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Aktuelle Veranstaltungen
Aktuelles 2011
Eingetragen am Do. 22.12.2011Kolpingtheater-Jugend mit dem Weihnachtsstück "Kennst du s´Christkindl?
Sie haben ein Herz für die armen Kinder
Benefiz-Aufführung der Mädchen und Buben der Kolping-Theaterbühne – Viele Besucher
Die jüngsten Schauspieler der Kolping-Theaterbühne unter Leitung von Traudl und Hans Eigenstetter veranstalteten [...] gemeinsam mit KiW eine Benefiz-Theater-Aufführung. Die Veranstaltung hat sich gelohnt, denn etwa 100 Besucher nahmen die Einladung an und unterstützten damit das Projekt „KAKADU“- Kinderhilfswerk in Sri Lanka.
Die 60-minütige Aufführung mit Musikvorträgen, kurzen Geschichten und Gedichten stimmte die erwartungsvollen Besucher auf das kommende Weihnachtsfest ein. Traudl Eigenstetter zeigte sich erfreut über den überaus guten Besuch. Das Trompetentrio mit Andrea Dietlmeier, Max Piendl und Franz Wagner eröffnete und begleitete die unterhaltsame Aufführung des Abends.
Monika Wenk vom Zumhof stellte anschließend mit Bildern das Kinderhilfswerk „KAKADU“ in Sri Lanka vor. [...]
Die Familie Dietlmeier, Andrea (Klavier), Johanna und Eva (Flöte) spielte anschließend eine anspruchsvolle Sonate. Die Geschichte „Drei kleine Sterne“ wurde von Monika Rothermund vorgetragen, Selina Ostermeier sagte das Gedicht „Es war einmal eine Glocke“ auf und Juliane Stadler erzählte die Geschichte von „Weihnachten im Stall“. Monika Wenk fand es großartig, dass sich die Kinder der Kolpingbühne für das Kinderhilfswerk so eingesetzt haben. Die Spendenaktion brachte beachtliche 800 Euro und wurde von der Firma Hans und Ulrike Piendl auf 1000 Euro aufgestockt. Nach dem gemeinsamen Schlusslied „Stern über Bethlehem“, bedankte sich Monika Wenk für die großzügige Spende und Traudl Eigenstetter meinte, „schön, dass ihr alle da ward, einen so großen Besuch habe ich nicht erwartet.“
[Text und Bilder Horst Seppenhauser, Donau-Post]
Eingetragen am So. 11.12.2011Weihnachtskonzert der Musikschule
Viele Gruppen und Solisten spielten in Kirche
Zahlreiche Besucher bei Weihnachtskonzert der Musikschule – Breites Spektrum der Darbietungen
Am Sonntagnachmittag war die Wörther Pfarrkirche anlässlich des Weihnachtskonzerts der Musikschule Wörth sehr gut gefüllt. Viele Gruppen und Solisten waren mit ihren Lehrern im Einsatz und verzauberten die Ohren von Jung und Alt. Wieder einmal konnte sich das Publikum vom hohen Standard in der Wörther Musikschule überzeugen. Durch das Programm führte Thomas Stoiber, der im September diesen Jahres die musikalische Leitung von Birgit Eberl übernommen hatte. Die Musikschule Wörth unterrichtet derzeit rund 200 Schüler. Die Jüngsten davon sind gerade einmal fünf Jahre alt. Natürlich waren auch sie mit dabei und gaben ihr Können zum Besten.
Pünktlich um 16 Uhr eröffneten Simon Kränkl, Sebastian Sagmeister, Klaus Fischer und Markus Weigert mit ihren Blechblasinstrumenten das sehr gut besuchte Konzert. Weiter ging es mit einem traditionell Oberpfälzer Walzer. Lehrer Helmut Altmann präsentierte diesen mit seinen Gitarren-Schülern Daniel Zach, Luis Schmidmeister, Lena Schmalzl, Jonathan Wenk, Florian Mühlbauer, Laurenz Siegmüller und Samuel Baumgartner. Danach folgte ein Böhmisches Volkslied, das von Marlene Weber und Jana Weber mit Violine und Klavier vorgetragen wurde.
Im Anschluss daran spielte Sabrina Bauer am Klavier die Musette in C-Dur von Bach. Anschließend zeigten Eva und Johanna Dietlmeier ihr Können an ihren Altflöten. Weiter ging es mit dem Lied „Sailing“, vorgetragen von Selina Ostermeier, Alexander Kaiser, Antonia Amann und Lukas Adalbert.
Gesang und Tanz
Danach sangen und tanzten die Kinder der Musikalischen Früherziehung zum Lied „Macht die Türen auf“. Begleitet wurden sie von Ulla und Luzia Eicher sowie von Kilian Keim. Gleich darauf stimmten Magdalena Waas (Querflöte) und Josef Karl (Violine) wieder leisere Töne an. Luzia und Ulla Eicher ließen ein walisisches Lied mit ihren Klarinetten folgen. Danach sorgte Barbara Keil am Klavier für einen musikalischen Ohrenschmaus. Auch „Stern über Bethlehem“, vorgetragen von Eva Dietlmeier, Elina Köszter und Jessica Dietlmeier regten das Publikum zum Klatschen an.
Mit verschiedenen Instrumenten inszenierten danach Andreas Groß (Schlagzeug), Felicia Lohmeier (Querflöte), Katharina Schmid (Akkordeon), Teresa Meinzinger (Keyboard), Antonia Amann (E-Gitarre) und Moritz von Lieven den Ohrwurm „Over the Rainbow“. Jana Weber, Sabrina Bauer, Sabrina Furthmeier, Barbara Keil und Lisa Koller begleiteten danach die begnadete Sängerin Elisabeth Keil mit ihren Instrumenten.
Simon Klesse spielte am Klavier ein Stück von Ludwig van Beethoven. Lisa Günther, Simon Klesse, Petra Doblinger und Max Gröbner warteten im Anschluss daran mit einem israelischen Friedenslied auf. Als vorletztes Stück spielten nochmals die Blechbläser. Zum Schluss versammelten sich die Flöten-, die Akkordeon- und die Gitarrengruppe im Altarraum. Alle Besucher sangen dabei zum Volkslied „Es wird scho glei dumpa“ kräftig mit.
Auch Geigenunterricht
Helena Kränkl, die Vorsitzende des „Trägervereins“ Musikschule e.V., bedankte sich bei allen Mitwirkenden, bei den Lehrern, bei Pfarrer Johann Baier, der die beheizte Kirche zur Verfügung gestellt hatte und selbst im Publikum verweilte. Zudem galt ihr Dank der Stadt Wörth, die im Jahr 2011 ihren jährlichen Zuschuss aufgestockt hatte. Nur deshalb war es möglich, dass seit einigen Monaten auch Geigenunterricht angeboten werden kann. Dafür verantwortlich ist Hong Shen. Zudem dankte und lobte sie auch den neuen musikalischen Leiter Thomas Stoiber, dem sie eine tadellose Arbeit bescheinigte.
Der Eintritt war frei, aber die Besucher gaben natürlich freiwillige Spenden, die eins zu eins in die Anschaffung neuer Instrumente investiert werden. Nach dem Konzert verweilte der Großteil der begeisterten Zuhörer noch auf dem Kirchplatz, um den gelungenen Nachmittag bei Punsch, Plätzchen und deftigen Brötchen ausklingen zu lassen.
[Text und Bilder Donau-Post, Schmautz]
Kinder singen für Kinder
Adventskonzert erbrachte 700 Euro für VKKK
Veranstaltung des Kinderchors St. Michael unter der Leitung von Anton Menges
Das 16. Adventskonzert des Kinderchors St. Michael Hofdorf [...] in der Hofdorfer Kirche brachte, unter der Mitwirkung von Bastian Fuchs an der Orgel, dem Sängerverein 1893 Wörth mit Dirigent Max Pöllner sowie der Kindergruppe des Liederkranzes „Die Singvögel“ aus Geisling unter der Leitung von Dorothea Hess, mit einem eindrucksvollen Programm eine vortreffliche Einstimmung auf den Advent. Zu Beginn des fast zweistündigen Konzerts, das schon seit 16 Jahren unter dem Motto „Kinder singen für Kinder“ steht, sprach Menges in seinen Begrüßungsworten allen Mitwirkenden und den vielen Besuchern ein herzliches Dankeschön für ihr Kommen aus.
[...]
Der Chorleiter nannte die Aktion einen kleinen Grashalm, der vor fast 15 Jahren auf einem harten Felsen des Alltags gekeimt hat. Sie ist mittlerweile eine feste Tradition geworden. „Lassen Sie sich nun entführen in ruhige, fast melancholische Momente und lassen Sie sich mitreißen und berieseln von den Darbietungen“, so Menges. Mit den Liedern vom Kinderchor St. Michael, wie „Der kleine Grashalm“, „Ins Wasser fällt ein Stein“, und „Wagt euch zu den Ufern“ wurde das Konzert eröffnet.
Zwischen den Beiträgen der Gruppen und Chöre regte Erwin Mayer mit besinnlichen, aber auch mit heiteren und humorvollen Textbeiträgen, wie „Wenn es Winter wird“ oder „Der Kleine Nikolaus“, „Es schneit“ und zum Schluss „Weihnachten“ zum Nachdenken, Umdenken und Stillhalten an. Einen wahren Ohrenschmaus erlebten die Besucher bei den drei Stücken von Bastian Fuchs, einem jungen begnadeten Orgelspieler, mit der Orgelimprovisation „Jingle Bells“ sowie „Toccata in Seven“ und dem Orgelspiel „Fröhliche Weihnacht“.
Der Sängerverein Wörth mit seinem Dirigenten Max Pöllner sorgte mit beeindruckenden und rhythmischen Liedbeiträgen, wie „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, „Markt und Straßen“, „Gottes Sohn ist geboren heut“ und „Tochter Zion“ für eine enorme Bereicherung des Konzerts. Die Kindergruppe „Singvögel“ aus Geisling brachte sich mit „Lasst uns froh und munter sein“, „Christus ist geboren“ und „Rudolph, the red-nosed reindeer“ beim Konzert ein.
Die Hauptarbeit beim Adventskonzert lag natürlich beim Gastgeber St. Michaelschor, der mit neun Liedern und Beiträgen wesentlich zum erfolgreichen Gelingen des Nachmittags beitrug. Da zwischen den Konzertbeiträgen Spenden zugunsten des VKKK gesammelt wurden, konnte Chorleiter Anton Menges dem Vorsitzenden des VKKK, Professor Dr. Helmig, der schon öfter in Hofdorf weilte, einen Scheck in Höhe von 700 Euro übergeben. Das Geld wird nach Auskunft von Helmig für die Unterhaltskosten des Elternhauses eingesetzt, das 2010 eröffnet wurde. Den Abschluss des Adventsnachmittags bildete das mit allen Mitwirkenden und Zuhörern gesungene Lied „Miteinander gehen – zueinander stehen“. Nach dem Adventssingen wurden auf dem Kirchenvorplatz von den Eltern der Kinderchor-Mitglieder Glühwein, Punsch und Plätzchen angeboten.
[Donau-Post]
Eingetragen am Fr. 02.12.2011Peter Wenk u. Gertrud Wittkowsky (Zither): Heilige Nacht von Ludwig Thoma
„Heilige Nacht“ verzauberte Zuhörer im Bürgersaal
Peter Wenk trug Ludwig Thoma’s bekannte Verserzählung vor – Besinnliche Zithermelodien
Als der Schriftsteller Ludwig Thoma 1917 die Geburt Jesu neu interpretieren wollte, hatte er ein Problem: Wie sollte er an eine Erzählung herangehen, die jeder schon tausendmal gehört hatte? Was sollte er noch herausholen aus einer Story, die jedes Kleinkind auswendig konnte? Thoma hatte damals eine Idee: Kurzerhand verlegte er die Weihnachtsgeschichte nach Oberbayern und erzählte sie einfach so, wie ihm „der Schnabel gewachsen war“ – in breitestem Bairisch. Sein Werk „Die Heilige Nacht“ schlug ein [...].
94 Jahre später hatte auch der Regensburger Rezitator Peter Wenk ein Problem: Wie soll er Ludwig Thoma’s „Heilige Nacht“ seinem Publikum präsentieren? Wie soll er eine Geschichte neu interpretieren, die alle schon unzählige Male gehört haben, in der Schule, in der Kirche, im Radio, auf Adventsfeiern, unterm Christbaum? Eine Verserzählung, die, so hat es Wenk in seiner Ankündigung formuliert, „oft volkstümlich-verkitscht“ wird. Wenks Konzept klingt einfach: Er will den Text „wohltuend gegen den Strich bürsten“, „verschüttete Zwischentöne“ sollen wieder zum Vorschein kommen.
Eingestimmt werden die Zuhörer am Freitag im Bürgersaal von Gertrud Wittkowsky, einer vielfach ausgezeichneten Zitherspielerin [...]. Die Luft duftet nach Glühwein, als sie mit ihrer Zither eine nachdenkliche Eingangsmelodie spielt. Dann beginnt Peter Wenk die Weihnachtslegende vorzutragen: „Jetzt Leuteln, jetzt loost‘s amal zua!...“.
Sein Handwerk als Vorleser beherrscht Wenk, kein Zweifel. Jedes Wort betont er richtig, mal wird er laut, beginnt zu poltern, fuchtelt mit den Armen durch die Luft, wirft den Kopf hin und her, dann wieder senkt er die Stimme, wird ganz sanft, verfällt beinahe in ein Flüstern. Und dazwischen immer wieder die durchdringenden Blicke ins Publikum, die Gesichtsausdrücke, die jede Äußerung unterstreichen, die Sprechpausen. Es macht Spaß, ihm zuzuhören.
