren. Nach einem abschließenden Psalm verabschiedete sich der Chor aus Wörth. Ihr anfangs ausgegebenes Ziel „die Seelen der Zuhörer erfreuen zu wollen“ hatten sie zweifelsohne erreicht. Die Schlosskirche St. Martin empfahl sich im Zuge der KIW – Veranstaltung nicht zuletzt aufgrund der angenehm beheizten Sitze als Raum für weitere Konzerte und Veranstaltungen.
[Text und Bilder: Sonja Heitzer, Mittelbayerische Zeitung]
Eingetragen am So. 23.11.2008Folclassika - Ausverkauft!
Ein außergewöhnlich besetztes Quartett.
Da setzen sich Marion Weickl (Querflöte), Eva Ruidisch (Hackbrett), Angela Bauer (Gitarre) und Helmut Altmann (Gitarre) hin und nehmen sich vor, ein Telemann-Konzert, das für vier Violinen geschrieben ist, mit Querflöte, Hackbrett und zwei Gitarren zu spielen. Und es funktioniert! Dem Publikum im restlos ausverkauften Rondellzimmer hat es gefallen.
Und nach einer Zugabe mussten sie aufhören. "Wir sind noch nicht so lange zusammen" erklärte Helmut Altmann.
Dennoch, ein außergewöhnlich besetztes Quartett, das ungewöhnliche Musik exzellent macht, war zu hören. Es war das erste Konzert in dieser Zusammensetzung aber es wird sicher nicht das letzte gewesen sein.
Das Programm:
Michael Praetorius (1571 oder 1572 – 1621), 6 Tänze aus „Terpsichore“ (1612)
Bransle de la Royne, Courante, Ballet, La Rosette, Galliarde I und II
Georg Philipp Telemann (1681 – 1767), Konzert für vier Violinen (überarbeitet f. Querflöte, Hackbrett,zwei Gitarren), Adagio, Grave, Allegro
J. S. Bach (1685-1750), Jesu, Joy of Man´s Desiring aus der Kantate Nr. 147
Isaac Albéniz (1860 -1909), Berceuse
Claude Debussy (1862 – 1918), Golliwogg´s Cake-Walk
Gabriel Fauré (1845 – 1924), Sicilienne, Pavane op. 50
Manuel de Falla (1876 – 1945), Danse Du Jeu D`amour,
Folklore
Bulgarien : Cetvorno Sopsko Horo
Ukraine : Sternklare Nacht
Rumänien : Promoroaca
[Bilder: Björn Miener]
Eingetragen am Sa. 08.11.2008Metal Met Our Town
Heavy Music in alten Gemäuern.
"Metal Meets Our Town" im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Wörth gaben sich am Samstagabend drei in der Szene namhafte Metal-Bands im Wörther Schlosskeller ein Stelldichein. Das Gewölbe hätte gut einige Gäste mehr vertragen. Nur rund 50 Metal- und Punk-Rock-Fans nutzten die Gelegenheit, Avian Flu , Cystallion und Savage Crow in historischem Ambiente live zu erleben.
Für den einen oder anderen Passanten mochte es am Samstagabend ungewöhnlich anmuten, aus den altehrwürdigen Mauern des Wörther Schlosses “Heavy Music zu hören. Man neigt doch allzu oft dazu, diesen Stil eher mit schweren Motorrädern und öligen Fabrikhallen in Verbindung zu bringen. Bei ihren Auftritten bewiesen die Musiker der drei Metal-Bands allerdings, dass sie recht gut in die historische Kulisse passten. Besonders bei den Musikern der Gruppe Crystallion dürfte die Location recht gut angekommen sein, da einige Mitglieder der Melodic-Metaller-Band bekanntermaßen ein Faible für die Zeit der Kreuzzüge haben. Ebenso wie Savage Crow, bei deren Musik es sich entgegen erster optischer Eindrücke nicht um Gothic, sondern um Melodic-Power-Metal handelt, heizten sie mit ihren Rhythmen kräftig an.
Für Liebhaber des Alternative-Punks setzten Avian Flu Akzente. Sollte es von Seiten der Musiker Ernüchterung hinsichtlich des spärlichen Publikumszulaufs gegeben haben, ließen sie es sich bei ihren durchweg soliden Darbietungen jedenfalls nicht anmerken.
Für die jungen Organisatoren des Veranstaltungsabends, die unter dem Dach von “Kultur in Wörth" in Zusammenarbeit mit Johann Festner schon oft erfahren mussten, wie schwer die Zielgruppe Jugend auch mit dem besten Programm zu erreichen ist, war die Gratwanderung, Heavy-Metal ins Programm zu nehmen, vorhersehbar. “Das ist nicht die Musik, die derzeit von der breiten Masse gehört wird", meinte der 20-jährige Martin Baumann. So hielt sich die Enttäuschung von Seiten des Jugendteams mit Michael Schindler, Lukas und Martin Baumann und Katharina Forster denn auch in Grenzen. Fest steht aber jetzt schon, dass diese Veranstaltung wohl die letzte im Stil von “Rock im Schloss³ war. Nach den Erfahrungen in der Vergangenheit soll das Konzept für das Jugendprogrammangebot von K.I.W. dahingehend verändert werden, künftig Veranstaltungen eher im Open-Air- oder Zeltfestival-Charakter anzubieten.
[Text und Bild 3: Eva Fichtner, Donau-Post]
Eingetragen am Sa. 25.10.2008Corner Mocks
Ja, lebt denn die Janis Joplin noch?
Toppen kann man Janis Joplins Abgesang auf die Konsumgeilheit nicht, aber böse auf den Bauch fallen. Es gehört schon viel Mut dazu, das Mercedes Benz-Lied auf der Bühne zu interpretieren. Und es gelingt Doris Muthig, der Sängerin von Corner Mocks, gut. Manchmal könnte man glauben, Janis stünde selbt auf der Bühne. Nur das schüchterne Kicherm am Schluss des Liedes fehlt.
Ach, die covern ja nur, wird gerne gesagt. Ein gut gecovertes Lied ist aber allemal besser als ein miserables eigenes Werk. Ohne Zweifel, die Corner Mocks verstehen was vom Covern. Das spürt auch das durchwegs etwas ältere Publikum. Nur wenige hält es auf den Sitzen, viele tanzen begeistert vor der Bühne.
Spaß hat es gemacht!
Eingetragen am Fr. 10.10.2008Dahuawadameierundi - AUSVERKAUFT!!!
Ein Trio mit der Garantie für gute Unterhaltung.
Wer auf sie setzt, der hat schon gewonnen. Die drei Herrschaften mit dem mittlerweile anerkannten Markennamen "da Huawa, da Meier und i" kommen an, sie mobilisieren immer wieder erstaunlich viele Freunde einer Form von Volksmusik, die mit einer starken Dosis Witz und Humor gewürzt wird. Der Zuspruch hat seinen Grund. Dieses Trio mit der hohen Anziehungskraft und der Garantie für gute Unterhaltung schafft eine heitere Atmosphäre, die ihren Landsleuten auf Anhieb zusagt. Nicht anders am Freitag beim kurzweiligen K.i.W.-Abend im Schlosskeller, der seit zwei Monaten ausverkauft ist. 300 Besucher waren sehr angetan von der Vorstellung der munteren Mannschaft.
Spiegelbilder bayerischer Lebensart und weiß-blauer Kultur sind die Beiträge des Bundes, der im Freistaat schon sehr gefragt ist. Mit seinen traditionellen Tonlagen, seinen treffenden Texten und dem locker, leichten Auftritt findet er rasch Zugang zu den versammelten Gästen. Die Stimmung stimmt im Publikum, wenn der Niederbayer Christian Maier (da Huawa) mit den beiden Oberpfälzern Matthias Meier (da Meier) und Siegi Mühlbauer (da i) auf der Bühne steht. Das Ergebnis spricht jedenfalls für die Verbindung der Waldler, irgendwo daheim zwischen Cham und Furth, mit dem Partner aus Unterunsbach, wo die Polizei gerne blitzt und es sich bei der Durchfahrt doch nicht recht lohnt, auf die Bremse zu treten.
Im Augenblick beschäftigt sich die Interessengemeinschaft - wie dem aktuellen Tonträger zu entnehmen - hauptsächlich mit dem Thema der Flower-Power-Bewegung: "Sex, Drugs and Rock¹n¹Roll". Eins zu eins übersetzt: “Fensterln, schnupfa und Volksmusik". In dieses Schema passt selbst ein Auszug aus dem Repertoire des unvergessenen Roider Jakl. Alt und gut sind eben noch lange keine Gegensätze, wie die seit anno 2000 bestehende “Boygroup", deren Mitglieder allmählich in die Jahre kommen, weiß und mitteilt.
Um die Gunst der Gäste [...] mussten die Hauptdarsteller nicht lange buhlen. Schon nach den ersten Liedern und Ansagen war das Auditorium eingestimmt und auf gesellige Gemütlichkeit eingeschworen.
[...]
Ausnahmslos alle haben die abendliche Aktion und den Moment der Begegnung von Anfang an genossen, wobei Siegi Mühlbauer, Christian Maier und Matthias Meier ihre Ansichten und Analysen beileibe nicht nur mit klassischen Instrumenten wie Gitarre, Trompete und Tenorhorn betonten. Wenn sie das bayerische Bier loben (freundliche Bedienungen nennen sie grundsätzlich “Bier-Git"), wenn sie die Baulandschaft mit Toskana-Stil beanstanden und über Wolkenkratzer wettern, in denen das Hirn mit viel zu wenig Sauerstoff versorgt werde, dann setzen sie gelegentlich auch mal einen Mörtelkübelbass ein oder ein Klorofon. Diese spezielle Lauterzeugungsmaschine benötigen sie bei der Ballade zur Halbzeit, die das Erlebnis bei einem Konzert der Rolling Stones schildert und die Erkenntnis nach dem massiven Druck des Schweinebratens: “Das schlimmste Trumm, das die Menschheit je erfand, ist ein Dixie-Klo, das voll ist bis zum Rand...!"
Recht anschaulich verdeutlicht das Ensemble zudem die Schwierigkeiten beim Transport “positiver Gefühle" zwischen Bursch und Mädel in einer engen Zeltdisco, die sich bei einer Geräuschkulisse von 1000 Dezibel zwangsläufig ergeben (“He du, wos i, na sie..." oder die Irrwege eines Chauffeurs am “Highway", der sich zu sehr auf sein “Navi" verlässt. “Der Chef der bayerischen Prärie" wird man mit dem Gerät wohl nie. Nur beim Defiliermarsch halten sie sich bewusst nicht lange auf: “Sonst moand da Stoiber no, dass er kemma derf...!"
[...]
Eingetragen am Sa. 27.09.2008Hexentheater - AUSVERKAUFT!
Wiederaufführung von DIE HEXE, DIE NICHT BÖSE SEIN KONNTE.
Im vorigen Jahr feierten die Nachwuchsdarsteller der Kolping-Theaterbühne mit ihrer Märchenkomödie „Die Hexe, die nicht böse sein konnte!“ einen durchschlagenden Erfolg. Und die Qualität der Wörther Nachwuchsdarsteller sprach sich weit über die Stadtgrenzen hinaus. So durfte die Kolping-Bühne im Sommer auch bei den Simbacher Theatertagen auftreten. Auch dort erntete man viel Lob und Applaus. Kurzentschlossen wurden nun drei weitere Termine festgelegt, in denen im Schlosskeller die Komödie nochmals aufgeführt wird. Nun feierte man vor rund 100 Besuchern ein zweites Mal Premiere.
[...]
Regie führen Traudl und Hans Eigenstetter. Für die Bühnentechnik zeichnen Alois Gmeinwieser und Hans Eigenstetter verantwortlich. Um das aufwendige Schminken kümmern sich Claudia und Elisabeth Schneider. Als Souffleuse fungiert Irmi Bornschlegl. In den verschiedenen Rollen wirken Juliane Stadler, Julia Rösch, Lena Griesbeck, Magdalena Piendl, Lena Wierer, Yeliz Wiesbeck, Georg Walsberger, Michael Stadler, Christian Wierer und Florian Stadler mit. [...]
[Text uind Bilder: Markus Schmautz, Donau-Post]
Eingetragen am Sa. 27.09.2008Elmar Holzner und Claudia Meinhart
Die künstlerischen Möglichkeiten Wörths mit einer großzügigen Geste erheblich aufgewertet hat Elmar Holzner. Er schenkte der Stadt ein Klavier. Am Samstag wurde das Yamaha–Exemplar im Rahmen eines kleinen Konzerts im Rondellzimmer an Bürgermeister Anton Rothfischer übergeben. Holzner weihte das Instrument dabei im Zusammenspiel mit Querflötistin Claudia Meinhard im neuen Wirkungsbereich ein.
„Es war mein persönliches Anliegen, etwas zur Verfügung zu stellen, was Abhilfe schafft“, wies der edle Spender Elmar Holzner auf die nun stark verbesserte Ausstattung des Rondellzimmers hin. In diesem Zusammenhang berichtete Holzner kurz von der Geschichte des traditionsreichen Instruments. Der Erfinder des Klaviers, Bartolomeo Cristofori, wurde ebenso genannt wie verschiedene Entwicklungsphasen in der Historie der technischen Bauarten. „Ich möchte nicht wissen, wie sich so ein Klavier im 17. Jahrhundert angehört hat“, bilanzierte Holzner.
Dass ein modernes Instrument, wie das geschenkte Yamaha–Klavier, in punkto Tonqualität keine Wünsche mehr offen lässt, bewies Elmar Holzner selbst, als er im Zuge eines kleinen Konzerts das Piano vorführte. Das rund 50 Besucher umfassende Publikum bekam verschiedene stimmungsvolle Stücke zu hören. So präsentierte Holzner unter anderem Werke der Komponisten Edvard Grieg, Johann Sebastian Bach und Frédéric Chopin. Beim Mottolied des Abends „Ein kleiner Akkord auf meinem Klavier“ zeigte sich Elmar Holzner sogar als Sänger zu seiner begleitenden Klaviermusik. Zwei Lieder wurden in Duettform gehalten, die Holzner zusammen mit Claudia Meinhart auf der Querflöte spielte.
Nach dem gelungenen Einstandskonzert wurde die Schenkung vollzogen, indem Elmar Holzner Anton Rothfischer die Überlassungsurkunde überreichte. Letzterer bedankte sich herzlich [...]. Auch Holzners Frau Sissy sowie Claudia Meinhart wurden vom Stadtoberhaupt genannt. Elmar Holzner schloss mit dem Wunsch, dass viele Künstler auf dem Klavier ihre Freude haben werden und eben diese an die werte Zuhörerschaft vermitteln sollten – mit Musik piano e forte.
[Text und Bilder Sonja Heitzer, Wörther Anzeiger]
Eingetragen am Sa. 20.09.20081. Wörther Mundartfestival
Lebenserfahrung im Dialekt wiedergegeben
Sehr gute Stimmung herrschte am Samstagabend im Schlosskeller beim ersten Wörther Mundartfestival: Die vier Beiträge der sehr unterschiedlichen Interpreten stellten eine gelungene Mischung dar. Immerhin rund 170 Besucher fast aller Altersstufen wollten sich die erste Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Kultur in Wörth" nach der Sommerpause nicht entgehen lassen. [...]
Den Anfang des über vierstündigen, sehr kurzweiligen Programms machte paradoxer Weise das Duo "Letzte Bestellung" aus Regensburg. Thomas Pielmeier und Christian Veith gaben sich mal bluesig und jazzig, mal rockig und bayerisch. Gleich zu Beginn verunsicherten sie ihr Publikum mit einem Lied, in dem es hieß: "Ja, wos machts denn Ihr do, habts Ihr denn nichts besseres vor. Habts Ihr denn kein Internet, dann kennats Ihr jetzt chaten." Zwei akustische Gitarren, Mandoline und Mundharmonika waren zu hören. Das Duo bot ausschließlich Selbstgestricktes. In ihren meist sehr ernsten Beiträgen klang auch viel Frust an. Der Alltag steht meist im Mittelpunkt, so im Lied "Ab heit wird gefastet". In einem anderen Song heißt es: “Wir leben in einer Welt, in der allgemein Qualität produziert wird. Aber wenn man wos kafft ot, dann ist es zunächst amol hi. Wenn man dann reklamiert, heißt es: Des gibt´s net."