Auch singen kann er, das wird sofort klar, als die erste Gesangspassage erreicht ist. Begleitet von Gertrud Wittkowsky singt Wenk mit kräftiger, sicherer Stimme von der winterlichen Natur oder der beschwerlichen Herbergssuche.
Das Publikum hat der Regensburger inzwischen ganz auf seiner Seite. Alle hängen ihm an den Lippen, alle haben Bilder im Kopf. Bilder von einem bettelarmen bayerischen Ehepaar, das über schneebedeckte Hügel wandert, durch verschneite, stille Wälder. Das in einem Dorf ankommt, aber dort von den grantigen Wirtsleuten nur davongejagt wird. Das schließlich in einem dunklen Holzstadel unterkommt, auf einem Strohhaufen.
Nach etwa einer Stunde ist der Höhepunkt erreicht. Untermalt vom zarten Klang der Zither rezitiert Peter Wenk die Stelle, an der Jesus zur Welt kommt. Er macht theatralische Gesten, erzählt mit triumphierender Stimme von den funkelnden Sternen, vom Licht, vom brausenden Himmel, von den Harfen- und Orgelklängen, vom Singen der Engel. Dann wird es still, die Geschichte geht ihrem Ende zu. Langsam liest Wenk die letzten Sätze der „Heiligen Nacht“ vor, gewissermaßen ihr Fazit: „Und geht’s es in d’Mettn, ös Leut, na roat’s enk de Gschicht a wenig zamm! Und fragt’s enk, ob dös nix bedeut‘, dass’s Christkind bloß Arme g’sehg’n ham.“
Der [...] Abend hört schließlich genauso auf, wie er angefangen hat: Mit einer andächtigen Zithermelodie. Als die letzten Töne verklungen sind, ist es für ein paar Augenblicke ganz still im Bürgersaal, so still, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte. Die Zuhörer lassen die Geschichte nachwirken, viele haben den Kopf gesenkt, manche lassen ihre Blicke gedankenverloren umherschweifen. Dann setzt begeisterter Applaus ein und es kommt einem vor, als wäre man gerade aus einem Traum erwacht. Einem schönen Traum.
Eingetragen am So. 27.11.2011Adventkonzert des Regensburger Sergius-Chores
"Freundliches Licht heiliger Herrlichkeit", unter diesem Motto begeisterte der Sergius-Chor aus Regensburg am Sonntagabend zahlreiche Besucher in Wörth. Unter der Leitung von Georg Hahn lauschten die Gäste gespannt den sakralen Klängen in der Wörther Pfarrkirche, in deren Mittelpunkt festliche Hymnen und Gesänge aus den weihnachtlichen Liturgien der Orthodoxen Kirche stehen. "Das Ensemble formierte sich in seiner heutigen Gestalt im Jahr 1981 aus einer Vereinigung von Sängerinnen und Sängern, die an der Kirchenmusik des Orthodoxen Ostens, vor allem in ihrer kirchenslawischen Form interessiert waren", teilt die Gruppe mit. Georg Hahn führt den Chor, der selbst in der ostkirchlichen Tradition aufwuchs.
[Text/Foto: Hollender, MZ]
Eingetragen am Sa. 12.11.2011Shanty-Chor Regensburg - Seemanns Seelenleben
Freude und Leid, Gram und Gefahren...
Freude und Leid, Gram und Gefahren, die Erlebnisse und Eindrücke der Matrosen sind die bestimmenden Themen in den Melodien der Meere. Diese Stimmungsbilder zeichnete am Samstag der Shanty-Chor Regensburg IGW (Interessengemeinschaft Wassersport) mit seinem Leiter Matthias Klein beim „K.i.W.“-Konzert im Bürgerhaus Wörth. Nicht nur die versammelten Repräsentanten der Landkreis-Feuerwehr und der Polizeiinspektionen Wörth und Regenstauf verbrachten einen höchst unterhaltsamen Abend.
Stimmgewaltig setzten sich die Sänger nach einer kurzen Einführung von Bürgermeister Anton Rothfischer gleich bei der Ouvertüre mit dem Vortrag des Ballmann-Beitrags in Szene, einem Loblied auf den tüchtigen Vorsitzenden Siegfried Ballmann, auf die liebenswerte Heimatstadt Regensburg und die Lebensader Donau. Der vierstimmige, raumfüllende Gesang, begleitet mit Gitarre und Geige, mit Akkordeon und Mundharmonika, würdigte in englischer und deutscher Sprache und im Dialekt der Küstenregionen immer wieder Freiheit und Unabhängigkeit, schilderte Schwermut und Herzschmerz beim Abschied, er berichtete von den Sehnsüchten und Erwartungen, die sich mit den Reisen in ferne Länder verbanden.
Den Status eines berühmten Evergreens in diesem Repertoire haben Kompositionen wie „Rolling home“ und „Fiddler’s Grenn“ erreicht, wie „It’s a long way to Tipperary“ oder „Hamborger Veermaster“. Diese Erzählungen beklagen nicht allein die Missstände an Bord eines Schiffes und die miserable Verpflegung, sie drücken Enttäuschungen aus, aber auch die Hoffnung auf ein kleines Stück vom großen Glück in Kalifornien, wo Berge von Gold warten. Anerkennender Beifall für die Gäste war der verdiente Lohn für ein musikalisches Erlebnis.
[Sepp Raith, Donau-Post]
Soirée musicale mit Elmar Holzner
Klassische Stunden im Einklang mit literarischen Musikwerken.
Zum Konzert mit Elmar Holzner am Klavier kamen rund 40 Besucher, denen viel geboten wurde. Ungehörtes und Unerhörtes aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, von Elmar Holzner musikalisch in Szene gesetzt, zog das Publikum in seinen Bann. Die Lebensbereiche - Begegnungen, Liebe, Lebenslust, Schönheit und ihr Spiegel - wurden in textliche und musikalische Form gefasst. Die fünfte Abteilung war Franz Schubert gewidmet und mit „Es war einmal“ deutschen Tänzen aus der Zeit der Biedermeier.
Das 19. Jahrhundert war ein Zeitabschnitt, der viele große Künstler hervorbrachte. Darbietungen waren nicht mehr nur dem Adel vorbehalten, sondern hielten auch Einzug in die Salons des gutbetuchten Bürgertums.
Die vorgetragenen Texte und Klavierstücke stammten größtenteils von Komponisten, die wie man heute sagen würde, den internationalen Durchbruch nicht geschafft haben und die doch wunderschön anregende und beruhigende Musik schrieben. Die Auswahl der Musikstücke kam beim Publikum sehr gut an. Die Kompositionen von den Kapellmeistern Cesare Cui, Nikolaus von Wilm, Ruggiero Leoncavallo, Carl Reinecke, Alfons Czibulka und von Peter Lasson, Eduard Schütt, Anton Bauer, Josef Schrammel und Siegfried Translatuer waren ein besonderer musikalischer Genuss. Das Publikum dankte es im mit einem anhaltenden Beifall.
[Donau-Post, Horst Seppenhauser]
Eingetragen am Sa. 22.10.2011Corner Mocks
Ein starker Auftritt
Einen starken Auftritt hatte am Samstag die Musikgruppe „Corner Mocks“ aus Regensburg [...] im Schlosskeller. Die 150. Jubiläumsveranstaltung der bestens bekannten und beliebten Rockgruppe im Raum Regensburg sprühte an diesem Abend voller musikalischer Leidenschaft. Die Begeisterung sprang sehr schnell über auf die Rock ’n’ Roll-Fans. Mitmachen auf der Tanzfläche war angesagt. [...]
[Donau-Post, Horst Seppenhauser]
Eingetragen am So. 16.10.2011Stadt(ver)führung: Streit um das Walhallabockerl in drei Akten nachgespielt
Die Auseinandersetzung zwischen Wiesent und Wörth aus dem Jahre 1897 war Gegenstand eines Historien-Spektakels - mit Szenen an Original-Schauplätzen.
"Fest stand nur, wir machen was, um für die Stadt(ver)führung zu werben", schmunzelte Johann Festner. [...]. Was die Gruppe machte, konnten die Wörther und die Wiesenter am Sonntag im Rahmen der Stadt(ver)führung zum historischen Streit zwischen den Gemeinden Wörth und Wiesent über die Streckenführung der Walhalla-Bahn erleben. In einem Spektakel in drei Akten spielten Wörther und Wiesenter Darsteller, historisch und amtsgerecht gewandet, den Krach ums Walhallabockerl nach.
Die erste Szene konnten die Besucher zu Beginn einer Wanderung im Haslet in Wörth verfolgen. Eine Delegation der Stadt machte sich zum Originalschauplatz auf, dem Gasthaus Schellerer in Wiesent, in dem das historische Ereignis einer derben Redeschlacht am 28. März 1897 stattfand. "Es ging dabei wirklich zur Sache", haben Johann Festner und Heimatpfleger Peter Lutz in Archiven der lokalen Presse recherchiert.
Im Gasthaus Schellerer spielte sich der zweite Akt des von Johann Festner geschriebenen Spektakels ab. Die beiden Orte hatten gänzlich unterschiedliche Vorstellungen über eine Trassenführung der Eisenbahnanbindung an Regensburg. Die Wiesenter Abordnung schlug damals vor, die Bahnlinie über Kruckenberg, Bach und Sulzbach bis nach Donaustauf zu führen, um dort an die Walhallabahn anzuschließen. Den Wörthern schwebte hingegen vor, die Bahnstrecke über die Donau nach Pfatter zu queren und über Geisling und Illkofen nach Regensburg zu verlegen. "Die Meinungen prallten damals dermaßen heftig aufeinander, dass Freundschaften zerbrachen und sich offene Feindschaften entwickelten. Sogar Geschäftsbeziehungen wurden aufgekündigt ", erklärte Johann Festner, der die Entwicklung des Jahres 1897 in seinem kleinen Schauspiel auf einen Tag komprimiert hat.
"Seit Monaten arbeiten Sie gegen uns Wiaderer. Kemmt's no amol umma mit eiane Bittgäng. Aushaua damma eich", polterte der Wörther Pfarrer, zumindest im Schauspiel von Johann Festner. "Eitz hauts ab", ereiferte sich der Wiesenter Pfarrer Thomas Hausladen, und beide Seiten wollten aufeinander losgehen. Schließlich warf der Schellerer-Wirt damals beide Parteien aus seinem Gasthaus.
Den dritten Akt des "Spektakels" gestalteten Peter Lutz und Johann Festner mit einem Referat über die gesamte Geschichte der Walhallabahn. Diesmal friedlich nebeneinander, genossen die Zuschauer aus Wörth und Wiesent die geschichtliche Zeitreise unter der Regie von Edi Ebenbeck. [...]
[Text Hartmut Oertel, MZ; Fotos Johann Festner]
Eingetragen am Sa. 08.10.2011Bob Dylan-Abend
Das muss jetzt doch noch weitergehen!
Es ist sehr selten, aber dennoch kennt jeder dieses Gefühl - "Nein, der Film darf jetzt noch nicht aus sein" oder "Ich will nicht , dass dieses Buch jetzt schon zu Ende ist".
Gestern ist es einigen der vielen Zuhörern so ergangen. Einer hat es auch artikuliert. Als die Band beim Konzertende sagte: "Ihr wart ein wunderbares Publikum", rief er zurück: "Wir sind es immer noch!". Die klare Aufforderung noch lange weiterzumachen.
Einführend las Theologieprofessor Knut Wenzel ein Kapitel aus seinem Buch "Hobo Pilgrim - Bob Dylans Reise durch die Nacht. Um die sechziger Jahre, der "Jugend der Welt", ging es. Die Zeit also, zu der Bob Dylan die Bühne betrat. Später las er dann noch einen kurzen Ausschnitt über die Stimme Bob Dylans.
Und dann die Band. Alle Musiker (Irmi Haager Gesang, Hans "Yankee" Meier Gitarre, Sepp Frank Akkordeon, Cello und Banjo, Chris Stöger, Schlagzeug und Wolfgang Berger, Kontrabass) spielen ihren ganz eigen Stil, aber Bob Dylans Lieder bleiben wiedererkennbar. Eher ruhig kommen sie daher. "Kein Ton zu viel", wie Yankee Meier selber sagt. Und wenn dann das Akkordeon ganz leise einschwebt, dann muss man den Text nicht verstehen, um zu verstehen, was das Lied zu sagen hat.
[Bilder: Klaus Christl, Donau-Post]
Eingetragen am Fr. 07.10.2011Zariza Gitara
Gut 60 Besucher waren gekommen, um sich von „Zariza gitara“ musikalisch einstimmen zu lassen in Zariza (Königin, Zarin) – ein russisches Wort, welches aber auch Einklang in die Sprache der Zigeuner gefunden hat.Die Lieder erzählten von der Weite der russischen Steppe, vom Leben der Zigeunervölker, von den Festen, der Sehnsucht, der Trauer. „Wenn ich Flügel hätte“, sangen Valeriya und Olessia mit ihren variationsreichen Stimmen. Die Musik steckte an und verleitete zum Mitsummen,die perfekt gespielten Instrumente klangen traditionell.Wie kaum eine andere Musik bringen die Lieder der russischen Zigeuner den übergroßen Reichtum der menschlichen Seele zum Ausdruck, in der Glück und Leid oft dicht beieinander liegen. Mit einer Zugabe belohnt, bedankte sich das Publikum mit anhaltendem Beifall für den schönen musikalischen Abend.
Eingetragen am So. 02.10.2011Stadt(ver)führung: Mein Schönster Platz in Wörth
Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche.
Kinder und Jugendliche sind aufgerufen, Wörth so zu malen, wie sie es sehen. Die Bilder werden in den Schaufenstern der Geschäfte am Herbstmarkt ausgestellt und die Schönsten werden sogar von einer fachkundigen Jury prämiert.