Tiger Willi aus Steinbach beim Wörthsee, Landkreis Starnberg, präsentierte sich als musikalisches Raubein, das gerne gegen Konventionen verstößt und provoziert. Seine teils sexistisch anmutenden Texte kamen bei den meisten Besuchern gut an. [...] Eine ganze Reihe von Tiger Willis an diesem Abend vorgetragenen Liedtexten, die auf der CD "“Papageil" aus dem ahr 2006 wiedergegeben sind, kann man im Internet nachlesen:www.tigerwilli.de. Bei manchen Liedern überwog der parodistische Zug, so wurde unter anderem der Paloma-Schlager aufs Korn genommen. Einen Ausflug nach Pasing nahm der Liedermacher zum Anlass um über eine parfümierte “Dancing-Queen" und deren Vorzüge zu singen. Das einfache Gitarrenspiel von Tiger Willi bereicherte der Bandleader von “Schorsch & de Bagasch" mit teils raffinierten Gitarrenklängen. Während Tiger Willi ekstatisch das Gesicht verzog, saß der begleitende Schorsch mit eiserner Miene eine Stunde lang daneben.
Den Nerv des Publikums traf Ali Stadler, Liedermacher aus Wiesent, der wieder einmal voll überzeugen konnte. “[...] Im Gegensatz zu Tiger Willi liegt Stadler jede Provokation ern. Er orientiert sich an anerkanntem Liedgut und Wohlklang und hat eine starke lyrische Ader. Auch bei ihm gibt es häufig Bezüge zum Alltag. So befasst er sich mit unkritischem Fernsehkonsum, dem Schicksal einer Wiesenter Bäckerei, die in seinem Leben eine Rolle spielte, und mit der Bierzeltseeligkeit. Bei letzterem vertauschte der Wiesenter Multiinstrumentalist an diesem Abend die Gitarre mit einer Miniziehharmonika. In seinem Lied “genetischer Tango" plädiert Stadler dafür, die Welt so zu achten, wie sie der Schöpfer geschaffen hat. Der überaus große Applaus - Stadler musste gleich zwei Zugaben geben - verdeutlichte, das man auch als alleinauftretender Liedermacher großen Erfolg haben kann.
Ein breiter Sound spielt dagegen bei der Gruppe “Schorsch & de Bagasch" eine wichtige Rolle. Der Münchner Bandleader [...] verfasst allein die Texte, auch die Musik tammt von ihm. Mit seinen Kollegen Thomas Bittner (Schlagzeug), Dominik Schindlbeck (Bass), Ferdl Eichner (Mundharmonika) und Klaus Benz (Klavier und Orgel) hat der Gitarrist und Sänger dem Rhythm & Blues verschrieben. Die usik fährt einem sofort in die Glieder. “Mit dem Blues überlebt man esser", lautet die Devise von Schorsch. Seine Methode beschreibt der sehr abgeklärte Münchner folgender Maßen: “Die Texte klaub ich mir auf der Straße zusammen oder sie kommen direkt aus dem Hirn." Themen sind zum Beispiel,ass es zwischen Mann und Frau nicht richtig klappt und dass das Leben sehr hart sein kann.
[Text: Soller - Donau-Post; Bild 1 u. 4: Soller - Donau-Post; Bild 2 u. 3 Sibylle Schreiner)
Eingetragen am So. 27.07.2008Adjiri Odametey
Afrikanische Rhythmen im Schloss.
Rund 50 Besucher kamen am Samstagabend in den Schlosskeller, um den für den Preis „Creole- Weltmusik 2007“ nominierten Sänger, Tänzer und Komponisten zu sehen. In seinen Stücken setzte Adjiri von Akustik- und E-Gitarren über die „Talking Drum“ bis hin zu Mbira und Kalimba, bei denen mit beiden Daumen Metallzungen angeschlagen werden, und der 21-saitigen Cora mit ihrem harfenähnlichen Klang verschiedenste Instrumente ein.
Adjiri Odametey spielte und tanzte in renommierten Gruppen wie dem Pan African Orchestra oder beim Ghana Dance Ballet und machte Tourneen nach Japan, Russland, Alaska oder Kuba. In Ghana arbeitete Adjiri Odametey auf der Bühne als Musiker zusammen mit Künstlern wie Miriam Makeba oder der Gruppe Osibisa. Adjiri Odametey verwandelt seine traditionellen Wurzeln in eigene Klangwelten mit Jazz- und Reggae und Percussion-Elementen. Die eingängigen Lieder, eine erdige, warme Stimme und selten gehörte Instrumente entwickeln einen ganz eigenen Charme.
Los ging es mit einem langsamen, balladenartigen Stück, es folgten einige Songs aus seinem derzeitigen Album „Mala“ und schließlich wurde das Konzert mit mitreißenden Percussionstücken abgerundet. Die Begeisterung im Publikum war groß, nicht nur wegen den zum Mitwippen anregenden Rhythmen, sondern auch weil der sympathische Künstler sein Publikum zum Mitklatschen anspornte.[...]
[Text Jacqueline Rad, MZ; Fotos: Björn Miener]
Eingetragen am Sa. 19.07.2008Mäuse in der Michaelskirche
Am Samstag tummelten sich beim Musical „Mäuse in der Michaelskirche“ lebhafte Mädchen und Buben am Podium des Schlosskellers.
Nach dem Projekttag zur Firmung führte das Ensemble des Jugendchores die unterhaltsame Geschichte nochmals auf. Und die Zuschauer waren erneut sehr angetan von den temperamentvollen Hauptdarstellern, die sich in einem Gotteshaus pudelwohl fühlten. Nur die Organistin störte ihren heiligen Frieden. Barockklänge - um Gottes Willen ! Die Musik hält keine Maus aus - und kein Besucher der Messe die munteren Nager. Richtig erschrocken und erschüttert war die gesamte Gottesdienstgemeinde in Anbetracht ihrer Anwesenheit. andlungsbedarf bestand! Ein Vorschlag zur raschen Problemlösung wurde gleich in Erwägung gezogen: Ausräuchern, die Biester!“ Auf jeden Fall musste der Kirchenrat bemüht werden und richtig durchgreifen. Das Publikum bedankte sich für die gelungene Vorstellung mit anerkennendem Beifall bei den Kindern, die von Andrea Feldmeier (Klavier), Claudia Meinhart (Querflöte), Gabriel Schindler (Kontrabass) und Peter Rosenbeck (Violine) musikalisch begleitet worden sind.
[Sepp Raith, Donau-Post]
Musikalische und künstlerische Leitung: Andrea Feldmeier
Gesang: Jugendchor Wörth
Komposition Eric Mayr; Text Ursula Mayr
Fotos: Hans Eigenstetter
Eingetragen am Sa. 12.07.2008Fastfood
Der Gedanke an einen Theaterbesuch außerhalb der ländlichen Bühnen ruft bei einem großen Teil der Bevölkerung Assoziationen negativerer, zumindest aber ernsthafter Natur hervor: Feine Kleidung, allgemeine Ruhe und Konzentration im Zuschauerraum und bis ins Detail komponierte Inszenierungen. Dass sich professionelle Schauspielerei und zahlreiche Lacher im Publikum gegenseitig bedingen können, bewies das Fastfood Improvisationstheater im Wörther Schlosskeller.