Unter dem Motto „Mein schönster Platz in Wörth“ hat sich der Werbekreis im Rahmen der Stadt(ver)führungen 2011 eine tolle Aktion für Kinder und Jugendliche ausgedacht. Die Gemeinschaftsaktion der Einzelhändler richtet sich an alle Kinder und Jugendliche aus Wörth und seinen Ortsteilen, die gerne malen und zeichnen. Gesucht sind die schönsten Bilder von der Stadt Wörth. Egal, ob Gebäude, Treffpunkte, Feste, Plätze oder Personen alles darf dargestellt werden. Die jungen Künstler sollen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Stadt Wörth aus ihrem Blickwinkel malen. Es kann geklebt, gebastelt mit Wasserfarben und Buntstiften gemalt werden, wer will kann auch Collagen anfertigen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Die Bilder werden zum Herbstmarkt in Wörth am 02. Oktober 2011 in den Schaufenstern der teilnehmenden Geschäfte ausgestellt. Die eingegangen Arbeiten werden Ende Oktober von einer neutralen Jury anonym bewertet. Für die besten Bilder stiftet der Webekreis Wörth tolle Einkaufsgutscheine, die in Geschäften der Innenstadt eingelöst werden können. Mitmachen lohnt sich!
Die Kunstwerke können im Wörther Buchladen oder im Schuhhaus Weichser abgegeben werden. Teilnahmeschluss ist der 29. September 2011. Auf der Rückseite der Bilder ist jeweils der Name, das Alter und die Adresse des Künstlers zu vermerken.
Eingetragen am Mi. 28.09.2011Biermösl Blosn - Ausverkauft
Aufhören soll man, wenn es am schönsten ist!
Die Biermösl Blosn im Schlosskeller bei einem ihrer letzten öffentlichen Auftritte Gaudi und Stimmung mit lokalen running gags - Musikalische Darbietung auf hohem Niveau
Für einen Nachruf ist es eigentlich noch zu früh. Trotzdem: Die Biermösl Blosn, die am Mittwochabend im Schlosskeller einen ihrer letzten öffentlichen Auftritte hatte, dem beigewohnt zu haben für die rund 300 Gäste somit eine quasi historische Dimension hat, wird es ab 21. Januar nicht mehr geben. Am Abend zuvor werden die drei Well-Brüder Christoph, Hans und Michael ein letztes Mal gemeinsam vor Publikum spielen. Umso höher ist es Johann Festner, dem Initiator und Motor von Kultur in Wörth anzurechnen, dass es ihm gelungen ist, das eigenwillige, aufmüpfige und anarchistische Trio für diesen letzten Auftritt in der Region zu gewinnen. Deutlich wurde allerdings auch, dass die Entscheidung, sich zu trennen, richtig ist.
„Es darf nicht sein, dass wir als Papageien enden, die immer nur wieder ihre eigenen Texte aufsagen“, hatte Hans Well, der ältere der Brüder, bei der Bekanntgabe der Trennung Ende August in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung gesagt. Seit ihrer Gründung vor gut 35 Jahren verbindet die Biermösl Blosn bayerische Stubnmusi mit politisch-satirischen Texten in Mundart und ist insbesondere durch Auftritte mit dem Kabarettisten Gerhard Polt einem großen Publikum bekannt geworden. Sie hat sich unvergängliche Verdienste dadurch erworben, dass sie immer dann zur Stelle war, wenn die CSU versucht hat, Politik gegen die Bevölkerung durchzusetzen. Als bekanntestes Beispiel in dieser Region mag ihre Unterstützung des Widerstandes gegen die WAA in Wackersdorf gelten.
Feindbilder fehlen
Mit der zunehmenden Europäisierung der deutschen und auch der bayerischen Politik sind den Musikkabarettisten zwischenzeitlich aber schlicht die Feindbilder abhanden gekommen. An einem Franz-Josef Strauß konnte man sich reiben, auch noch an einem Edmund Stoiber. Aber ein Horst Seehofer überholt die Kabarettszene regelmäßig rechts und liefert durch seine populistischen Vorstöße nicht nur die Vorlagen sondern gleich auch noch die kabarettistische Überspitzung, für die eigentlich die Well-Brüder zuständig wären. Und ein Markus Söder - „Söder, der wirbellose“ - kann das auf Dauer alleine auch nicht herausreißen. „Seit fünf Jahren ist es immer schwieriger, neue Texte einzustudieren.“ Und, vor allem: „Die CSU ist auch nicht mehr das, was sie einmal war“, hatte Hans in einem Interview mit der dpa anlässlich der Bekanntgabe der Trennung gesagt.
„Herausragender“ Schötz
Das war auch im Schlosskeller nicht zu überhören. Zwar peppen die drei Künstler ihr Programm gekonnt durch regelmäßige Einsprengsel lokaler Ereignisse und Eigenarten immer wieder auf - und ernten dadurch auch zuverlässig Lacherfolge beim dankbaren Publikum, wenn sie zum Beispiel den „berühmten Seehofer-Freund Herbert Schötz“ als herausragend bezeichnen, besonders dann, wenn er zwischen zwei Gartenzwergen steht, oder wenn sie auf den unrühmlichen Empfang des neuen Wörther Pfarrers durch anonyme Anschuldigungen im „Pius-Brüder-Stil“ anspielen. Wer die Blosn aber in den letzten Jahren öfter erleben durfte, kam nicht umhin festzustellen, dass der Rahmen immer der gleiche bleibt (das hatte Hans Well wohl mit ‚Papageien’ gemeint) und sich fast nur die Lokalbezüge ändern.
Fast, denn die drei sind so professionell, dass sie auch aktuelle politische Entwicklungen, wie etwa die Kandidatur Christian Udes zum Ministerpräsidenten („der Ude macht sich Hoffnungen, der Seehofer in’d Hos’n“) oder die missglückte Olympia-Bewerbung der Landeshauptstadt auf die Schippe nehmen. Und zwischendurch blitzt immer wieder die alte Größe auf, wenn sie beispielsweise vom CSU-Bürgermeister ihrer Heimatgemeinde Ried erzählen, der seit 31 Jahren an der Macht ist - „ein Jahr länger, als Mubarak“ - und bei der Bürgerversammlung die „zuagroaste“ Funkmast-Gegnerin niedermacht: „Erst 25 Jahr da wohna und scho s’Mai aufreiss’n!".
Kampf dem Warsteiner
Über weite Strecken aber beschränken sich die Brüder auf running gags, wie etwa die Anspielungen auf die Qualität von Warsteiner Bier - „wird als Brechmittel in Guantánamo eingesetzt“ - oder die Atmosphäre des spartanisch anmutenden Schlosskellers - „diese herrlich geschmückte Mehrzweckhalle“ wahlweise „diese Gruft“ - der, zugegebenermaßen, aufgrund seiner schlauchartigen Länge für solche Veranstaltungen nicht ideal ist. Am besten kommen die immer wieder eingestreuten lokalen Anspielungen an, etwa die: „Wo samma do higrod’n, wo’s a Fußgängerzone für Autos ham“, oder: „In da Kinderkrippe san ganze vier Kinder, dafür trifft se die Jugend in am verrost’n Container“.
Grandiose Musiker
Gut, dass die Well-Brüder so grandiose Musiker sind. Von ihrem hervorragenden Ruf als anarchische und dickschädlige Institution alleine hätten sie nämlich bei diesem Auftritt nicht zehren können. Gaudi?, ja!, und Stimmung?, ausgezeichnet!, den ganzen Abend lang. Aber politisch, gar anarchistisch? Da ist die Luft wohl raus. Vor allem Christoph und Michael bestechen mit ihrer musikalischen Vielseitigkeit. Beinahe bei jedem Stück spielen sie andere Instrumente, von Tuba und Okarina über Dudelsack und Bachtrompete bis hin zu Harfe, Drehleier und Alphörnern (deren Schalltrichter die Gäste in der ersten Reihe zum allgemeinen Ergötzen auf ihre Schultern nehmen mussten, weil die Bühne zu kurz ist). Hans hingegen (er spielt Harmonika und Gitarre) gilt als der Kopf der Truppe, der, der für die Texte zuständig ist.
Eigene Wege gehen
Und genau da ist auch die Sollbruchstelle der Biermösl Blosn. Während Hans das politische Programm des Trios stärker erneuern wollte, möchten Christoph und Michael künftig den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf den musikalisch-instrumentalen Bereich legen. Um diesen Gegensatz zu überbrücken und die Gruppe zusammenzuhalten, fehlen nach so vielen Jahren wohl der Biss und die Energie. Stattdessen könnte sich der älteste Bruder nun eine Zusammenarbeit mit dem Kabarettisten Dieter Hildebrand vorstellen. So oder so, die Well-Brüder werden der Allgemeinheit wohl erhalten bleiben. Wenn auch nicht mehr als Biermösl Blosn. Aufhören soll man immer dann, wenn es am schönsten ist, besagt eine Volksweisheit. Ein Glück, dass die drei diesen Zeitpunkt nicht verpasst haben.
[Text: ThomasHossfeld; Bilder: Barbara Kaiser]
Stadt(ver)führung: Workshop Musizieren
Afrikanische Klänge und Tanz im Bürgersaal
Fünf Workshops abgehalten
Afrikanisch singen, tanzen und spielen war angesagt am Sonntag beim Workshop in der Musikschule. [...]
Um 14 Uhr versammelten sich 35 Mitwirkende, bestehend aus allen Altersgruppen, im Bürgersaal, um in fünf Workshops, wie Chor und Instrumentalensembles, von den Musikschullehrkräften geleitet, einen afrikanischen Song vorzubereiten.
Zu Gast war zur Freude aller die ehemalige Leiterin der Musikschule Wörth, Birgit Eberl. Ihre Teilnahme am Workshop-Chor beim Singen und Tanzen bei der Aufführung begeisterte alle Mitwirkenden und die Besucher.
Die erste Gruppe unter Leitung von Evi Ruidisch studierte Singen und Tanzen für das Gesamtprojekt ein. Fleißig übte auch die Percussionsgruppe mit Markus Weigert, das Bläserensemble unter Leitung von Sabine Schwedt, die Gitarrengruppe mit Helmut Altemann und die Xylophongruppe unter Leitung von Andreas Winkler.
Um 15.15 Uhr war es so weit, um erstmals gemeinsam mit einer Gesamtprobe die fünf Workshops miteinander zu verbinden und den afrikanischen Song zu vervollständigen. Für die Bewirtung mit Kaffee, Kuchen und Getränken für die aktiven Mitglieder zeigte sich Vorsitzende Hella Kränkl vom Trägerverein der Musikschule Wörth verantwortlich. Kostenlos war die Teilnahme am Workshop und der Besuch der Aufführung, die um 16.30 Uhr voller Spannung erwartet wurde.
Gekonnt setzten die Akteure musikalisch und tänzerisch das gelungene Werk auf der Tanzfläche in sehenswerter Weise in Szene.
Stadt(ver)führung: 7. Herbstfest des Regionalmarktes
Kochende Kommunalpolitiker
Jeder machte aus Überzeugung mit, jeder ließ sich einspannen und für die Arbeit am Kochtopf gewinnen. Bürgermeister Anton Rothfischer und seine Stellvertreter Josef Schütz und Gerhard Schmautz rührten am Samstag beim siebten Jahrestag des RegionalmarktesWörth, tatkräftig unterstützt von Stadtrat Hans Festner, kräftig in der pikanten Gulaschsuppe, die den Besuchern angeboten wurde (links). Für die richtige Begleitmusik am Vormittag sorgte das „Lexengangerl-Trio“ aus Brennberg mit Andreas Haimerl, Roman Schwinger und Simon Kreimel. Direktvermarktung kommt an. Längst, so wissen die Vertreter der Stadt, sind die sechs Stände in der Regensburger Straße zu einem Treffpunkt qualitätsbewusster Kunden geworden. „Der Verbraucher achtet heute auf gute und gesunde Nahrungsmittel“, bekräftigte Josef Schütz, dessen Ansicht Richard Schweiger nur unterstreichen konnte. Der Kiefenholzer Landwirt, der die tragende Säule dieses Wochenmarktes ist, beurteilt die Ausgangslage recht positiv. „Wir können mit der Resonanz zufrieden sein“, bekräftigte er mit dem Hinweis, dass der Teilnehmerkreis noch aufnahmefähig ist. Interessenten, die diese Händlergruppe verstärken möchten, können sich jederzeit an Richard Schweiger wenden.