Die rund 70 Besucher waren mit den verschiedensten Erwartungen in die neuste KIW–Initiative gekommen. Neben einigen bereits erprobten Impro – Besuchern hatte vielen Wörthern die Neugier den Weg ins Schloss gebahnt. Das Schauspielertrio, bestehend aus Andreas Wolf, Martin Cambeis und Robert Lansing gewährte seinem Publikum in der „ungewöhnlichen aber sehr schönen Spielstätte“ eine kurze physische und psychische Aufwärmphase. Euphorisches Klatschen wurde ebenso trainiert wie das Buh – Rufen für eventuelle Ablehnung. Gemeinsames Hüftkreisen und eine Massagerunde lockerten die Atmosphäre spürbar auf. Die Zuschauer hatten darüber hinaus einige simple Fragen im Kollektiv zu beantworten, um sich an die Kommunikation zwischen Bühne und Publikumsraum zu gewöhnen. Denn diese ist im Improvisationstheater dringend notwendig - Selbst grobe Rahmenvorgaben treffen die Zuschauer. Die Besucher im Schlosskeller ließen sich nicht lumpen und forderten das Trio auf, sich zum Thema „Socken stricken“ in Szene zu setzen. Es folgte ein kurzweiliger Einakter, in den, selbstverständlich extrem kurzfristig, eine Familienkonstellation integriert wurde. Variationen in punkto Charaktereigenschaften der Protagonisten sowie Genrezugehörigkeit des Stücks folgten. Auch wurden aus dem Zuschauerraum geforderte Emotionen wie Liebe, Eifersucht und Trauer innovativ dargestellt. Die bis ins Äußerste begrenzte Vorbereitungszeit der Schauspieler schmälerten keineswegs die Qualität und die Würze des Dargebotenen. Oftmals wurden die einzubauenden Elemente in ein relativ umfassend konstruiertes Ganzes projiziert. Die zeitliche Limitation und die bedingt mögliche Abstimmung untereinander kompensierte das Fastfood–Theater mit ausgefeilter Mimik und Gestik, einer beeindruckenden Artikulation sowie einigen Lichteffekten und der ebenfalls spontan integrierten musikalischen Untermalung.
Dass sich der Wörther Schlosskeller für die Impro–Künstler als fruchtbarer Boden erwies, blieb außer Zweifel: Ohne Verzögerung erfolgten die Zurufe, die Kommunikation gelang reibungslos und auch die Lacher hatte das Fastfood–Theater immer wieder auf seiner Seite.
Text: Sonja Heitzer, MZ, Foto 1 Sepp Raith, Donau-Post, Foto 2 und 3 Sonja Heitzer, MZ
Eingetragen am Sa. 05.07.2008Wörthissimo
Eine rundum gelungene Premiere feierte der Jazz- und Popchor Wörthissimo mit seinem Konzert im Schlosshof.
Unter dem Motto „“Wörthissimo goes Broadway“ präsentierte die Chorleiterin Andrea Feldmeier mit ihrer Formation Melodien aus Oper, Operette und Musical. Die Soli der Sängerinnen Veronica Bertsch und Julia Renz-Köck sowie des Sängers Mario Eckmüller kamen ebenfalls sehr gut an.
Dass Open Air Veranstaltungen der KIW–Initiative sehr gut ankommen, bewies bereits die große Resonanz auf den Auftritt von Barbara Clear vergangene Woche. Nun entpuppte sich auch eine lokale Gruppe als Publikumsmagnet. Die im Mai 2008 aus der Chorwerkstatt hervorgegangene „Wörthissimo“ Formation bestand ihre Feuertaufe mit Bravour. Die derzeit 23 Mitglieder zeigten ihr bereits sehr hohes musikalisches Niveau bei klassischen Stücken wie „Fröhliche Jugend“ und „G’nädge Frau“ von Wolfgang Amadeus Mozart.
Dass ihr Repertoire auch moderne poppige Lieder umfasst, zeigte der Chor im zweiten Programmteil. „We’re gonna put on a show“ und „Nightingale“ von Jay Althous wurden ebenso vorgetragen we „Wouldn’t it be lovely“ aus „My fair lady“. Eine treffende Ergänzung zum Gesang des Kollektivs bildeten die Auftritte der einzelnen Solisten. Allen voran Lokalmatadorin Andrea Feldmeier sicherte sich hier die Gunst des Publikums.
Mit dem ansprechenden Solo „Chacun à son gout“ hatte sie das Abendprogramm fulminant eröffnet. Das Stück aus Johann Strauss’ die Fledermaus hatte im Wörther Schlosshof allerdings nur bedingt Gültigkeit: Über Geschmack lässt sich nicht streiten“ – Dem Applaus zu Folge bestand an diesem Abend keine Notwenigkeit zur Diskussion, denn das breite Angebot kam bei jedermann gut an. Mario Eckmüller, Stimmbildner der Domspatzen, sang Lieder von Franz Schubert, Ludwig van Beethoven und Peter Tschaikowsky. Den furiosen Schlusspunkt unter den ersten Programmteil setzte seine Interpretation des Giuseppe Verdi Klassikers „La donna e mobile“. Veronika Bertsch erfüllte den Schlosshof ebenso problemlos mit ihrer außergewöhnlichen Stimme. Julia Renz-Köck komplettierte die Riege der Solisten. Als Pianisten untermalten Kirchenmusikerin Regina J. Kleinhenz, Jeanpierre Faber und Tania Schnagl die Gesänge instrumental.
[...]
[Text MZ, Sonja Heitzer, Bild 1 privat, Bild 2 bis 4 MZ, Sonja Heitzer]
Eingetragen am Sa. 28.06.2008Barbara Clear
Barbara Clear heizte rund 250 Konzertbesuchern kräftig ein.
Für Barbara Clear ,die Folk und Rockmusikerin, der etwas anderen Art ist es der erste Auftritt in Wörth. Im Rahmen des Kulturprogramms „KiW“ hat die Passauer Self-Made Musikerin zu einem kostenlosen Konzert unter freiem Himmel in den Wörther Schlosshof eingeladen.
Es ist eine laue Sommernacht, in der sich ca. 250 Bürger aus allen Alterskategorien, jedoch überwiegend Erwachsene, im Innenhof des Wörther Schlosses eingefunden haben. Vor den Rundbögen, dem Eingang zum Seniorenstift, steht eine Schwarze Bühne mit weißen Bahnen von Tüll geschmückt.
In einer kurzen Vorankündigung erläutert der Manager Clears’ das Konzept der Musikerin. Im Alleingang und in Eigenregie auf die Beine gestellt, mit großer Distanz zur etablierten Musik- und Unterhaltungsindustrie, Plattenverträge mit Schallplattenfirmen oder jegliches Fremd-Management lehnt sie ab. In 14 Monaten spielte sie sich quer durch Deutschland bislang 130 Konzerte vor mehr als 40 000 Menschen – und alle Konzerte mit freiem Eintritt - Ticketverkauf Fehlanzeige. Nach dem Konzert steht es den
Konzertbesuchern frei, in eine Box zu werfen, was es ihnen wert war. [...]
Nach diesen Informationen betritt Barbara Clear die Bühne. Ihre nussbraune Akustik-Gitarre über die Schulter gestreift, beginnt sie mit einem langsamen Intro, um kurz darauf mit einem etwas rockigerem Rhythmus das Publikum zu begeistern. Im Laufe des Abends singt sie sowohl deutsche und englische Titel, die aus ihrer eigenen Feder stammen als auch Lieder von bekannten Interpreten wie Janis Joplin und Deep Purple. [...]
In Ihren eigenen Songs beschäftigt sich Barbara Clear sowohl mit amüsanten Themen, wie übel riechenden Socken als auch mit ernsten. Mit Texten über die Armut in Deutschland oder dem Irak-Krieg übt sie Kritik an den Wirtschaftsbossen oder an George W. Bush. [...]
Nach einer Pause [...] geht es dann im bereits dunklen Innenhof des Schlosses weiter. Bei den folgenden Liedern setzt sie sich und Ihren Gesang durch farbige Lichtspiele auf dem weißen Bühnebild und den Mauern des Jahrhunderte alten Schlossgebäudes in Szene. Dies sind die einzigen Mittel zur Gestaltung des Konzerts: Licht, Ihre Stimme, eine Gitarre und das Publikum.
Als plötzlich eine Saite der Gitarre reißt, lässt Barbara Clear kurzerhand die Zuschauer ein „We Will Rock You“ von Queen singen, um währenddessen eine neue Saite auf Ihre Gitarre zuspannen. Als dies vollbracht ist, schmettert sie mit Ihrer Stimme und dem Publikum ein „ We will Rock you“ in den Nachthimmel. Danach heizt sie die Stimmung weiter an mit Lieder wie „Venus“ von Shocking Blue oder „Smoke on the Wather“ von Deep Purple. Als sich die Stimmung auf dem Höhepunkt befindet kann man auch vereinzelt Menschen auf dem Rasen tanzen sehen. [...]
Beim Hinausgehen sind Spendenkästen aufgestellt, in die die Besucher einen freiwilligen Betrag werfen können. [...]
[Text und Bilder: Donau-Post, Theresa Schindler]
Eingetragen am Sa. 07.06.2008Balou
Gitarrenpop vom Allerfeinsten.
Gitarrenpop vom Allerfeinsten erfüllte am Samstagabend den Wörther Schlosskeller: Mit der Band Balou kam eine sechsköpfige Gruppe in die Donaustadt, deren Auftritt mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Denn Balou lieferten nicht nur eine klasse Show, mit der sie ihr Publikum das eine ums andere Mal zum Lachen brachten, auch die präsentierten Lieder waren sorgfältig ausgewählt: „Vom Persönlichen zum Weltgeschehen“ lautete das Motto. So war der amerikanische Präsident George W. Bush ebenso Thema für die Musiker wie persönliche Empfindungen in „You are my sunshine“. Immer wieder wechselten die Protagonisten auch ihre Instrumente um die Klangvielfalt weiter zu vergrößern. Dass sich die Zuhörerschaft im weiten Schlosskeller relativ überschaulich gestaltete, störte die Band Balou wenig. Ganz professionell spielte man unbeiirt freudig und spritzig auf und eroberte so schnell die Herzen des Publikums.
[Text MZ, Sonja Heitzer; Bilder privat]
Eingetragen am Fr. 30.05.2008Donikkl - Ausverkauft!
Die Post ging ab beim Konzert der Kinderband “Donikkl".
Im Rahmen des Kindergartenjubiläums gastierte am gestrigen Freitag die beliebte Gruppe “Donikkl in der Schulturnhalle in Wörth. Binnen kürzester Zeit herrschte eine tolle Stimmung in der Halle, die mit 450 Personen voll besetzt war. Bandgründer Andreas Donauer aus Ihrlerstein bei Kelheim umschreibt seine Ziele: “Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, innovative, frische Kindermusik zu produzieren, die zum einen "komplett handgemacht ist, also mit echten Instrumenten gespielt wird, zum anderen aus der Lebenswirklichkeit und Fantasie von Kindern kommt." Geboten war somit echte Musik für echte Kids. “Donikkl und die Weißwürstl³ boten eine fetzige Mischung aus Reggae, Funk, Ska, Pop und Rock für die ganze Familie.
Eindrucksvoll waren auch die phantasievollen Texte. Die kunterbunte Mitmachshow der sechsköpfigen Band aus Profimusikern und Pädagogen kam bei den Konzertbesuchern bestens an, die oft lauthals mitsangen. Für das eindrucksvolle Spektakel sorgten: Donikkl (Gesang, Gitarren), Moped Moatl (E-Piano, Orgeln, Akkordeon, Gesang), Tom Palme (Percussion, Keyboard, Gesang, Tanz), Erich der Koch (Schlagzeug, Gesang), Rodscha aus Kambodscha (Gitarre, Tanz, Gesang) und Ameisen-Michl. Mitveranstalter war die Stadt im Rahmen der Reihe “Kultur in Wörth". Bürgermeister Anton Rothfischer fand, dass die Kinderband mit Recht so bekannt sei. Sabine Ertl bedankte sich im Namen des Kindergartens bei den Sponsoren, der Firma Kartonagen Müller, der Raiffeisenbank und bei der Stadt Wörth.
[Text und Bild: Donau-Post, Soller]
Eingetragen am Fr. 23.05.2008Wir sind ausgezeichnet!
Freitag, 23. Mai 2008: Deutsche Bank übergibt Ehrentafel und Urkunde des Bundespräsidenten.
„Wörth gestaltet Zukunft mit Kultur“.
Das Projekt „Kultur in Wörth“ wird heute als einer der Preisträger des
bundesweiten Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. In dem Schaltjahr 2008 sind es sogar 365 plus 1 „Ausgewählte Orte“. Armin Retzer, stellvertretender Direktor des Investment & FinanzCenters der Deutschen Bank Regensburg, übergibt am 23. Mai um 20:00 Uhr im Rondellzimmer unmittelbar vor Beginn des Bernreuther-Konzertes eine Ehrentafel sowie eine von Bundespräsident Horst Köhler, Schirmherr des Wettbewerbs, unterzeichnete Urkunde an Josef Schütz, Zweiter Bürgermeister der Stadt Wörth. „Ideenreichtum, Leistungsbereitschaft und persönliches Engagement sind die Triebfedern, mit denen ’Kultur in Wörth’ Zukunft gestaltet: für die Vielfalt der Kulturlandschaft und die Attraktivität von Stadt und Region“, begründet Armin Retzer die Auszeichnung. Eine unabhängige Jury hatte das Projekt aus rund 1.500 Bewerbern ausgewählt.
Die Deutsche Bank engagiert sich bereits seit drei Jahren an der Seite
der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ für Deutschlands größte Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen“. „Wenn sich Leistungsbereitschaft und Gestaltungswille mit kreativen Ideen verbinden, stärkt dies den Standort Deutschland, an dem auch wir unsere Wurzeln haben. Als Botschafter dieser Innovationskraft wollen wir jeden Tag sichtbar machen: Deutschland ist ein Land der Ideen, das seine Zukunft gestaltet“, erläutert Armin Retzer.
Jeder „Ausgewählte Ort 2008“ wird sich und seine Idee an einem Tag des Jahres mit einer Veranstaltung präsentieren, „Kultur in Wörth“ am 26. Dezember. Das Projekt ist 2008 einer von insgesamt 39 Preisträgern aus Bayern.
Eingetragen am Fr. 23.05.2008Vernissage Peggy Weise
Die Ausstellung ist bis 22. Juni 2008 jeden Samstag und Sonntag von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Sachsen-Anhalt ist die Heimat von Peggy Weise, die bisher die sichtbaren Ergebnisse ihrer Impressionen noch nie präsentiert hat. Ihre “Ansichten und Aussichten“ konzentrieren sich auf Landschaften, Orte und Plätze, die ihr vertraut sind. Ihnen erweist sie in meist kleinformatigen Porträts ihre Dankbarkeit und Achtung. In leuchtenden Farben ehrt sie den Zauber der Natur, sie lobt die Beschaulichkeit am Ließnitzsee bei Wandlitz und die Ruhe im Unstrattal bei Freyburg. Eine besondere Verbindung besteht offenbar auch zum sonnigen Süden. Sie versichert einer Dorfidylle auf Kreta ihre Zuneigung, auch der Toskana und San Marino.
“Nichts Unergründliches...“
Pädagogin ist Peggy Weise, nicht vorrangig Künstlerin. “Sie malt so, wie sie es kann, sie zeichnet, weil es ihr Freude bereitet“, bekräftigte ihr Vater bei der Vernissage in der Schlossgalerie. “Die Bilder und Skulpturen sind aufrichtig und ehrlich, da ist nichts Mythologisches oder gar Unergründliches“, definierte Manfred Göx die Werke seiner Tochter, die durch die Bekanntschaft ihres Freundes mit Hans Festner auf Wörth aufmerksam geworden ist. Die Interpretation ergänzte sie nur noch mit einer Feststellung: “In jedem Gemälde steckt ein Teil meines Herzens.
Zugang zu den etwa 40 Exponaten […] hat der stellvertretende Bürgermeister rasch gefunden. Natur und ökologisches Bewusstsein sind Themen, die dem Pfraumbacher Landwirt sehr nahe sind. “Für die Menschen wäre es von Vorteil, wenn sie sich die Umwelt zum Vorbild nehmen würden“, meint Sepp Schütz, nach dessen Überzeugung wesentliche Werte einen positivenEinfluss auf Geist und Seele nehmen würden. Und noch einen Aspekt entdeckte er in diesen Darstellungen. Gemalte Motive von Ortschaften würden letztlich auch dazu beitragen, die Erinnerung an die Heimat zu bewahren.
[Text und Bild 1 Sepp Raith, Donau-Post, Bild 2 und 3 privat]
Eingetragen am Fr. 23.05.2008United Blues Experience - AUSVERKAUFT!