[Donau-Post, Sepp Raith]
Eingetragen am So. 11.09.2011Stadt(ver)führung: Angerfest mit Obstbaumversteigerung in Kiefenholz
Gut und gefragt
.Herrliches Spätsommerwetter, großes Interesse und zumindest ein guter Teil der knapp 100 Stämme mit einer wahren Fülle reifer und saftiger Äpfel - die Rahmenbedingungen bei der traditionellen Obstbaumversteigerung in Kiefenholz hätten besser kaum sein können. Gut 60 Personen folgten am Sonntag dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Wörth auf Schritt und Tritt durch den Anger, der das kerngesunde Obst problemlos an die Bewerber brachte. Josef Schütz (links im Bild) erfüllte seine Aufgabe mit Bravour. Die Erträge von knapp 100 Bäumen mit den Sorten „Grafensteiner“ und „James Grieve“, „Jonathan“, „Rebella“ und „Kaiser Wilhelm“ fanden dankbare Abnehmer. Ständig an seiner Seite befand sich der OGV-Vorsitzende Siegfried Stadler, der die Einnahmen einsammelte. Der Erlös wird - wie immer - für Unterhalt und Pflege der Anlage verwendet. Eine richtig gute Ergänzung war das Angerfest der Kiefenholzer, wo die Besucher den Aufenthalt im Donaudorf bei Brotzeit, Kaffee und Kuchen ganz gesellig abrunden konnten.[Text: DP, Sepp Raith; Fotos Johann Festner]
Eingetragen am Sa. 10.09.2011Red Aerostat und,Pia, Simon und Andy
Nachwuchskünstler auf Schloss Wörth
Es ist die Leidenschaft zur Musik, welche die jungen Künstler sichtlich auf der Bühne ausstrahlen. Am Wochenende traten zwei Nachwuchsbands im Schlosskeller auf. Pia Eigenstetter, Simon Festner und Andy Bauer ließen das überwiegend junge Publikum in ein entspanntes musikalisches Meer eintauchen. Die Gruppe spielt erst seit zwei Wochen in dieser Besetzung und präsentierte ihre größtenteils selbst geschriebenen Songs mit viel Feingefühl. Als Hauptband stand Red Aerostat auf dem Programm. Vor nicht einmal einem Jahr gründete sich die junge Gruppe in Zinzenzell, kürzlich belegte sie beim Localvision Bandcontest in der Alten Mälzerei einen sensationellen zweiten Platz. Tobias Bauer, Christoph und Joseph Lanzinger sowie Max Pielmeier wussten mit Rock- und Folk-Songs zu gefallen, die ausnahmslos selbst komponiert sind. "Covern kommt für uns nicht infrage."
Text: MZ, Christoph Hollender; Bilder: DP, Sepp Raith und Sigi Helm.
Eingetragen am Sa. 27.08.2011Apfel(ver)führung mit der Stadt(ver)führung - Vom Apfel zum Saft
Saft aus eigenen Äpfeln schmeckt halt besser
OGV-Vorsitzender Siegfried Stadler erklärte Interessenten neue Kelterei in Oberachdorf.
Am Samstag lud der OGV, im Rahmen des „K.i.W.“-Programms „Stadt(ver)führung“, in die vereinseigene Kelterei in Oberachdorf ein. Trotz des Regens fanden sich einige Interessenten ein, die gespannt den Ausführungen von Vorsitzendem Siegfried Stadler lauschten.
Zu Beginn der Führung lobte zweiter Bürgermeister Josef Schütz das hervorragende Engagement des OGVs. Die Kelterei sei nach dem Schlosskeller schon das zweite Projekt, dem sich die Mitglieder annähmen. Einen Einblick in den Ablauf des Pressens gab Vorsitzender Siegfried Stadler. Die Kelterei, die rund 50000 Euro kostete, sei seit letztem Jahr in Betrieb. „Die Nachfrage war bereits im vergangenen Jahr schon so groß, dass wir gar nicht alle Interessenten bedienen konnten“, so Stadler.
Die ehrenamtlichen Arbeiter pressen an den Wochenenden im Herbst. „Wir verwenden nur reife Äpfel, das kann schon auch Fallobst sein, solange es richtig reif ist“, erklärte er weiter. Dann ging es an die etwa 25000 Euro teure Anlage. Die Äpfel kommen zunächst in einen Trichter, dort werden sie gewaschen, bevor sie von einer Schnecke im Inneren der Maschine zur Mühle nach oben befördert werden. Der entstandene Brei wird dann in Tücher gewickelt und, mit jeweils einem Rost dazwischen, gestapelt. Anschließend presst ein Stempel mit etwa 30 Tonnen den Saft aus dem Brei. Der Saft wird hier zum ersten Mal gesiebt, bevor er durch einen Filter in die bereitstehenden Behälter läuft. Hiervon besitzt die Kelterei zwei. „So können wir immer zwei Kunden gleichzeitig bedienen“, erklärte Stadler diesen Umstand.
Der Saft wird dann auf 78 Grad Celsius erhitzt. Bei dieser Temperatur gärt der Saft nicht mehr, aber die Vitamine bleiben noch erhalten. „Wenn der Saft zu heiß gekocht wird, merkt man das auch. Dann schmeckt er nach Apfelmus“, so Stadler. Zum Schluss wird der noch heiße Saft in Beutel abgefüllt. Dazu werden diese auf eine Waage gelegt. Das Ventil schließt dann automatisch, wenn der Beutel ein bestimmtes Gewicht erreicht hat. Der gefüllte Beutel, an dessen Öffnung sich ein Zapfhahn befindet, wird in einem Karton verpackt, der immer liegend gelagert werden sollte. „Durch den heißen Saft wird der Zapfhahn sterilisiert. Lagert man den Karton aufrecht, kommt der Saft nicht an den Hahn“, erklärte Stadler. [...]
[Text Donau-Post, Bilder Johann Festner]
Eingetragen am Sa. 13.08.2011Stadt(ver)führung: Schleppertreffen der Eicher- und Oldiefreunde
Rekordbeteiligung bei großem Oldtimer-Treffen
Eicher- und Oldiefreunde verzeichneten über 230 Fahrzeuge – Zweitägiges Fest gut besucht
Am Sonntag war in Hofdorf stundenlang der markante Sound alter Traktoren zu hören. Die Eicher- und Oldiefreunde verzeichneten bei ihrem Oldtimertreffen mit über 230 Fahrzeugen einen Rekordbesuch. [...]
Zum Heimatabend am Samstag waren von Imelda Kerscher Einladungen an 160 Personen der Jahrgänge 1930 bis 1960 verschickt worden. Franz Fuchs präsentierte an mehreren Ausstellungswänden zahlreiche Fotos aus der Geschichte Hofdorfs, welche das Interesse der vielen Festbesucher weckten. Die ältesten Aufnahmen stammten aus den 20-er Jahren und zeigten zum Beispiel das Innere der Kirche St. Michael. Auch alte Arbeitstechniken waren auf den Abbildungen zu sehen. Zudem wurde das gesellschaftliche Leben in Hofdorf dokumentiert. So gab es 1952 eine Theatergruppe. 1963 konnten sich vor allem die Kinder über einen kleinen Skilift freuen.
Unter der Leitung von Ulrike Riedel-Waas zeigte eine Kinder-Volkstanzgruppe ihr Können. [...]Im Rahmen des des Heimatabends entwickelten sich viele Gespräche[...]
Im Lauf des Sonntagvormittags trafen die zahlreichen Oldtimer-Schlepper auf der Festwiese ein und viele Gäste ließen sich die Fahrzeugschau nicht entgehen. Die Besitzer hatten ihre alten Schlepper, die nahezu alle in einem erstaunlich guten Zustand waren, auf Hochglanz poliert. [...]
Um 14 Uhr begann mit der Dorfrundfahrt ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung. An den Straßenrändern standen viele Personen und bestaunten die zahlreichen Traktoren, die von ihren stolzen Besitzern durch den Ortsteil gelenkt wurden. Neben dem tollen Erscheinungsbild der Oldtimer beeindruckte auch der spezifische Klang der Motoren die Zuschauer.
Später folgte die Preisverleihung. Für das älteste Fahrzeug gab es einen stattlichen Pokal: Der Fendt, Typ Dieselross aus dem Jahr 1936, hat elf PS und gehört dem siebenjährigen Lukas Simml aus Eitenzell, Gemeinde Rettenbach. Das Fahrzeug wird von seinem Vater gelenkt. Die meisten Fahrzeuge, insgesamt 24, kamen von den Oldtimerfreunden Kirchroth, auch hierfür gab es einen Preis. [...]
[Donau-Post, Soller]
Eingetragen am So. 31.07.2011Stadt(ver)führung: Wissenswertes über Wörth bei „Stadtrallye“
21 Kinder bei der „K.i.W.“-Veranstaltung „Stadtrallye“ – Sieben Stationen und Fragen
Auf jeden Fall ein positives Signal! Jugendliche machen bei „Kultur in Wörth“ (K.i.W.) mit und interessieren sich für das Angebot. Auf das Konto von Maximilian Miener und Manuel Bauer geht der Beitrag „Stadtrallye“ im Rahmen der Reihe „Stadt(ver)führung“. Mit 21 Mädchen und Buben im Alter zwischen fünf und zehn Jahren hat dieser informative und unterhaltsame Wettbewerb am Sonntag einen Zuspruch gefunden, der den Erwartungen von Stadtrat Hans Festner voll und ganz entsprochen hat: „Mit diesem Ergebnis kann man am ersten Ferienwochenende sehr zufrieden sein.“
Wissenswertes über Wörth erfuhr die Gemeinschaft bei den sieben Stationen, wo die in vier Gruppen aufgeteilten Teilnehmer von einem Gesprächspartner empfangen wurden. Die kurzen Vorträge, so das Grundprinzip der Aktion, enthielten die Antwort auf die abschließende Frage. Der Startschuss fiel beim Gartenfest der Feuerwehr, deren Arbeit, Aufgaben und Pflichten Kommandant Hans Bornschlegl erläuterte. Des Rätsels Lösung an dieser Stelle sollte eigentlich jeder kennen: die Notrufnummer 112.
Die nächsten Ziele beim Spaziergang durch die Stadt waren der Kindergarten und die historische Schußhütte, wo sich „kinder-reich“-Leiter Tobias Schreier und „Gilde“-Schützenmeister Josef Weinzierl den Aufgaben stellten. Nach dem Abstecher zum Petersplatz, wo Ortsheimatpfleger Fritz Jörgl den Namen des alten Stadttores erfahren wollte, führte der Weg zur Schloßstraße mit Blick auf die Pestkapelle, die Hans Festner in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte.[...]
Zeit für diesen „K.i.W.“-Beitrag nahm sich zudem Bürgermeister Anton Rothfischer. Er lenkte im Rathaus in gebotener Kürze die Aufmerksamkeit auf wesentliche Daten in der Geschichte des Ortes – wie die Stadterhebung anno 1954. Letzter Bezugspunkt war die Pfarrkirche „St. Peter“, in der ab September ein neuer Seelsorger das Messopfer feiern wird. Sein Name war gefragt: Pfarrer Johann Baier. [...]
Den Lohn für Teilnahme und Interesse bekamen die Mädchen und Buben schließlich im Bürgersaal. Kleine Geschenke und Bücher vom Wörther Buchladen verteilten Manuel Bauer und Maximilian Miener, die mit Marion Zeitler, Antonia Amann, Michaela Konakow, Sarah Galasch, Stefan Bauer und Stefan Fischer die Kinder zu den Haltestellen begleiteten. Eine Zugabe durften sie beim „Eisbären“ bestellen.
Eine Anerkennung bestätigt deutlich, wie wichtig gerade die Einbindung der Kinder in das kulturelle Programm ist. Der Fonds Soziokultur hat nach Darstellung von Hans Festner die Idee, dass Jugendliche dieser Zielgruppe ein kulturelles Forum bieten, für förderungswürdig befunden. „Eine Auszeichnung durch Fördergelder“, verdeutlichte der „K.i.W.“-Repräsentant den Wert des Projektes, „erhalten nur wenige herausragende Initiativen.“
[Donau-Post, Sepp Raith]
Eingetragen am Sa. 30.07.2011Stadt(ver)führung: Kegeln mit Champions-League-Sieger und Weltmeisterin
Kegeltraining mit zwei kompetenten Ratgebern
Tipps von Beate und Karl Geier bei „K.i.W“
Gewusst wie! Gewonnen haben beim „K.i.W.“-Kegelkurs am Samstag auf der Bahn im Gasthof Geier alle Sportfreunde, die mit zwei kompetenten Lehrmeistern übten. Tipps und Anregungen bekamen sie von Beate und Karl Geier, die viele nationale und internationale Erfolge feiern konnten und sich Zeit nahmen für ein Intensivtraining mit den Besuchern. [...]
Schon die Vorbereitung muss stimmen. Richtige Haltung, kerzengerader Anlauf und dann die Kugel mitten in die Gasse. Wenn die Praxis nur so einfach wäre! Videoaufzeichnungen, die „Charly“ Geier analysierte, deckten die Fehler im Bewegungsablauf und den Korrekturbedarf auf. „Kegeln ist die Kombination von Kondition und Konzentration“, bekräftigt der dreifache Weltpokal- und Champions League-Sieger, der sich nach 24 Jahren bei den Bundesligisten SC Regensburg und Victoria Bamberg wieder seinem Heimatverein angeschlossen hat. Für die TSV-Abteilung war das Engagement von Beate und Karl Geier allemal von Vorteil. Die beiden Freunde Johannes Hack und Stefan Amann konnten sie für den Kegelsport auf Anhieb begeistern. [...]
[Text und Fotos: Beate Geier, Donau-Post]
Sgt Pepper - Der Film
11. Juli 2009. 60 Leute auf der Bühne im Schloss. Sie führen das legendäre Beatles-Album Sgt. Pepper's Lonely Heart Club Band auf. Es wird ein gigantisches Konzert. Horst Lustenberger hat es initiiert und er hat dafür gesorgt, dass es aufgezeichnet wurde. Jetzt ist er mit dem Schnitt fertig. Genau zwei Jahre nach der Live-Aufführung folgte die Kinopremiere in den Donau-Lichtspielen.
Benefizkonzert brachte 828 Euro für den Orgelbauförderverein
Benefizkonzert brachte 828 Euro für den Orgelbauförderverein
Mit einem Sommerkonzert lockte am Sonntagabend der Orgelbauförderverein über 100 Besucher in die Pfarrkirche St. Petrus nach Wörth. Mit den Spenden der Besucher soll der Bau einer neuen Kirchenorgel unterstützt werden. Das Instrument wird auf 400000 Euro geschätzt und soll die bestehende zehn Jahre alte Orgel ersetzen. An dem Konzert nahmen der Kirchenchor sowie der Sängerverein unter Leitung von Maximilian Pöllner teil. Weitere Mitwirkende waren Erika Beutl (Alt), Monika Schmid (Sopran), Barbara Keil (Hackbrett), Antonia Apfelbeck und Sebastian Fuchs (Klavier), Stefan Meier und Andreas Winkler (Orgel), Sabrina Bauer und Marion Weikl (Querflöte), Johanna Dietlmeier (Sopranflöte), Andrea Dietlmeier (Trompete) und Peter Rosenbeck (Violine). Die musikalische Leitung lag in den Händen von Andreas Winkler. Der Spendenerlös des Konzerts belief sich auf 828 Euro.