Bluesmusik im Rondellzimmer
United Blues Experience, die neue Formation mit Wolfgang Bernreuther (Gitarre, Dobro, Gesang), der in Wörth schon kein Gast-, sondern ein Heimspiel bestreitet, mit Rudi Bayer (Bass) und Barbara Kossowska aus Warschau (Mundharmonika, Gesang) hat die Sympathie des Publikums blitzschnell gewonnen. Schon nach drei, vier Titeln stimmte die Chemie zwischen dem Trio und den Zuhörern. Auf Zuspruch und Zuneigung in der Stadt kann sich Wolfgang Bernreuther mittlerweile verlassen wie der Autofahrer auf den nächsten Benzinpreisschock.
Der Musiker aus Neumarkt, immer locker, ungezwungen und ausgesprochen kontaktfreudig, hat das richtige Gefühl für die mal vitalen und rockigen, mal melancholischen und anklagenden Melodien aus den amerikanischen Südstaaten. Echten, aufrichtigen, unverfälschten Blues bekamen die begeisterten Besucher bei Beiträgen wie “Help me, “Just a silly love song oder dem großen Klassiker “Alabama train von Louisiana Red serviert. Mit dem Hendrix-Hit “Hey Joe gratulierte Wolfgang Bernreuther [...] auch noch zur Auszeichnung.
[Text und Bild: Sepp Raith, Donau-Post]
Eingetragen am Fr. 23.05.2008K.i.W. ist ausgezeichnet!
Im voll gefüllten Rondellzimmer im Schloss Wörth am Freitag Abend durfte sich neben dem 2. Bürgermeister Josef Schütz und Vertreter der Stadt besonders Johann Festner freuen.
Das Projekt "Kultur in Wörth" wurde als einer der Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs "Deutschland, Land der Ideen", ausgezeichnet. Armin Retzer, stellvertretender Direktor des Investment und Finanzcenters der Deutschen Bank Regensburg, überreichte vor dem Bernreuther-Konzert eine Ehrentafel, sowie eine von Bundespräsident Horst Köhler, der Initiator des Projekts ist, unterzeichnete Urkunde. 365 Orte, heuer sogar 366 Orte wegen dem Schaltjahr 2008, werden für Ideenreichtum, Leistungsbereitschaft und kulturelle Veranstaltungen von einer Jury aus über 1500 beworbenen Städten ausgewählt.
Die Deutsche Bank engagiert sich bereits seit drei Jahren an der Seite der Standortinitiative "Deutschland, Land der Ideen. "Als Botschafter dieser Innovationskraft wollen wir jeden Tag sichtbar machen: Deutschland ist ein Land der Ideen, das seine Zukunft gestaltet", erklärt Retzer. Eine besondere Ehre war es somit für Josef Schütz den Preis für "Kultur in Wörth" entgegen zu nehmen. "Es ist mir eine große Ehre, dass unsere Stadt eine so hohe Auszeichnung erhält, und es zeigt ganz deutlich, dass unsere Stadt lebt", so Schütz, der seinen ersten Auftritt als 2.Bürgermeister und Vertreter von Bürgermeister Anton Rothfischer sehr gut meisterte. Seit Mitte 2005 besteht dieses Projekt von kulturellen Veranstaltungen in Wörth, was allen voran vor allem Stadtrat und Vorsitzender des Kulturausschusses Johann Festner ermöglicht hat. Dieser widmet sich mit Hingabe und "Herzblut", wie auch Armin Retzer erläuterte und besonders lobte, dieser Aufgabe. "Ich danke allen die sich für unser Projekt engagieren, denn nicht ich alleine bin es der all dies möglich macht, es sind vielmehr viele Unbekannte, die zahlreiche kleine Dinge erledigen. Auch jene haben sich den Preis wirklich verdient", so Festner, der sichtlich stolz den Preis entgegennahm.
[Text und Foto: Christoph Hollender]
Eingetragen am Sa. 10.05.2008Tana Nile
REGIONALE ROCKMUSIK
Etwas lauter, eine Idee robuster und eine Spur härter, war am Samstag der Rhythmus im Wörther Schlosskeller. Zwei Gruppen, die sich von verschiedenen Seiten dem breiten Themenspektrum Rock nähern, standen bei der "K.i.W."-Veranstaltung ... auf der Bühne. Zwischen Metal, Punk und Grunge bewegen sich Daniel Leinzinger, Stefan Hahn, Christoph Handwerker und Johannes Rosenbeck. "Memorandum", das Team aus Pfatterer und Mötzinger Burschen, bevorzugt bei den Auftritten eigene Kompositionen und vor allem Power pur. In der Hinsicht stimmt die Chemie mit der Regensburger Formation "Tana Nile", die in ihrem Repertoire freilich viel stärker den Blues einbezieht. Das aus eigener Feder stammende Liedgut klingt schon mal nach Vorbildern wie Free, Taste, ZZ-Top oder The Who. Vier Alben haben Christian Koller (Gesang, Gitarre), Reinhold Blochberger (Gitarre), Jürgen Blochberger (Bass) und Stefan Adler (Schlagzeug) bisher eingespielt, die schon bedeutende Bands wie Ten Years After und Big Country begleitet haben. [...]
[Donau-Post:Sepp Raith]
Eingetragen am Fr. 02.05.2008Karl Valentin trifft Zither Manä
Bayerisches Lebensgefühl in Tönen und Texten.
Birgit und Alex Bolland mit Zither Manä bei K.i.W. Valentin-Verse mit Blues und Rock.
"Kunst kommt von können, nicht von wollen, sonst müsste es ja Wunst heißen... !" Er war schon ein fähiger Humorist und findiger Entertainer. Wahre Kunstwerke verdankt das Land dem schlauen Sprachakrobaten Valentin Ludwig Fey aus dem Münchner Stadtviertel Au, besser bekannt als Karl Valentin (1882 - 1948), der einst mit seiner Partnerin Elisabeth Wellano (Liesl Karlstadt) in so unvergessenen Couplets, Bühnenstücken und Filmen wie "Orchesterprobe" oder "Firmling"die hintergründige Komödie zum Kulturgut erhoben hatte. [...]
Zur großen Fangemeinde dieses verschlagenen Erfolgsgespanns, das sich ergänzte wie
geist und reich, gehören ohne jeden Zweifel die drei Akteure, die am Freitag auf der Schlossbühne standen. Birgit und Alex Bolland würdigten mit Manfred Zick, der sich im Freistaat einen Namen als "Zither Manä" gemacht hat, bei einem musikalisch-literarischen Abend im Rahmen der Veranstaltungsreihe "K.i.W." (Kultur in Wörth) die schöpferische Leistung des prominenten Wortschmieds mit Kultstatus, dem seine Heimatstadt am Viktualienmarkt längst ein Denkmal gesetzt hat. [...]
Was stimmt nun? Semmelnknödeln oder Semmelknödeln. Denn zur Zubereitung dieser nahrhaften Kost werden bekanntlich mehrere Brötchen benötigt. Also nicht Einzahl, sondern Mehrzahl. [...]
In musikalischer Hinsicht vermittelt insbesondere ein Instrument bayerisches Wesen und Naturell. Auf der Zither lassen sich die traditionellen Landler-Lieder in aller Harmonie, Melancholie und Einfühlsamkeit intonieren. Aber eben nicht allein die Melodien, die aus der Feder eines Roider Jackl oder eines Kraut´n Sepp stammen. Der "Manä" schätzt auch den "Rox´n´Roll", wie seine eigene Mutter diese (vor)lauten Klänge aus den USA missbilligte. Die robusten Rhythmen nach dem Strickmuster eines Chuck Berry oder Jerry Lee Lewis haben ihren Stammplatz im Repertoire des Münchner Musikers, der seit Georg W.-Administration gleichwohl ein eher distanziertes Verhältnis zu dieser Nation hat. "Guad Moang, Amerika, wia geht´s da". singt er wie ehedem Arlo Guthrie im Klassiker "City of New Orleans", den er mit einer Feststellung verbindet: "I´ bin traurig, wos aus dir woan is´." Am Image der bayerischen Politprominenz rüttelt er gelegentlich aber auch recht gern: "Da Huaba und da Beckstein san unser Dreamteam, der Hanswurst und der Hausmoasta ham an Stoiber vatrim..." Wer wollte da allen Ernstes noch behaupten, dass sich zwischen dem Isarstrand und dem Mississippi-Delta, zwischen "der Volksmusik der echten Schwarzen und der Schwarzen aus den deutschen Südstaaten" keine Brücke schlagen ließe. Die Kombination ist möglich, wie der Vortrag bestätigte.
Auch die Zither kann den Takten des schwermütigen Blues folgen, der die ganze Depression und Tragik eines bekümmerten Lebens mitteilt. Robert Johnson (1911 - 1938) ist für viele Vorbild, für die Rolling Stones, für Eric Clapton und den Zither-Manä, der sich nicht einmal den wilden Stil der rustikalen E-Gitarre eines Ritchie Blackmore in "Smoke on the water" ausschließt. In den siebziger Jahren entstand dieser Titel von Deep Purple. "Eine schöne Zeit", wie Manfred Zick bemerkte. Wie wahr...!
[Donau-Post, Sepp Raith]
[Fotos: Björn Miener]
Eingetragen am Fr. 18.04.2008Raab-Orchester, Claudia Meinhart und Josef Laszlo
Klassik vom Feinsten
„Sie lass´n mi aa mitdoa“, sagte Claudia Meinhart in schönstem Bayerisch am Freitag im Rondellzimmer des Schlosses anlässlich des Klassik-Konzertes des „RAAB“ Streichquartetts. „Weltklasse“ raunten die rund 60 Zuhörer, als die Pharmazeutin ihrer Querflöte virtuose Klänge bei Giovanni Bottesinis „Andante und Variation
für Flöte, Klarinette und Streichquartett“ entlockte. Das ungarische
Streichquartett mit Zsuzsa Nagy (Violine), Judit Pongracz (2. Violine), Gusztav
Nemeth (Viola) und Sandor Stamp (Violoncello) begeisterte mit Werken von
Schubert und Mendelssohn. In ihren Bann zogen die Künstler mit Klarinettist Josef
Laszlo die Zuschauer mit dem Klarinetten Quintett von Brahms. Als Zugabe
verwöhnte das
Streichquartett mit Brahms´ „Ungarischen Tänzen“.
[Text und Foto: MZ, Dagmar Stark]
Eingetragen am Sa. 12.04.2008Lesung Petra Bartoli y Eckert
Eine gemeinsame Veranstaltung von Wörther Buchladen und KiW.
Das Rondellzimmer im Schloss Wörth war am Samstagabend gut gefüllt, als die Wiesenterin Petra Bartoli y Eckert aus ihrem neuesten Buch vorlas. Mit dem Roman “Glückssachen³ gab die Autorin ihr literarisches Debüt. Begleitet wurde sie bei ihrer Lesung von ihrem Mann Robert Bartoli y Eckert. Der Musiker ist Mitglied verschiedener Musikformationen und in Wörth bereits urch mehrere Auftritte mit “"ockomotive breath" und "“My Way"bekannt. Das Buch handelt über einen größeren Zeitraum und beginnt im Jahr 1919. Immer freitags besucht die junge Susanne ihre Großmutter im Plegeheim. Schweigend sitzt sie ihre Zeit ab bei einer Frau, die nicht mehr reden kann, künstlich ernährt wird und niemanden mehr wahrnimmt. Irgendwann beschließt Susanne, die Stille zwischen ihnen zu brechen und fängt an, der Großmutter von ihrem Leben, ihren Wünschen, Sehnsüchten und Nöten zu erzählen.
[Text Klaus Christl, Donau-Post; Fotos: Franziska Bartoli y Eckert]
Eingetragen am Fr. 04.04.2008voice & strings/Steffi Denk & Hans "Yankee" Meier - AUSVERKAUFT!
Eine wunderbare Stimme, eine exzellente Gitarre, zwei sympathische Künstler. Mehr braucht es nicht.
Tosenden Applaus erhielt das Duo „voice & strings“ beim Auftritt im Rondellzimmer des Wörther Schlosses. Gleich eingangs freute sich Hans Festner, Hauptorganisator von Kultur in Wörth, über den guten Besuch. „So viele waren schon lange nicht mehr hier“, betonte er und wies darauf hin, dass der Abend restlos ausverkauft sei. Seit mehr als drei Jahren setzen Hans „Yankee“ Meier aus Regensburg und Steffi Denk aus Straubing nur mit Stimme und Gitarre Maßstäbe. Die beiden gelten für viele als ein Ausnahme-Duo im poppigen Jazz- und Soulbereich. Auch bei dem Auftritt im Schloss verstanden sie es hervorragend, die Besucher zum Swingen mitzureißen.
[Text und Bild Klaus Christl, Donau-Post]
Eingetragen am Sa. 08.03.200810 Jahre Literaturkreis
Ein Wilhelm Busch-Abend mit mit Karin Wildfeuer.
Am Samstag kamen rund 30 Zuhörer ins Rondellzimmer des Wörther Schlosses, um die Lesung von Karin Wildfeuer über den berühmten Schriftsteller Wilhelm Busch zu hören. Mit dieser Veranstaltung feierte der Literaturkreis sein zehnjähriges Bestehen. Die Hauptverantwortliche Claudia Wiest konnte neben dem Wörther Bürgermeister Anton Rothfischer den Bezirkstagspräsidenten Rupert Schmid samt Ehegattin als Ehrengäste begrüßen.
Und eben vor zehn Jahren hielt Karin Wildfeuer im Rondellzimmer für die VHS einen Literaturabend. Dieser kam bei den Besuchern so gut an, dass sich seitdem 15 bis 20 Personen regelmäßig treffen. Mit dem Ausscheiden von Marianne Pelz aus der VHS löste sich der Literaturkreis und machte sich selbstständig. Alle zwei bis drei Monate suchen die Mitglieder seitdem Bücher aus, die sie selbstständig lesen und vorbereiten. Dann wird bei den Treffen darüber gesprochen und ausgiebig diskutiert. Zudem war der Literaturkreis bei der Leipziger Buchmesse oder schaute sich Verfilmungen von gelesenen Büchern im Kino an.
Und eben nach einem Jahrzehnt wollte man zu den Ursprüngen zurückkehren. So hat es sich angeboten Karin Wildfeuer nochmals ins Rondellzimmer einzuladen. Anton Rothfischer und Johann Festner erklärten sich sofort bereit die Veranstaltung in die Reihe „Kultur in Wörth“ aufzunehmen. Die beiden kamen auch zum Literaturabend, bei dem sich alles um den 100. Todestag von Wilhelm Busch drehte. Im ersten Teil des Abends ging Karin Wildfeuer auf die Biographie des berühmten deutschen Schriftstellers ein, der im Todesjahr von Goethe im Jahr 1832 geboren wurde. Seine Kindheit verbrachte Busch als ältestes von sieben Kindern in einem beschaulichen Ort bei Hannover. Mit nur neun Jahren verließ der hochintelligente Junge seine Heimat und wohnte bei vielen Pfarrersfamilien. Ferner war er der Begründer von Comics. Seine Werke wurden weltweit in viele Sprachen übersetzt. Er vertritt als Schriftsteller den deutschen Humor in der Welt. Im zweiten Teil wurden verschiedenste Geschichten von Wilhelm Busch vorgetragen. Zum Schluss durfte jeder Besucher einen Spruch von Busch aus einem Becher ziehen, ihn mit nach Hause nehmen und sich darüber Gedanken machen.
[Text und Bild Markus Schmautz, Donau-Post]
Eingetragen am Fr. 07.03.2008Band-Contest
And the winner is....
AVIAN FLU!
Heimsieg für Sepp Eicher. Der 19-Jährige Wörther entschied den Bandcontest im Schlosskeller mit seiner Band "Avian Flu" für sich. Neben den Gewinnern präsentierten sich auch die Bands "Memorandum" und "Rapsöl" 45 Minuten lang den begeisterten Zuhörern. Insgesamt finden an vier Orten im Landkreis Contests mit je drei Bands statt. Avian Flu steht als einer der vier Gewinner nun in der Endausscheidung am 5. Juli. Wer dort gewinnt, sichert sich einen Studioaufenthalt.
Präsentiert wurde der Contest von "Kultur in Wörth" (K.i.W.) und Jugendpfleger Peter Weigl.
[Fotos Björn Miener, Text Walter Schießl, MZ]
Eingetragen am Sa. 01.03.2008Edwin Kimmler
"In so einem schönen Raum habe ich noch nie gespielt!"