[Mittelbayerische Zeitung]
Eingetragen am So. 03.07.2011Stadt(ver)führung: Märchenwanderung - Der Eisenhans (ausgebucht)
Eine wunderbare Erzählerin (Edeltraud Forster), eine fantastische Theatergruppe (Jugendgruppe der Kolpingtheaterbühne, Leitung Traudl und Hans Eigenstetter) junge begabte Musiker Musikfreunde Wörth), viele Zuschauer. Was will man mehr? Na ja, das Wetter hätte durchaus etwas freundlicher sein können.
[Foto 1 bis 3 Johann Festner, Foto 4 Hans Eigenstetter]
Eingetragen am Fr. 01.07.2011Tatortkommissar spielte in Wörth
Gefühlswelten Der Songpoet Michael Fitz präsentierte sein neues Soloprogramm im ausverkauften Bürgersaal. "Ein Ausflug in neue Welten", sagen Kritiker.
Seine Lieder sind mehr als Musik. Als "Expedition" oder "Reise" kann das neue Programm "Ans Liacht" durchaus beschrieben werden. Der 52-jährige Musiker, Songpoet und Schauspieler Michael Fitz spielte vor über 130 Gästen im Bürgersaal. In über zwei Stunden begeisterte er mit seinem Auftritt im Rahmen von Kultur in Wörth (K.i.W.) sein Publikum mit Gitarre und Songtexten in bayerischer Mundart.
"Eine Reise eines notorischen Zweiflers, jemandem der leidenschaftlich auf der Suche durch das ganz erdige und manchmal recht sperrige Hier und Jetzt ist, auf dem Weg zur persönlichen, ultimativen Wahrheit", so beschreibt er selbst sein Programm, das er seit Herbst präsentiert. Viele kennen Michael Fitz als Kriminaloberkommissar Carlo Menzinger, den er von 1990 bis 2007 in der Krimireihe "Tatort" verkörperte. Seit 1984 ist der 52-Jährige auch als Musiker erfolgreich und veröffentliche in seiner Karriere bisher elf CDs. Film und Fernsehen waren für den Künstler schon immer ausschlaggebend. So spielte er in zahlreichen Serien oder Filmen wie "Der Schwammerlkönig", "Irgendwie und Sowieso", "Café Meineid" oder "Derrick".
Das Publikum war von dem Auftritt des TV-Stars am Freitagabend mehr als überwältigt. Mit Werken wie "Komm doch nei, wenn du Zeit hast", "Lass ned los" oder "Ans Liacht" brachte er die Besucher zum Nachdenken. "Es ist ein Ausflug in eine neue oder wieder zu entdeckende Gefühlswelt", unter diesem Motto wurde der Münchner angekündigt und hielt sich auch daran. "Es ist natürlich toll einen solchen Künstler hier zu haben", sagt Johann Festner. Das Markenzeichen von Fitz ist die Mischung seiner Musik. Manchmal ganz erfüllt und voll mit Leben und dann wieder wütend, melancholisch und ratlos. Das Publikum genoss das Konzert sichtlich.
[Text und Fotos: Mittelbayerische Zeitung, Christoph Hollender]
Eingetragen am Mo. 20.06.2011Stadt(ver)führung: Floßbauen
Das Floß schwimmt im Waldbad. Kinder haben es unter Anleitung von Helmut Ohlschmid gebaut.
[Foto Hans Eigenstetter]
Eingetragen am Sa. 11.06.2011Stadt(ver)führung - Industriekultur
Wörther Ziegel in der Denkmalpflege sehr gefragt
Besuch beim Familienbetrieb Senft – Nur noch 18 Produktionsstätten in Bayern
Sparsamkeit, bedingungslose Zähigkeit, Fleiß, Geduld sowie der innovative gestalterische Drang, die Produktion stets auf Neuentwicklung auszurichten und dennoch der zeitgemäßen Nachfrage zu entsprechen: Auf diesen Grundelementen basiert die Tatsache, dass sich die Ziegelei Senft zu den noch 18 verbleibenden Ziegeleien in Bayern zählen kann. Aber auch der familiäre Zusammenhalt bildet den Grundstock des Erfolges, konnten sich zahlreiche Teilnehmer am Samstagnachmittag bei der Führung durch die Ziegelei [...]. Und dennoch ist es Gänsefedern zu verdanken, dass der Betrieb diese Entwicklung nahm. Ein wichtiges Standbein sind heute Projekte in der Denkmalpflege.
„Bis zum Jahre 1993 ging es den Ziegeleien gut, dann trat eine Wende ein. Der Ostanschluss war erledigt und die Architektur setzte vorwiegend auf Stahl, Glas, Beton und Holz“, erklärte der 85-jährige Seniorchef Franz Senft. Im Jahre 1993 übernahm Franz Senft junior den Betrieb, der die Marktlücken geschickt zu nutzen weiß. „Wir stellen Ziegel her, die andere maschinell nicht erzeugen können und wollen, da der Aufwand und die Umstellung der Maschinen sich nicht rechnen würden“, verdeutlichte er die Firmenphilosophie.
Der Lösslehm lagert direkt hinter der Ziegelei. Auf einem Förderband geht es zur Mischung in den Rundbeschicker, bei der Sägespäne und Ton, der aus Hengersberg und Schwarzenfeld bezogen wird, beigemengt werden.[...].
Im „Kollergang“ drehen sich Stahlwalzen im Kreis und zerkleinern den Ton zur weiteren Bearbeitung. Im Walzwerk wird er bis zur benötigten Körnung, die zur Produktion benötigt wird, zermahlen. Auch auf die gleichmäßige Ausrichtung der Feuchtigkeit ist zu achten, damit die Qualität gewährleistet ist. Die Strangpresse drückt mit hoher Leistung das Gemisch durch ein Stahlmundstück. „Wir haben im Betrieb über 50 verschiedene Mundstücke und können somit eine hohe Anzahl an verschiedenen Ziegelformen anbieten. Das Mundstück gibt dem endlosen Ziegelstrang die äußere Form und das Lochbild. Für jede Ziegelgröße und -form wird ein anderes Mundstück in die Presse gesetzt. „So ein Mundstück, das teilweise aus Niro besteht, kostet rund 18000 Euro“, rechnete der Inhaber vor. Gerade Projekte in der Denkmalpflege, die oft seltene Formen und eine geringere Anzahl benötigen, kann die Firma aus Wörth beliefern, zumal diese Aufträge für die großen Werke uninteressant sind.
Der Ziegelabschneider, bei dem immer ein Arbeiter vor Ort sein muss, schneidet mit einem Stahldraht jeden Ziegel einzeln ab. „Die frisch geschnittenen Formlinge werden vom Lattenautomat auf der Nassseite aufgereiht und von der Schiebebühne abgeholt. In der Trockenkammer verweilen sie fünf bis sieben Tage. Darauf holt sie die Schiebebühne wieder ab und setzt sie abermals auf den Lattenautomaten, der sie mit einem Förderband zum Setzen auf die Ofenwagen bringt“, erläuterte Brigitte Delp, die Tochter des Firmenbegründers, die vor allem im Büro und an der Presse tätig ist. Das Team vervollständigen die zweite Tochter Rita Steger und Allrounder Franz Laumer, der seit über 40 Jahren in der Firma beschäftigt ist. Auch Enkel Florian Steger hilft in seiner Freizeit und stand stets für Auskünfte zur Verfügung.
Im Tunnelofen, der mit Holz, Kohle und Öl beheizt wird, werden die Rohlinge bei einer Temperatur von bis zu 1000 Grad gebrannt. Es dauert zwei bis drei Tage, bis der Wagen den 80 Meter langen Tunnel durchlaufen hat. „Früher brannte der Ofen von April bis Dezember durchgehend, heute kommen wir auf jährlich zwischen 80 und 100 Brenntagen“, zeigt der Inhaber die Entwicklung auf. Der fertige Ziegel wird auf ein Transportband gesetzt und zum Verladen bereitgestellt. „War einfach super, vor allem der Feuerofen aber auch die Produktionsabläufe waren beeindruckend“, waren sich Lauren und Simon Klesse sowie Simon Müller einig.
Auf Nachfrage, wann denn die erste Maschine erstanden war, bekommt der rüstige Seniorchef immer noch glasige Augen: „Oh mei, des war was! Da hob i a Press’ aus ’m Ruhrgebiet b’stellt und de is dann fast zwoa Monat ned kumma, weil’s af an Steh’gleis g’stand’n is. Am Tag der Währung is dann im Bahnhof in Wörth o’kumma, aba bloß mehr holbad, wal’s verklaubt war. Und zoaln hob’ es a nimma kenna. As Geld war a nix mehr wert. Nach am langa Streit hob’ i dann a neie Press’ g’lifad griagt. Oba wia zoaln? Mei Muada hod am Dachbod’n Gansfedern g’habt und mit dene hob’ i d’Maschin auslös’n kenna. De war’n mehr wert als vui Geld!“
[Text Beate Geier, Donau-Post; Fotos Johann Festner]
Eingetragen am Mo. 06.06.2011Stadt(ver)führung - Führung durch den landwirtschaftlichen Betrieb Lauberger
Bericht folgt
Eingetragen am Fr. 27.05.2011Wettrocken des Landkreieses - Töne für Teenager
The Winner Is: APART FROM REALITY
Drei Nachwuchsbands standen am Freitag beim Rock-Wettbewerb des Kreisjugendamtes auf der Wörther Bürgerhaus-Bühne und im Blickpunkt einer Jury, die Qualität und Format des Auftritts bewertete. Längst Vergangenheit sind die Zeiten, da den großen Klassikern von den Rolling Stones, Steppenwolf oder Led Zeppelin Gunst und Zuneigung galten. Die Helden von heute heißen Slayer, Clawfinger, Offspring und Limp Bizkit, die Rock mittlerweile als „Alternative“, „Punk“ und „Cross over“ definieren. Platz eins in der Rangliste sicherte sich übrigens das Team „Apart from Reality“, die nicht nur das junge Publikum überzeugten, sondern eben auch die Kommission. Die Gruppe behauptete sich vor „Tenless 5“ und „Castaway Syndrome“ (unser Bild). Wörth befindet sich mit Nittendorf, Schierling und Regenstauf im Kreis der Orte, in denen der Vorentscheid stattgefunden hat. Das Finale steht am 29. Juni beim Jubiläum der Stadt Neutraubling auf dem Programm.
[Sepp Raith, Donau-Post]
Eingetragen am So. 22.05.2011Wolfgang Bernreuther meets Andreas Rau
Reiner Rhythmus im alten Rondellzimmer
Der Blues ist nicht einfach ein Stil. Er ist eine Geisteshaltung. Der Blues ist das Leben, das Leben ist der Blues!“ Bill Wyman, ehedem Bassist bei den Rolling Stones, adelte mit dieser treffenden Interpretation einen erdigen, eigenwilligen, einen robusten und reinen Rhythmus, der im tiefen Süden Amerikas seine Heimat hat und nichts von seiner Energie und nachhaltigen Wirkung verloren hat. [...]
Leidenschaft, Interesse und Zuneigung schwingen bei jedem Ton mit, den das Duo bei seinem Debüt im alten Rondellzimmer des Schlosses anstimmt. Andreas Rau und Wolfgang Bernreuther, längst Stammgast bei [...] Kultur in Wörth (K.i.W.), haben bei der Geburtstagsfeier des großen Konzert-Promotors Fritz Rau in der Frankfurter Oper sich und ihren gemeinsamen Nenner gefunden. Ihre Musik spielt dort, wo der Mississippi fließt und die Baumwollfelder blühen, wo die schwarze Bevölkerung Jahrhunderte verachtet und gedemütigt wurde, wo für einen kargen Lohn schwer geschuftet werden musste und verrauchte Kneipen die bevorzugten Kommunikationsstätten waren. Längst ist das faszinierende, gelegentlich recht schwermütige Liedgut salonfähig geworden, respektiert und akzeptiert. [...]
Die Fangemeinde geht – wie das Publikum an diesem sonnigen Sonntagabend bestätigt – stramm Richtung fünfzig und sechzig. Teenies und Teenager Fehlanzeige! Sie schätzt ihn, weil er authentisch, aufrichtig und sehr politisch ist, weil er der Gesellschaft den Spiegel vorhält, weil er Unrecht anklagt und Gerechtigkeit einfordert. [...]
Andreas Rau und Wolfgang Bernreuther verneigen sich in ihrem Vortrag diesen Meistern gleich am Anfang mit dem Klassiker „Stormy Monday“ von T-Bone Walker, der – wie viel später Jimi Hendrix – die Gitarre schon hinter dem Kopf gezupft hatte. Der tägliche Trott ist das Thema: Freitag Kohle holen, Samstag Spiel und Whisky, Sonntag Kirche und am Montag der graue, stürmische Start in die Woche. Alles beim Alten. Sie erweisen auch Rock’n’Roll-Pionier Chuck Berry die Achtung, Louisiana Red und J.B. Lenoir, der in seinem „Alabama Blues“ dem Staat schwere Schuld zuweist: „Ich will nicht mehr zurückkehren. Für mich ist das nicht der richtige Platz, weil hier mein Bruder und meine Schwester getötet worden sind...!“ Im Repertoire befanden sich zudem Auszüge aus der 2010 veröffentlichten CD der United Blues Experience, die schon im Titel das Wesen dieser Kompositionen bekräftigt: Balladen mit viel Herzblut!