Rund 30 Zuhörer konnte Johann Festner am Samstagabend im Rondellzimmer des Schlosses begrüßen. Sie waren zum Konzert von Edwin Kimmler gekommen. Die gelungene Veranstaltung gehörte zur Reihe "Kultur in Wörth". Kimmler feiert heuer sein 30-jähriges Bühnenjubiläum und gab bisher rund 2000 Konzerte. Er gilt als Urgestein der Kleinkunstbühne, spielte vor kurzer Zeit aber auch vor 5000 Zuhörern beim Piano-Festival in Berlin. Die Musik Edwins Kimmlers kann wohl am ehesten als eine Mixtur aus Blues, Soul, Boogie Woogie und Swing beschrieben werden, wobei er regelmäßige Ausflüge in andere Stilbereiche, wie z.B. Rumba, Bossa Nova oder Calypso unternimmt. Virtuos und gefühlvoll setzte er seinen Stilmix mit den Instrumenten Klavier, Gitarre und Mundharmonika um. Auch seine kräftige und ausdrucksstarke Stimme setzte er gekonnt und variationsreich ein. Sein Konzertprogramm bestand aus Eigenkompositionen und sehr eigenwilligen Bearbeitungen von Titeln anderer Künstler. Für Kimmler ist und war es immer sehr wichtig, eigenständige Musik zu machen, was sich mittlerweile in einem unverkennbaren, sehr persönlichen Stil ausdrückt. In seinen eigenen Texten verarbeitet der Künstler immer Eindrücke von Begebenheiten, die er selber erlebt hat. In ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Tschechien hat der puplikumsnahe Musiker schon gespielt und die Konzertgäste begeistert. Die Besucher kamen wahrlich auf ihre Kosten, denn das Konzert dauerte rund zweieinhalb Stunden. Kimmler lobte das Ambiente des Rondellzimmers: "In so einem schönen Raum habe ich noch nie gespielt!"
[Text und Fotos: Donau-Post, Markus Schmautz]
Eingetragen am Sa. 26.01.2008Balladenabend
Unter dem Titel „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…“ unternahmen Petra Sieb-Puchelt und Sven Puchelt am Samstag mit ihrem Publikum eine literarische Deutschlandreise. Das badische Duo aus Waldbronn ergänzte das Programm aus nachdenklichen und lustigen, bekannten und selten gelesenen Balladen mit zahlreichen Stücken der europäischen Folkmusik.
Das zentrale Motiv der Veranstaltung ergab sich aus dem Programmtitel: „Ich weiß nicht was soll es bedeuten“ lautet der erste Vers in Heinrich Heines romantischem Gedicht „Die Loreley“. Die sagenumwobene Rheinnixe lieferte darüber hinaus zahlreichen anderen Schriftstellern ein Schreibmotiv. So trug Sven Puchelt auch Erich Kästners ironische Bearbeitung „Handstand auf der Loreley“ vor: „Die Zeit vergeht. Man stirbt nicht mehr beim Schiffen, bloß weil ein blondes Weib sich dauernd kämmt“, nimmt Kästner als Vertreter der neuen Sachlichkeit den Pathos seiner Vorgänger auf die Schippe.
Die unbestritten unterhaltsamste Version der Loreley stammt von Karl Valentin. In bekannt humorvoller Weise veralberte der Komiker seinerzeit die Sagengestalt. Sven Puchelt wusste als Leser alle drei Stücke in ihrer unterschiedlichen Grundstimmung anschaulich vorzutragen. Ein besonderer Höhepunkt war freilich die Valentin–Parodie: In gesungener Form und mit blonder Perücke am Kopf schaffte Puchelt problemlos den
Sprung von der getragenen Stimmung in den Bereich der Komik.
Doch auch über die Loreley hinaus wurde eine Vielzahl von anrührenden Gedichten und Balladen zitiert. Zu den Bekannteren zählte dabei Theodor Fontanes „Herr von Ribbeck“ aus der Zeit des poetischen Realismus 1889. Gruselig anmutende Lyrik stellten
die „Regenballade“ von Ina Seidel und „Walpurgisnacht“ von Willibald Alexis
dar. Ebenfalls mit ausgefeilter Vortragstechnik bestritt Sven Puchelt „Pidder
Lüng“ von Detlev von Liliencron: „Lewwer duad üs Slaav –
Lieber tot als Sklave“, lautet der immer wieder auftauchende Kehrvers der
Ballade, die von der Ständeproblematik früherer Jahrhunderte berichtet. Dass
Lyrik auch Spaß machen kann und teilweise traurig-ernste Begebenheiten in ein
humoristisches Kostüm steckt, bewiesen Texte wie „Die Heinzelmännchen zu Köln“
von August Kopisch. Auch „Des Schleusenwärters blindes Töchterlein“ erntete
Lacher aufgrund seiner locker-legeren Interpretation als Musikstück des
Liedermachers Ulrich Roski. Nach jedem Gedicht gab Sven Puchelt an Hackbrett
und Gitarre zusammen mit Petra Sieb-Puchelt am diatonischen Akkordeon ein
Musikstück zum Besten. Hier wurde die literarische Deutschlandreise zu einer
Welttournee der Klänge: Mit Instrumentalstücken aus der Bretagne, aus Schweden,
Italien und Norwegen waren vor allem traditionelle Melodien aus Europa zu
hören. Der Wechsel zwischen Text und Musik wurde geschickt eingesetzt, um den
Zuhörern nach jedem lyrischen Werk die Möglichkeit zu geben, die Strophen noch
einmal durchzugehen und mögliche Quintessenzen, Lehren und Sittenkritik
herauszufiltern.
Vor etwa einem Jahr war das Duo Puchelt in Wiesent im Hudetzturm aufgetreten: „Hier in der Gegend gibt es wohl nur wunderschöne Veranstaltungsräume“, bewunderten die Württemberger Besucher das Wörther Rondellzimmer.[...]
[Text und Bilder MZ, Sonja Heitzer]
Eingetragen am Sa. 05.01.20083st
"3st" - Mischung aus Jazz, Tango und Rock.
Musikabend im Wörther Rondellzimmer begeisterte das Publikum.
Diese witzige Mischung aus Jazz, Tango und Rock mit Namen „Kurschatten“ war der Beginn eines facettenreichen Musikabends im Rondellzimmer auf Schloss Wörth. „3st“ sind vier Lehrer, deren Wege sich in der Straubinger Hauptschule Stankt Stephan gekreuzt haben. Das ursprüngliche Trio mit Bernd Vogel (Gitarre, Bass, Saxophon, Akkordeon, Percussion, Gesang), Hans Höhendinger (Gitarre) und Carmen Viebacher (E-Piano, Percussion, Gesang) wurde von Andrea Weber (Saxophon,Klarinette, Akkordeon, E-Piano, Schlagzeug, Percussion, Gesang) im Sommer 2005 zum Quartett gemacht.
Andrea Weber hatte im Rondellzimmer ein Heimspiel. Sie überzeugte das Publikum sowohl bei den Instrumentalstücken mit ihrem Saxophon, als auch mit ihrer Stimme bei „Samba Life“, die südamerikanische, musikalische Antwort auf „Desperate Housewives“. Sie sprach manch anwesender Dame ausder Seele, als sie von der Suche nach dem Traummann philosophierte: Ein Mann, der begeistert und geduldig zum Schuhkauf mitgeht, am besten noch zahlt und dann freiwillig den Nacken massiert – ja, „that would be so nice!“
Vogl ist bei „3st“ für viele Texte verantwortlich, und meist muss er sie auch selbst singen. Humorvoll leitete er auf die Lieder über, denn er und sein Kühlschrank, „mia han schon zwoa“. Auch Lionel Richie hätte an diesem Lied „Dann iss i“ Gefallen gefunden. Vogl spielt extra mit einem schwarzen Akkordeon, da dies schlank macht!
Die zahlreichen Zuhörer durften sich noch an zwei Zugaben erfreuen, da „wegen des Eisregens sowieso keine nach Hause konnte. Mit Steigeisen seid‘s rauf, runter geht‘s leichter, duad holt dann weh!“, endete ein wunderschöner Abend.
[Text: MZ, Beate Ostermeier; Foto: Björn Miener]