Eingetragen am Sa. 21.05.2011Stadt(ver)führung: Spiel, Spaß und Freude am Sport beim TSV
Aktionstag „Turnen“ ein gelungener Beitrag zur „K.i.W.“-Reihe „Stadt(ver)führung“
Vielseitig und ansprechend war das Programm des TSV am Samstag beim Aktionstag „Turnen“, das Kindern, Erwachsenen und Senioren geboten wurde. Gemeinsam schwitzten sie beim Training mit der Flexi-Bar oder beim Nordic Walking oder in der abwechslungsreichen Abenteuerturnhalle, die mit vielen verlockenden und anspruchsvollen Parcours gespickt war.[...}
„War voll schee!“ Die jungen Teilnehmer beurteilten die Schnupperstunde „Yoga für Kinder“, die sie auf eine Reise um den Globus in verschiedene Kontinente entführte. Gabi Hollschwandner, die im April einen zweitägigen Workshop explizit für diese Trainingsform in Augsburg ableistete, verpackte die spielerischen, jedoch anspruchsvollen Übungen in Tiernamen. Nachdem die Nachwuchsathleten mit dem Boot nach Afrika gerudert waren, verwandelten sie sich in Giraffen, Löwen und Elefanten. Spontan wurden Tierstimmen nachgeahmt und die Aula verwandelte sich in einen kleinen Urwald. Danach flogen sie über Berge und landeten am Fuße des Himalaya.
„Stellt euch vor, ihr wärt der Berg, verlagert euer ganzes Gewicht auf eure Beine. Nichts kann euch jetzt mehr umwerfen“, stärkte die Übungsleiterin die innere Wahrnehmung und gleichzeitig das Selbstbewusstsein. Australien stand für Schlangen und wurde durch die Yogaübung „Kobra“ ausgedrückt, die den Rücken mobilisiert und die untere Rückenmuskulatur kräftigt. „Vor allem die Spinnenübungen haben uns gefallen, bei denen wir im Raum im Vierfüßlergang den anderen vor der Nase rumgetanzt sind und genervt haben“, lachten sich die Schwestern Elisabeth und Barbara verbündet zu. „Die Motorik wird verbessert sowie das Körpergefühl und die -wahrnehmung und auch die Konzentration gesteigert“, zeigt die vielseitig orientierte Übungsleiterin die Vorteile des Kinderyogas auf. „Aber vor allem soll es Spaß machen“, unterstreicht Gaby Hollschwandner.
Parallel dazu hieß es in der oberen Turnhalle „Schwing dich fit mit Veronika Miener“. Für Gabi Knott ist das Training mit der Flexi-Bar ein Ausgleich für ihren umfangreich praktizierten Ausdauersport. „Es kräftigt die Muskeln, wirkt unterstützend auf sämtliche Körperpartien und gibt ein umfassendes Wohlgefühl“, schwärmt die Athletin. [...].
Nach einem kurzen, flotten warm up mit Mamboschritten, folgten Kräftigungs-, Stabilisierungs- und Gleichgewichtsübungen für alle Körperpartien. „Gerade die Flexi-Bar mit ihren Schwingungen bietet die einzigartige Möglichkeit die Tiefenmuskulatur zu trainieren“, weiß Miener um den Vorteil des Übungsgeräts.
Mächtig Spaß machte der gemischten Gruppe um Nordic Walking-Instruktorin Veronika Miener der einstündige, zügige Marsch ins Gschwelltal. Bei sommerlichen Temperaturen mussten die Teilnehmer jedoch viel schwitzen. Der Weg führte bergauf Richtung Hafnerhof, Waldwege querend zum Reiserhof, weiter, Sandweg auf rechter Seite liegen lassend, den Weg abwärts zurück zu den Sportanlagen des TSV.
[...] Akustik-, Sinn- und Fangspiele rundeten die ansprechende, etwas andere Turnstunde ab.
[Text und Bilder: Beate Geier, Donau-Post]
Eingetragen am Do. 19.05.2011Stadt(ver)führung: Die Stadtverwaltung stellt sich vor.
Stadtverwaltung wollte sich den Bürgern vorstellen
Die Stadtverwaltung steht hinter ihrem Bürgermeister Anton Rothfischer. Gut aufgestellt und gewappnet war diese auch am späten Donnerstagnachmittag im Rathaus Wörth für das Zusatzprogramm „Stadt(ver)führung“ im Rahmen von K.i.W. (Kultur in Wörth) „Die Stadtverwaltung stellt sich vor“. In den Startblöcken verharrten die staatlich Bediensteten, ihre Aufgabenbereiche vorzustellen und ein Feedback der Bevölkerung zu erhalten. Freikarten für das Hallenbad waren für die Teilnehmer bereitgelegt. Doch vergeblich! „Der Parteiverkehr im Rathaus ist immens, wir halten uns aber auch nicht stur an die vorgegebenen Öffnungszeiten. So konnten wohl bereits viele Bürger Einblick in die Öffentlichkeitsarbeit erhalten“, konnte sich Bürgermeister Rothfischer erklären, dass kein einziger Bürger den Weg in den Sitzungssaal fand. Oder sind die Bürger mit der Arbeit einfach nur zufrieden und es besteht kein Erklärungsbedarf? Auch das vorsommerliche Wetter verführte wohl eher zum Grillen auf der Terrasse als zurück an den Schreibtisch und zur Büroarbeit.
[Text und Bild: Beate Geier, Donau-Post]
Stadt(ver)führung: Woche des offenen Unterrichts 9. bis 13. Mai in der Musikschule
Das Angebot der Musikschule Wörth hat alle Erwartungen überflügelt
Die Idee, im Rahmen der Veranstaltungsreihe K.i.W.-„Stadt(ver)führung“ eine Woche des offenen Unterrichts anzubieten, lockte zahlreiche Kinder und Jugendliche mit Eltern an, den abgehaltenen Stunden beizuwohnen, Eindrücke zu sammeln und, mit ungebrochener Motivation beflügelt, den Herausforderungen entgegenzueilen. Mit Beginn des neuen Schuljahres startet der Unterricht von neuem. „Es ist jedoch ratsam, sich so bald wie möglich anzumelden, um noch einen Platz zu erhalten, die Anmeldungen laufen bereits. Die Musikschule ist aus Kostengründen angehalten, ihre Schülerzahl auf gleichem Niveau zu belassen“, unterstreicht Schulleiterin Birgit Eberl. Ab dem nächsten Unterrichtsjahr wurde aufgrund mehrfach bekundeten Interesses die Möglichkeit geschaffen, Geige zu lernen, hierzu konnte Hong Shen aus Neutraubling gewonnen werden. Die Kinder aus der Flötengruppe um Evi Ruidisch (im Bild) durften sich am Hackbrett ausprobieren. Franziska Petsch aus Pfatter nimmt bereits seit vier Jahren Privatunterricht in Gitarre. Nun will sie ihr erworbenes Können in Wörth erweitern. „Das Angebot der Musikschule gefällt mir sehr gut und ich werde sehr wahrscheinlich im kommenden Jahr Klavierunterricht bei Birgit Eberl nehmen“, strahlt die junge Musikerin.
[Beate Geier, Donau-Post]
Eingetragen am So. 08.05.2011Stadt(ver)führung: Wald, Wasser, Biber - wie sich die Natur verändert
Was hat der Wald mit der Kultur zu tun?
Landschaftspfleger Josef Schütz führte eine interessierte Gruppe durch die Gegend
Was hat der Wald mit Kultur zu tun?, fragte Natur- und Landschaftspfleger Josef Schütz zu Beginn der Naturwanderung „Wald, Wasser, Biber - wie sich die Natur verändert“, im Rahmen der Veranstaltungsreihe von K.i.W. - Stadt(ver)führung - sowie der Regensburger Vorwaldwiesen am Sonntagnachmittag, die von zahlreichen Naturliebhabern angenommen wurde. Die Aktivitäten des Bibers im Gschwelltal, die Mühlen entlang des Perlbaches, der Stellenwert der Artenvielfalt und die Schärfung der Sinne standen im Vordergrund der Exkursion.
„Und kaum umfängt mich seine duft’ge Stille“, würdigte Goethe die Heilkraft des Waldes in seinem Gedicht „Doktor Wald“. „Dichter und Denker widmeten dem Kraftort Wald stets großes Augenmerk in Balladen, Gedichten und sagenumwobenen dunklen Geschichten“, löste Schütz das Rätsel. War der Wald auch stets Rückzugsort für Tiere, wie Luchs, Bär und Wolf, so hat man bei uns den natürlichen Feinden des Bibers ihre Lebensgrundlage genommen und das Nagetier kann sich unbekümmert vermehren. „Für die Artenvielfalt ein Segen, für die Landwirtschaft ein Fluch. Im Geschiebe vor dem Biberdamm treffen zahlreiche Amphibien, wie Lurche, Salamander und Schlangen optimale Lebensbedingungen an, diese bieten wiederum Nahrung für viele Vogelarten. Auch Fische finden ruhige Laichplätze vor“, zieht der stellvertretende Bürgermeister Bilanz.
Seltene Insektenarten
Auch im liegenden und stehenden Totholz, das der Biber hinterlässt, lebt eine große Anzahl von oft seltenen Insektenarten, berichtet er weiter. Die sechs bis acht Biber, denen im Gschwelltal eine Heimat gegeben wird, stammen aus dem Bereich der Donauauen, in denen er auf den landwirtschaftlichen Flächen immer wieder große Schäden anrichtet. „In diesem Bereich wollen wir ihn nicht haben“, unterstreicht der Landschaftspfleger den Standpunkt der Stadtverwaltung. Dank richte sich hier auch an Stefan Kett, der durch den Verzicht der pachtenden Fläche für seine Rinderhaltung, die ökologisch hochwertige Fläche mit rund 200 verschiedenen Pflanzenarten einem Projekt des Landratsamtes zur Verfügung stellt. „Hier soll eine Durchzugsmöglichkeit geschaffen und Schmetterlingen und Faltern Lebensraum geboten werden. Auch die Sportanlage trocknet dann besser ab“, berücksichtigt er sämtliche Bereiche des Miteinanders und verweist mit einem schelmischen Lächeln auf die billigsten Landschaftspfleger, dem Oberpfälzer Rotvieh, im Besitz von Stefan Kett, das sich wiederkäuend von der Gruppe bestaunen ließ.
Ehemalige Mühlen
Weiter führte der Weg an vier der sechs ehemaligen Mühlen vorbei, der Gschwellmühle, Bierschneidermühle, Heitzermühle und Marklmühle. Die Sand- und Hofmühle befinden sich im Stadtbereich. Oftmals erinnern nur noch verwachsene Wege und Hofeinfahrten an die Betriebe. „So schnell holt sich Natur ihren Teil wieder zurück“, riefen sich die Teilnehmer ins Bewusstsein. Immer wieder wies Schütz auf am Wegerand blühende Pflanzen, wie kriechende Günsel, Vergissmeinnicht und Ehrenpreis, hin, bezeichnete deren Merkmale und Verwendungsmöglichkeiten.
„Um die Sinne zu schärfen und zur Ruhe zu finden, stellt euch hin und nehmt alle Eindrücke in euch auf“, forderte er die Gruppe auf. Das fröhliche Flöten einer Amsel war zu vernehmen.
Herrliche Aussicht
Eine herrliche Aussicht, soweit das Auge reicht, bot sich auf der Anhöhe über Vorderzirnberg in Richtung Blindfenster, Lerchenhaube und die Donauebene. Schütz berichtete über den sandigen humusarmen Boden und die früher hier ärmliche Gegend, so auch der Ursprung verschiedener Ortsbezeichnungen wie Hungersacker. Weiter kreuzten die Teilnehmer den europäischen Fernwanderweg und den Goldsteig, dem ehemaligen Salzhandelsweg, bis sie nach guten zwei Stunden das Ziel Weihern erreichten. Nach einer Stärkung im Gasthaus am See in Weihern wurde der kostenlose Bustransfer der Firma Piendl dankend angenommen.
[Beate Geier, Donau-Post]
Eingetragen am Sa. 07.05.2011Ritter Rost macht Urlaub - Das original Burgfräulein Bö in Wörth
Kindermusical im Bürgersaal aufgeführt.
Patricia Prawit, Sängerin von Beruf, verlieh allen elf Ritter-Rost-Bändern ihre Stimme. Am Samstag führte sie im vollen Bürgersaal inWörthdas Kindermusical „Ritter Rost macht Urlaub“ auf. Dabei handelte es sich nicht um eine normale Lesung, sondern Bild- und Tonuntermalungen sorgten für einen gelungenen Auftritt der ausgebildeten Maskenbildnerin, die als Hauptsängerin auch bei großen Abendrevuen im renommierten Friedrichspalast in Berlin mitwirkte. Am Samstag begeisterte sie die vielen Kinder und deren Eltern mit dem Musical, bot auch Tanzeinlagen und gab viele Erklärungen. Der Titelheld und das Burgfräulein Bö sowie ihr ungezogener Drache Koks haben die Nase voll von dem schlechten Wetter und beschließen, nach Schrottland in den Urlaub zu fahren. Dort, so heißt es in den Prospekten der Werbeindustrie, ist immer erstklassiges Wetter. Glücklicher Weise nimmt sie der Erfinder von allerlei Verrücktheiten, Graf Zitzewitz, in seinem Zielflugzeppelin mit. Allerdings treffen sie unter grauem Himmel noch mehr enttäuschte Urlauber, wie den Monarchen Bleifuß. Während Ritter Rost in königlichem Auftrag mit seiner Lanze gegen das schlechte Wetter in den Kampf zieht, erkunden Burgfräulein Bö und der Drache die Umgebung. Von einem Eisverkäufer erfahren sie, warum das Wetter in Schrottland so schlecht ist und wo die sagenhaften Ureinwohner stecken. Nach Lösung der Umweltprobleme treffen sich zum Schluss Urlauber und Ureinwohner zu einer großen Beachparty.
[Text: Soller, Donau-Post, Bilder: Hans Urban]
Eingetragen am Fr. 06.05.2011Nachbarn zu Besuch
Wunderschöne Atmosphäre mit Ali Stadler und Tochter Hanni im Rondellzimmer
Es ist ein Konzert im Rahmen der Regionaltage. Da lässt es sich Ali Stadler nicht nehmen, gleich zu Anfang alle Landkreisbürger mit einem eigens komponierten Lied zu begrüßen. Spaßig freundliche Worte findet er für jeden. Danach das Lied „Das Glas ist voll“ – eine Liebeserklärung an seine Heimatgemeinde Wiesent. Er kommt leise daher. Knallharte Gesellschaftskritik ist nicht Sache des feinen Liedermachers. Vielleicht gerade deswegen bleiben seine Texte haften. So zum Beispiel, wenn er über Zeit vernichtenden Fernsehkonsum singt. Und wenn er dann gemeinsam mit seiner Tochter Hanni ein Lied vorträgt, bei dem er sich über seine Qualitäten als Beifahrer lustig macht oder wenn er am Beispiel der ersten Krampfader über das Leid des Älter-Werdens berichtet, dann wird gelacht im Rondellzimmer. Aber es sind nicht nur die eigenen Lieder, die beeindrucken. Er versteht es auch, Texte anderer Autoren zu vertonen. Erich Kästner ist dabei und „Unter den Linden“ von Walther von der Vogelweide, bei dem man die Schönheit des mittelhochdeutschen Textes spürt, auch wenn man ihn weitgehend nicht versteht.
Rappelvoll war das Rondellzimmer. Viele waren gekommen, die Ali Stadler an seiner früheren Arbeitsstätte betreut hatte. Dass sie ihn nach all den Jahren nicht vergessen haben, sagt auch viel über den Menschen Ali Stadler.
Eingetragen am So. 01.05.2011Stadt(ver)führung: Kinder stellen Maibaum auf - Tiefenthal
Nach zwei Wanderungen Maibaum aufgestellt
Ausgangspunkte waren Hungersdorf oder Hungersacker – Nachmittag für gesamte Familie
Trotz der Veranstaltungsflut am 1. Mai fanden sich zahlreiche Anhänger zu der Reihe „Stadt(ver)führung“ am Sonntagnachmittag ein, um am Bergkircherl in Tiefenthal einen Maibaum aufzustellen. Eine Gruppe der Stadtkapelle begleitete das Schauspiel und bot bayerisch traditionelle Volksmusik, während die Feuerwehr mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl sorgte. [...]
Von zwei Ausgangspunkten wurde gestartet. Mitglieder des Waldvereins führten ab dem Anwesen Hebauer in Hungersdorf die Wanderer Richtung Wichenbach, entlang des Schinderbachls, dessen ursprünglicher Name jedoch Leo- oder Wellerbach ist. Durch die Tätigkeit des Schinders, auch „Wasenmeister“ oder Viehverwerter genannt, der seine Tätigkeit in der Einöde Wichenbach ausübte, wurde er vom Volksmund stets Schinderbachl genannt. Durch die Hohlgasse, in der ein Steinkreuz an eine alte Spukgeschichte erinnert, in der dem späten Wanderer Lichter begegnet wären und nicht erklärbare Geräusche vernommen wurden, an eine der zahlreichen rund um Tiefenthal bekannten Weizgeschichten. Nach einem Anstieg gelangten die Pilger zum Plateau vor dem Bergkircherl, die in „Die Kunstdenkmäler in Bayern“ unter dem Namen Ulrichs-Wolfgangskapelle“ geführt wird.
Einen längeren Marsch legte eine kleinere Gemeinschaft unter Führung von zweitem Bürgermeister Josef Schütz zurück. Gestartet wurde beim Feuerwehrhaus in Hungersacker, ein kurzes Stück den Wellerbach entlang, dem Jakobsweg folgend über den Hirschbuckel zum Ziel. Der längere Marsch wurde mit außergewöhnlichen Ausblicken auf das Wörther Schloss und das Donautal belohnt.
Die Fußgänger wurden bereits mit beschwingter Musik und einem freudigem Hallo von zahlreichen Tiefenthalern und Bekannten empfangen. Schnell stand er dann, mit Hilfe von Richard Schönberger und einigen Kindern, aufgestellt, unter Mithilfe von Zurufen auch kerzengerade, auf dem Vorplatz. Bis zum Herbst bildet der von Anton Dietl gestiftete sechs Meter hohe Maibaum mit dem Kircherl eine Einheit. Bunt zieren die von der Kinder-Malgruppe um Renate Fuchs im letzten Jahr angefertigten kunstvollen Schmucktafeln abermals den Maibaum, dessen Name nicht von dem Monat Mai stammt, sondern von dem altern Wort „Maien“, das für Bäume oder Büsche stand.
Auch die Zeit für einen Blick ins und ein kurzes Gebet im Kircherl fanden zahlreiche Besucher. Ebenso bietet das Gotteshaus, das mit seinem Turm mit barocker Zwiebelhaube von weitem her das Ortsbild prägt, eine kunsthistorisch bedeutende Ausstattung, führten sich die Gläubigen abermals vor Augen und alle waren sich einig, dass ein gemeinsames Maibaumaufstellen an diesem eindrucksvollen Ort der Wiederholung bedarf.
[Text: Beate Geier, Fotos: Johann Festner]
Bild 1: Den ham mia aufgstellt!
Bild2: Gleich steht er
Bild 3: Der Chef
Bild 4: Kindermaibaum und Musiker der Stadtkapelle am schönsten Platz in der Gemeinde Wörth
Eingetragen am Fr. 01.04.2011„Zither-Manä“ beim Konzert auf einer Wellenlänge mit dem Publikum - Ausverkauft
Überzeugter und überzeugender Volksmusiker
Parallelen können und dürfen gezogen werden. Echte Volksmusik kommt vom Herzen und geht zu Herzen; sie transportiert Stimmungsbilder eines Lebensraumes, gibt Einblicke in Empfindungen und Gefühlswelten, bekennt sich zur Bodenständigkeit, zu Werten, Grundsätzen und zu den kulturellen Wurzeln. Wie der Blues! Die deutschen und amerikanischen Südstaaten sind sich zwar geografisch nicht sehr nah, der Menschenschlag aber ist sich so fremd nicht. Diese geistige Verwandtschaft drückt „Zither Manä“ [...] schon seit Jahr und Tag in seinen Vorträgen aus. Die Übereinstimmung in Mentalität, Eigenart und Wesen ist sein Programm, sein Bezugspunkt.
[...] Die Kombination der Kompositionen eines Roider Jackl mit dem überlieferten Notenmaterial eines Howlin’ Wolf oder John Lee Hooker ist nicht nur möglich, sie hört sich auch gut an. Immer wieder. Jeder Beitrag des Pädagogen im Ruhestand, der einst in Bad Tölz Mathematik unterrichtet hatte, bestätigt die Vereinbarkeit zwischen den Rhythmen am Mississippi und an der Isar. Beim Konzert am Freitag im Rondellzimmer des Schlosses war es nicht anders.
Das Publikum befindet sich blitzschnell auf seiner Wellenlänge, wenn er „boarische Texte“ vorträgt, für die in München schon Dolmetscher gebraucht werden; er hat sie auf seiner Seite, wenn er einen urigen Landler mittendrin mit dem typischen Groove eines erdigen Blues aufwertet, wenn er den Rolling Stones („Cry to me“) oder sogar Pink Floyd („Shine on you crazy diamonds“) Raum im Repertoire lässt und bei einer Passage von „Smoke on the water“ die Zither behandelt wie einst Jimmy Hendrix seine Gitarre. Manfred Zick macht Eindruck, weil er authentisch ist, weil er Land und Leute schätzt, weil er sagt, was er denkt, weil er gelegentlich seine politischen Überzeugungen einfließen lässt und Stellungnahmen von Markus Söder oder Erwin Huber zur Sicherheit des Atomkraftwerks Isar 1 mit Ennio Morricones Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ einkreist.
Die Rezeptur der musikalischen Mischung samt Bewertungen zu Entwicklungen in Staat und Gesellschaft sagt den Besuchern zu. Sie erleben Manfred Zick als überzeugten und überzeugenden Volksmusiker, der die alten Größen seiner Heimat bewundert und in Ehren hält. Er achtet den Wortakrobaten Karl Valentin, an den er mit dem chinesischen Couplet erinnert, er lobt die Gstanzln eines Kraut’n Sepp und erzählt in einer Ballade vom traurigen Schicksal des Matthias Kneißl: „Zuagricht, hergricht, higricht...!“
Freundschaften haben für ihn Bestand. Über den Tod hinaus. Eine Weise widmet er seinem guten Spezl Wiggerl Niedermeier von den „Hot Dogs“, der vor einigen Monaten bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist, eine andere dem tragischen Lebensende eines 16-jährigen Jungen. Solche Haltung kommt an, sie ist sympathisch, sie beweist Stil und Charakter.
Eingetragen am Mo. 28.03.2011Benny Blu
Eine Buchvorstellung bei der Stadt(ver)führung
Alle Aufmerksamkeit für den zweiten „Benny Blu“-Band der Schriftstellerin Doris Wirth
„Daumen hoch“ hieß es am Montagnachmittag im Bürgerhaus bei der Vorstellung des zweiten Bandes der Autorin Doris Wirth der Reihe „Benny Blu und die Geheimnisse Arkaniens“ unter dem Titel „Der Kelch des Königs“. Dass auch dieses Buch eine Auszeichnung wert ist, darüber waren sich die Zuhörer bei der Veranstaltung im Rahmen der Stadt(ver)führung einig, zumal es der erste Band bereits auf die Auswahlliste zum Nachwuchspreis 2010 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. geschafft hat.
Anke Urban vom Wörther Buchladen hieß ihre Lieblingsschriftstellerin willkommen und verfolgte die Lesung mit einem zufriedenen Lächeln. Die Vorstellung ihrer Bücher führten die 1982 in Kelheim geborene Kinderbuchautorin bereits nach Berlin und Hannover. „Letztes Jahr durfte ich auf der Frankfurter Buchmesse lesen. Das war ein erhebendes Gefühl“, berichtete Doris Wirth.
Nach einem kurzen Rückblick und der Vorstellung der Hauptdarsteller Benny Blu, Lena, Finn und dessen Hund Edison, nach seinem großen Vorbild Thomas Alva Edison benannt, trug sie Auszüge aus dem 384 Seiten umfassenden Roman vor, den sie als Mischung von Fantasie, Sachbuch und historischem Roman bezeichnet. Gebannt, mit großen Augen und offenen Mündern verfolgten die Besucher jedes Wort und jede Regung der Literatin, die stets Blickkontakt mit ihren Anhängern hielt.
„Die Recherche war manchmal sehr mühsam, umfasst der Inhalt doch viel geschichtliches Detailwissen der Schauplätze meiner Wahlheimatstadt Regensburg und des Mittelalters. Ich habe auf die Hilfe des Stadtführers Siegfried Herbner und der Unibibliothek zurückgegriffen“, ergänzte Doris Wirth, die jeden Roman als Herausforderung sieht, aber auf eine sich entwickelnde Eigendynamik vertrauen kann. Besonders gefallen Jessica Dietlmeier die Wissenskästchen, die über Hintergründe und geschichtliche Ereignisse „Die Macht der Kirche“ oder die „Harten Lehrjahre eines Ritters“ aufklären. „Sieben Monate arbeitete ich an diesem Buch, zwei Monate benötigte ich noch zur Überarbeitung“, klärte sie auf. Die Auflagen umfassen jeweils 13000 Stück. Simon Klesse, der den zweiten Band bereits zu lesen begonnen hat, gefällt gerade der Spannungsaufbau und bezeichnet den Einstieg einfach als gelungen.
Gestaunt haben die Zuhörer, als die Künstlerin berichtete, dass sie bereits seit dem achten Lebensjahr kleine Geschichten verfasse, die sie Freunden und Verwandten schenkte. Den Traum, mit dem Schreiben ihren Unterhalt zu verdienen, erfüllte sie sich nach ihrem Magisterstudium (Germanistik, Politikwissenschaft und Soziologie), als sie im September 2008 ihre Arbeit im Kinderleicht-Wissen-Verlag begann. [...]
[Beate Geier, Donau-Post]
Eingetragen am Sa. 26.03.2011Als Wörth noch ein Marktflecken war - Ausverkauft
Josef Schindler erzählte aus seiner Kindheit und sorgte damit im Gasthof Geier für einen restlos ausverkauften Saal.
Den Wörthern ist Sepp Schindler ein alter Bekannter. Erstens ist er in der Gemeinde aufgewachsen, zweitens hat er 2009 im Rahmen der Kulturwochen "Eine kleine Stadt liest" mit seinen humorvollen Texten die Besucher begeistert. "Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, wie die gesamte Aktion der Lesewochen überhaupt", erklärte Johann Festner. Karl Dietl, ein Schulfreund des Schriftstellers, stimmte die Gäste mit seinem Akkordeon auf die Lesung ein und begleitete den sehr unterhaltsamen Vortrag des ehemaligen Wörther Bauernbuben.
"Ich erinnere mich noch genau an die Zeit, als Wörth zur Stadt erhoben wurde", berichtete der Chronist. "Als Bub habe ich bereits gemerkt, dass das Wort ,Erhebung' etwas in Richtung Überheblichkeit bedeuten kann, denn viele Leute spotteten ,Wörth eine Stadt?, dass ich nicht lache, das ist doch nur ein Marktflecken', Betonung auf Flecken, bekam ich die Kommentare mit", erinnerte sich der Schriftsteller bei seiner Vorlesung.
Aber er hat damals gleich historische Recherche durchgeführt. "Rom ist auf sieben Hügeln erbaut, Wörth, den Sauberg einbezogen, auch", fand er heraus und argumentierte dementsprechend. "Dass ich außerdem feststellen musste, in der Taxisstraße, in der ich wohnte, gab es sieben Bauernhöfe und dementsprechend auch sieben Misthaufen, habe ich nicht weitererzählt", schmunzelte Sepp Schindler zum Beispiel sehr zum Vergnügen der Zuhörer.
Teils nachdenklich beschrieb er seine kindlichen naiven Wünsche an Gott und verstand den Bogen der Erzählungen aus der Nachkriegszeit der 50er und 60er Jahre und dem damaligen ländlichen Leben lebhaft amüsant zu gestalten. "Zunächst war es meine Absicht, das Erlebte für meine drei Söhne festzuhalten. Nichts ist erfunden", erklärte der Autor, der inzwischen als beliebter Zeitzeuge mehrere Einladungen zu Auftritten verzeichnen kann.
"Meine Erinnerungen sind gemischt. Auf dem elterlichen Hof gab es für mich und meinen Bruder viel Arbeit, die Internatszeit im Knabenseminar in Straubing war durch eine gewisse Strenge nicht leicht, aber überwiegend tragen mich gute Erinnerungen", blickte Sepp Schindler zurück.
Die rund zwei vergnüglichen Stunden vergingen für die Besucher der Lesung wie im Flug. "Er schreibt halt gut", urteilte nicht nur Johann Festner.
[Text Hartmut Oertel, MZ, Bilder Beate Geier
Eingetragen am Sa. 12.03.2011Klassik mit dem Duo Faderl - Goldberg
Konzert „De aires antiguos“
Seine jahrelange kammermusikalische Erfahrung hat dieses Duo zu einer besonderen Einheit verschmelzen lassen, was sich auch in seiner Musik erkennbar zeigt. Auf dem Programm standen Werke aus der Barockzeit und der Klassik sowie zeitgenössische Musik aus Südamerika. Die meisten Werke sind original für diese außergewöhnliche Besetzung (Gitarre und Violine) komponiert. So finden sich sowohl Komponisten wie Paganini, Giuliani und Gragnani im Repertoire, als auch neuere wie Angulo, Piazzolla, Takacs und Zenamon.
Musikschulleiter Jürgen Faderl (Klarinette, Gitarre) ist Mitglied im Verantwortungsrat der Privaten Musiklehrer Institute Ostbayerns und Preisträger beim internationalen Kammermusikwettbewerb auf Schloss Weikersheim. Zahlreiche Konzerte - teils solistisch, teils mit verschiedenen Kammermusik-Ensembles und Orchestern - zeigen sein außergewöhnliches musikalisches Wirken auf. Zudem ist er Mitorganisator und künstlerischer Leiter der Neutraublinger Gitarrentage. Er ist Lehrer bei der PMIO. Sein Studium absolvierte er auf der Musikakademie in Kassel, das er mit einem Diplom abschloss.
Margarita Goldberg (Violine, Bratsche) wirkte als langjährige Konzertmeisterin bei den Moskauer Staatssymphonikern. Ihr Studium absolvierte sie an der Musikhochschule Saratow (Diplom). Sie ist freiberufliche Musiklehrerin. Stetige Kammermusikauftritte, solistische Konzerte und ununterbrochene Lehrtätigkeit bei der PMIO seit 2001 bestimmen ihren musikalischen Alltag. Mit purer Freude am gemeinsamen Musizieren und mit großer Leidenschaft für die Musik begeistert sie ihr Publikum.
Die Sonate in G-Dur von Giovanni Battista Sammartini, die Suite in d-moll von Robert de Visee, Ludwig XIV in Versaille und die Große Sonate op. 85 von Mauro Giuliani bestimmten den ersten Teil der Veranstaltung. Mit Musik aus Südamerika nach der Pause wurde das Publikum angenehm überrascht. Als Höhepunkt zum Abschluss des zweistündigen Konzerts gab das Duo noch Tangos Verano Porteno (Sommer in Buenos Aires) von Astor Piazzolla.
Text und Foto: Horst Seppenhauser, Donau-Post
Eingetragen am Sa. 05.02.2011Basarab und Basima - Besucher in fernen Orient entführt. Ausverkauft
In den fernen Orient entführt wurden die über hundert Besucher der Veranstaltung am Samstagabend im Bürgersaal in Wörth. Viel Beifall erhielten dabei die Gruppe „Basarab“ für ihre musikalischen Darbietungen und „Basima“ (die Lächelnde), die einen Augenschmaus mit ihrem exzellenten Bauchtanz bot.
Die Kunst des Bauchtanzes ist bei Basima schon familienbedingt. Immerhin unterrichtet ihre Mutter diesen an der Volkshochschule in Regenstauf. Nachdem „Basima“ ständig fleißig diese Kunst übt, musste sie – wie sie im Vorfeld der Veranstaltung sagte – sich auch nicht speziell auf diesen Auftritt vorbereiten. Die 23-Jährige, die beruflich als Krankenschwester in einem Regensburger Krankenhaus tätig ist, improvisierte einfach bei dieser abwechslungsreichen Veranstaltung im Wörther Bürgersaal, bei der – mit einer Pause – ein dreistündiges Programm geboten wurde. Die zahlreichen Besucher, von denen einige sogar keinen freien Stuhl mehr bekamen und deshalb auf den Tischen saßen, honorierten ihre Darbietungen und auch die Musikbeiträge der Gruppe „Basarab“ immer wieder mit tosendem Applaus.
Beeinflusst von Folk, Rock, indischer und orientalischer Musik hat Wolfgang Barthel von „Basarab“ seinen eigenen Musikstil entwickelt. Über 2000 Konzerte seit 1977 in Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn und der Türkei, Konzerte im Vorprogramm von Al di Meola, Leo Kottke, Al Steward, Mohamed Mounir, Dissidenten, Pentangle, Richi Havens, Alex Oriental Experience sowie zahlreiche Airplays und Interviews in Rundfunk und Fernsehen haben ihn als Musiker bekannt gemacht. Er produzierte bislang 13 LPs beziehungsweise CDs, die auf weltweites Interesse stießen.
Auch bei seinem Konzert in Wörth erwies sich Barthel als ausgezeichneter „fingerpicking Gitarrist“. In sein Spiel floßen Elemente aus Folk, Blues, Rock, Jazz und orientalischer Musik ein. Außerdem beherrscht er meisterhaft das Spiel auf der Saz, einer türkischen Langhalslaute, wobei in einzigartiger Weise orientalische und westliche Einflüsse verschmelzen.
In seinen Kompositionen vermittelt er – entweder instrumental oder auch mit Gesang – Stimmungen, Gefühle, Bilder, Geschichten und Erlebnisse. Sein „Orientalfolkbluesrock“ reichte dabei von meditativ fließenden bis hin zu mitreißend wilden Stücken. Begleitet wurde er von Petra Kalley, Jürgen Heigl und Peter Knoll.
[Klaus Christ, Donau-Post]
Eingetragen am Sa. 29.01.2011Vom Beruf des Storches und anderen humoresken Begebenheiten
KLÄNGE UND KLAPPHORNVERSE.
Auf eine eigenwillige Kunstform der Literatur konzentrierte sich am Samstag das Programm bei der „K.i.W.“-Veranstaltung im Rondellzimmer desWörtherSchlosses. Sven Puchelt und Petra Sieb-Puchelt (unser Bild) gestalteten diese Begegnung mit humoristischen Gedichten, mit harmonischen Chansons und sanften Balladen. Die gute und gelungene Verbindung zwischen poetischen Texten und unterhaltsamen Melodien, intoniert mit Gitarre und der Diatonischen, war ganz nach dem Geschmack des Publikums, das sich zum Abschluss mit anerkennendem Beifall für einen heiteren, kurzweiligen und ansprechenden Abend bedankte. Klapphornverse, dem englischen Limerick vergleichbar, haben große Meister wie der österreichische Schriftsteller Ernst Jandl, wie Christian Morgenstern oder Wilhelm Busch zu hoher Popularität verholfen. Die bisweilen unfreiwillig grotesken, komischen und schelmischen Reime hat auch Heinz Erhardt gerne eingesetzt. Die Geschichte „Die Made“ ist ein Beispiel: „Hinter eines Baumes Rinde wohnt die Made mit dem Kinde. Sie ist Witwe, denn der Gatte, den sie hatte, fiel vom Blatte. Diente so auf diese Weise einer Ameise als Speise...!“
[Text und Foto: Raith, Donau-Post]
Eingetragen am Fr. 28.01.2011Wir besuchen Benny Blu
Auch der zweite Besuch, den KiW und der Wörther Buchladen zu Benny Blu unternommen haben, war wieder äußerst informativ und abwechslungsreich!
Zwölf Kinder erfuhren von der Autorin und Lektorin Doris Wirth im Kinderleicht Wissen Verlag alles Wissenswerte rund um die Entstehung der Benny-Blu-bambini-Bücher. Wie werden Autoren und Illustratoren ausgesucht, wie kommt der Text zum Bild, was machen die Graphiker und welch wichtige Rolle spielt eigentlich so ein Lektor? All das verdeutlichte Doris Wirth sehr anschaulich, lebendig und kindgerecht. Eine leckere Brotzeit, bei der den Kindern aus dem Buch "Benny Blu Bücherbande - Abenteuergeschichten" vorgelesen wurde, rundete den Verlagsbesuch ab.
[Text und Bilder Anke Urban, Wörther Buchladen]
Eingetragen am Mi. 05.01.2011Märchen von Liebe und Eros
Sinnlich und besinnlich
Der Abend im Bürgersaal öffnete dem Publikum einmal mehr das Tor zu einer Welt, die der Fantasie und den Gedanken breiten Raum lässt. Edeltraud Forster und Sieglinde Hetmanek fesselten die Besucher mit zauberhaften Märchen über Liebe und Eros. Marion Weickl (Querflöte) und Birgit Eberl (Klavier) begleiteten die Gemeinschaft auf dieser eindrucksvollen Reise zu edlen Adelshäusern, zu gutmütigen Wesen und abscheulichen Gestalten, die sich ständig im Widerstreit befinden, zu goldenen Schicksalsvögeln, unvorstellbaren Schätzen und lieblichen, bildschönen Königstöchtern, um die eifrig geworben wird. Diese mystischen Erzählungen bieten gerade in Kombination mit sanften Melodien, wie sie das Duo (links) anstimmte, eine gute Gelegenheit, den Alltag einmal auszublenden und zur Ruhe zu kommen. Märchen, die von Schicksalen handeln und die ganze Bandbreite der Gefühle erschließen, erreichen nicht nur die Herzen der Kinder. Sie finden bei Menschen aller Altersklassen aufgeschlossenes Interesse, weil sie die Seele berühren, eine Inspiration sind und meist ein glückliches Ende nehmen, weil sie Mut machen und Hoffnung geben, weil sie Botschaften vermitteln und Weisheiten enthalten. Wie etwa die Überzeugung jenes reichen orientalischen Kaufmanns: „Die Klugheit der Männer ist größer als die Klugheit der Frauen...!“ [Sepp Raith, Donau-Post]
Benefizkonzert des Orgelbaufördervereins
Mit einem abwechslungsreichen Neujahrskonzert wurden am Sonntag die nächsten zwölf Monate eingeläutet.
Eine Stunde lang genossen die zahlreich erschienenen Zuhörer in der Pfarrkirche in Wörth Musikstücke und Lieder aus aller Welt.
Den Anfang machte das Blechbläser-Ensemble der Musikschule unter Leitung von Markus Weigert. Die Musiker präsentierten das einprägsame „Nun freut euch ihr Christen“ von John Reading und die französische Volksweise „Engel singen Jubellieder“.
Dann wurde es sehr harmonisch: Der dritte Satz Cantabile aus der Sonate in G-Dur von Johann Sebastian Bach, vorgetragen mit Orgel und Violine, verzauberte das andächtig lauschende Publikum. Ebenfalls von Johann Sebastian Bach stammte „Jesu bleibt meine Freude“, das der Kirchenchor gekonnt vortrug. Anschließend folgten Musikstücke, bei denen Klavier, Hackbrett, Querflöte, Gitarre und Orgel zum Einsatz kamen; bei „Anima Christi“ von Marco Frisina stellte der Chor einmal mehr sein Gesangstalent unter Beweis. Besonderer Höhepunkt waren die Lichtspiele, die eine einzigartige Atmosphäre schufen: Während des Konzertes wurde der gesamte Altarraum erleuchtet, manchmal in Blau oder Grün, dann wieder in Rot oder Lila. Ergänzend projizierten Scheinwerfer bunte Sterne oder Kreise an die Decke, die den Besuchern ein Staunen entlockten.
Mit dem englischen Volkslied „Greensleaves“ und dem stimmgewaltigen „Gloria Patri“, welches in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts komponiert wurde, ging das kurzweilige Konzert langsam zu Ende. Die Besucher in der Pfarrkirche belohnten alle Musiker und Andreas Winkler, der die musikalische Leitung inne hatte, mit tosendem Applaus. [...]
[Stadler, Donau-Post]